Sonderveröffentlichung

Gartenlust – Garten im Herbst Start in die Zeit der Pflege

Der Herbst bringt jede Menge Arbeit mit sich. Doch wer seine Pflanzen jetzt pflegt, wird im nächsten Jahr belohnt.

Solange die Herbstsonne noch scheint: Jetzt ist die richtige Zeit, Zwiebelblumen, die im Frühjahr blühen sollen, in die Erde zu geben. Foto: Christin Klose/dpa

20.09.2021

Erfahrene Gärtner wissen: Nur weil sich der Sommer so langsam verabschiedet, ist das Jahr im Garten noch lange nicht zu Ende – ganz im Gegenteil. Frühling und Herbst sind die arbeitsreichsten Zeiten im Gartenjahr. Denn der Garten wird jetzt nicht nur auf den Winter vorbereitet, sondern schon auf die nächste Saison.

Die richtige Pflege für sattes Grün

Entscheidend ist jetzt im Herbst die Rasenpflege. Schließlich soll dieser gut über den Winter kommen. Wichtig: Laub und Fallobst immer gleich entfernen. Sonst können sich darunter Pilze bilden. Ab einer Bodentemperatur von neun Grad hört der Rasen auf zu wachsen. Bis dahin sollte er aber noch regelmäßig gemäht werden. Nicht zu kurz, eine Länge von fünf Zentimetern ist optimal für die kühlere Jahreszeit. Kraft für die nächsten Monate bekommt der Rasen durch einen speziellen Herbstdünger.

Ob Stauden, Sträucher oder Bäume: Jetzt wird geschnitten. Vor allem abgestorbene oder kranke Pflanzenteile sollte entfernt werden. Während Verblühtes geschnitten wird, bleiben Gräser weiterhin stehen. Zum einen sieht der Garten dann nicht so kahl aus und zum anderen bieten Gräser kleinen Tieren einen Unterschlupf. Um zu verhindern, dass sie bei Schnellast brechen, kann man sie zusammenbinden.


44 Prozent der Ruheständler gaben in einer Umfrage an, mindestens einmal die Woche im Garten zu arbeiten.

Quelle: Statista


Sich pflanzlich ausleben

Außerdem ist der Herbst die ideale Zeit für alle, die ihren Garten ein wenig umgestalten möchten. Denn noch ist es warm genug, damit Neuund Umpflanzungen gelingen, bevor der Boden zu kalt wird und die Pflanzen nicht mehr richtig wurzeln können. Wichtig: Nach der Pflanzarbeit ausreichend gießen, damit die Pflanzen schnell neue Wurzeln bilden können. Bei all dem Graben und Buddeln sollte man natürlich auch ein Auge auf alle Kübelpflanzen haben. Diese sollen schließlich auch ohne Erfrierungen durch die kalte Jahreszeit kommen.

Licht und kühle Temperaturen

Das ideale Winterquartier ist nicht zu warm – die meisten Pflanzen überwintern bei fünf bis zehn Grad. Geeignete Orte sind ein Gewächshaus, ein kühles Treppenhaus oder der Keller. Mit dem Gießen sollte man sparsam sein und die Pflanzen sollten nicht dicht an dicht stehen. Zu dunkel sollte der Ort nicht sein. Denn dann kann es sein, dass die Pflanzen lange, dürre Triebe ausbilden, um möglichst viel Licht einzufangen. Wer im Haus keinen Platz hat, kann viele Pflanzen auch draußen überwintern. Mit dem passenden Schutz ist das kein Problem. Man kann sie zum Beispiel mit Tannengrün abdecken, auf kleine Füße stellen, damit das Wasser abläuft, oder mit einem Vlies vor Wind schützen. Anne Meßmer