Sanierung der Turn- und Festhalle abgeschlossen Ein Weihnachtsgeschenk für Schnaitheim

Fotos: Sabrina Balzer
Fotos: Sabrina Balzer
22.12.2018

Es ist so etwas wie ein Weihnachtsgeschenk an die Bevölkerung, wenn die Schnaitheimer am Samstag vor dem 4. Advent zum Weihnachtskonzert ihres Musikvereins strömen und dabei zum ersten Mal die renovierte Turn- und Festhalle erleben.

Mit seinem Hinweis auf die erste Großveranstaltung verkennt Oberbürgermeister Bernhard Ilg aber nicht, dass es höchste Zeit war, dieses Gebäude auf den Stand zu bringen. Ilg verweist darauf, dass seine Verwaltung bei Sanierungen im Bestand stets einen Zustand anstrebt, der dem eines Neubaus entspricht. „Schon allein aus rechtlichen Gründen, aber auch wegen der Funktionalität und Nachhaltigkeit müssen wir in den Bereichen Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Beleuchtung, Akustik, Elektrik, Sicherheitssysteme und Hygiene den Stand der Technik im Auge haben“, begründet Ilg, warum bei einem so intensiv genutzten Bau ein paar Eimer Farbe nicht reichen.

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Jede Altbau-Sanierung ist kompliziert, nicht nur wegen der Koordination der Abläufe unter den vielen beteiligten Baufirmen und Handwerkern, sondern weil die Nutzer zu Kompromissen gezwungen sind. Ganz aktuell mussten die adventlichen Traditionsveranstaltungen des Sängerbunds, des Handharmonika- Spielrings und des Musikvereins ausfallen oder verlegt werden.

Große Anerkennung haben Ilg zufolge die Sportvereine und deren Abteilungen verdient, weil sie die unvermeidlichen Einschränkungen und Verlegungen nicht nur hingenommen haben, sondern selbst kreativ wurden, um mit dem Sportbetrieb einigermaßen über die Runden zu kommen. Gleiches gilt für den Schulsport der Hirscheck-Schule.

In zwei Bauabschnitten von Juni bis Oktober 2017 und von Januar bis Dezember 2018 wurden rund zwei Millionen Euro investiert. Wegen der hohen Auslastung des Baugewerbes konnte die eine oder andere Verzögerung nicht ausbleiben, hielt sich aber in vertretbaren Grenzen.

Was für den OB zählt, sind der neue Glanz und die zahlreichen Verbesserungen der Technik und der Infrastruktur, von der alle Nutzer profitieren werden.

Im ersten Bauabschnitt ging es um die Gebäudehülle, wobei in dieser Phase der Sportbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Neue Fenster und ein Sonnenschutz wurden eingebaut sowie die Außenwände und das Flachdach des Nebengebäudes gedämmt.

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Der zweite Bauabschnitt galt dem Inneren des Gebäudes. Zunächst wurden die Halle und die Umkleiden bis auf den Rohbauzustand entkernt. Jetzt hat die Halle einen neuen Boden, eine neue Decke sowie Wände aus hellem Holz, denen man ihre Hauptfunktion als Anprallschutz gar nicht ansieht. 

In den Wänden und der Decke sind Elemente verbaut, um die Akustik zu verbessern. Die neue Beleuchtung und die großen Fenster sorgen für gutes Licht. Die Bühne wurde mit einem neuen Boden und einer modernen Bühnentechnik für Licht und Ton ausgestattet. 

Der Gymnastiksaal hat sich ebenfalls zum Positiven verändert. Das gut erhaltene Parkett wurde abgeschliffen. Zusammen mit den neuen Anprallwänden, wie es sie auch im großen Saal gibt, und der neuen Beleuchtung wirkt auch dieser Raum nun ausgesprochen freundlich. 

Die Umkleide-, Dusch- und Sanitärräume wurden anders aufgeteilt und neu ausgestattet. Die Halle verfügt nun auch über ein Behinderten-WC.
Ingenieurbüro Holz- Dipl. Ing. (FH) Michael Sailer
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IBW Aalen GmbH
Winfried Erb Schreinermeister
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