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Bundesfreiwilligendienst und FSJ Mit vollem Engagement dabei

Der Bundesfreiwilligendienst ist auch eine gute Möglichkeit, um in das Berufsfeld der sozialen Berufe hineinzuschnuppern. Foto: dpa
Der Bundesfreiwilligendienst ist auch eine gute Möglichkeit, um in das Berufsfeld der sozialen Berufe hineinzuschnuppern. Foto: dpa

Bundesfreiwilligendienst: Ob Jung oder Alt: Die „Bufdis“ leisten wertvolle Hilfe in vielen Bereichen und geben so der Gesellschaft einiges zurück.

Mit dem Ende der Schulzeit stellt sich für viele Jugendliche die Frage, was sie später machen wollen. Manche haben seit der Grundschule einen Beruf im Auge, andere sind sich noch nicht sicher. Sich unter Druck zu setzen bringt bei diesem Thema nichts, denn die Entscheidung für einen Beruf hat einen großen Einfluss auf das weitere Leben.

Wer für die Entscheidung noch etwas Zeit braucht, aber in dieser Phase nicht einfach nur zu Hause rumsitzen möchte oder wer sich gerne in das gesellschaftliche Leben einbringen möchte, der kann sich auch sozial engagieren. Gute Möglichkeiten dazu sind das Soziale Jahr und der Bundesfreiwilligendienst.

Sozialer Gedanke

Beide sozialen Freiwilligendienste haben einen ähnlichen Hintergedanken: Nämlich, dass man ein Jahr seines Lebens dafür hernimmt, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Entweder, indem man sich um Senioren, Pflegebedürftige oder Menschen mit Einschränkungen kümmert oder um die Interessen von Kindern oder des Umwelt- und Naturschutzes. Aber auch in den Bereichen Sport oder Denkmalschutz kann man sich einbringen. Da dabei der soziale Gedanke im Vordergrund steht, gibt es kein Gehalt, aber eine Art Taschengeld als Vergütung.

Die Geschichte des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) ist eng mit dem Ende der Wehrpflicht verknüpft. Die Debatte um die Abschaffung der Wehrpflicht flammte gegen Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts immer mal wieder auf. Klar war, dass das Ende der Wehrpflicht auch das Ende des alternativen Zivildienstes bedeuten würde. An die Stelle von Wehrpflicht und Zivi sollte ein sozialer Dienst treten, verschiedene Modelle wurden diskutiert. Im April 2011 trat dann das Gesetz über den Bundesfreiwilligendienst in Kraft. Das Konzept gilt nach Startschwierigkeiten als voller Erfolg.

Um Bufdi, so werden Teilnehmer des BFD meist genannt, zu werden, muss man die Pflichtschulzeit vollendet haben – eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Man kann diesen Dienst also auch noch im Rentenalter antreten – eine schöne Möglichkeit, Lebenserfahrung weiterzugeben. Und die schöne Erkenntnis und Gewissheit, in der Gesellschaft weiter gebraucht zu werden.

Vielfältiger Einsatz

Der BFD kann über eine Dauer zwischen sechs und 18 Monaten, in Ausnahmefällen auch über zwei Jahre angepeilt werden. Ob Sport, Kultur, Integration, Naturschutz oder Arbeit mit Senioren oder Menschen mit Einschränkungen: Die Einsatzfelder beim BFD sind vielfältig und abwechslungsreich. Egal, ob BFD oder FSJ: Mit beiden Diensten kann man sich für die Gesellschaft und Mitmenschen engagieren. Dabei hat man die Wahl, ob man dies in einem Bereich tut, der einen ohnehin schon lange interessiert oder ob man mal etwas völlig Neues ausprobiert. Gerade für die jüngeren Freiwilligen sind die Dienste eine gute Möglichkeit, um vielleicht neue Berufsfelder für ihren späteren Lebensweg kennenzulernen. Und unabhängig vom Alter bereichert ein solcher Dienst das Leben.

Für das Engagement im Rahmen des BFD wird keine fachliche Ausbildung benötigt. Die Hilfe, welche die „Bufdis“ leisten, ist trotzdem äußerst wertvoll und wichtig. Es stehen immer die Beziehungen zu Menschen und das Allgemeinwohl im Mittelpunkt. Auf der offiziellen Internetseite, auf der das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben über den BFD informiert, kann man nachlesen, wie sich der ehrenamtliche Einsatz auf das Leben der Freiwilligen auswirkt. „Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden“ – der Slogan, mit dem die Bundesregierung schon für den BFD geworben hat, trifft es vielleicht am besten. Viele „Bufdis“ berichten, dass sie sich selbst in dieser Zeit stark weiterentwickelt hätten. Und einen neuen, tieferen Blick auf die Welt gewonnen hätten. Es eröffnen sich so oft ganz neue Perspektiven und überraschende Wege in der künftigen Lebensplanung.

Sinnvolle Option

Auch nach einer längeren Auszeit oder dem Gefühl, im aktuellen Job nicht (mehr) richtig zu sein, ist das freiwillige Engagement eine sinnvolle Option. Im Lebenslauf macht es sich in jedem Fall gut. Personaler leiten daraus Einsatzbereitschaft und ein Interesse ab, das über das Notwendige hinausgeht. Die sozialen Kompetenzen wie etwa Teamfähigkeit werden im BFD ebenfalls geschult. Im Bewerber-Auswahlverfahren machen sie oft den entscheidenden Unterschied. Anne Meßmer/pm

KBF
Freundeskreis Mensch e.V.
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