Neubau des Hospiz Barbara Herberge auf Zeit Teil 1

Der Hospizbau schließt direkt an das bestehende Pflegeheim St. Franziskus an.
Der Hospizbau schließt direkt an das bestehende Pflegeheim St. Franziskus an.
13.03.2019

Menschen, die auf der Suche nach einem Hospizplatz sind, sind sich bewusst, dass alles endlich ist – auch das eigene Leben. Doch auch diese letzten Stunden sollen von Geborgenheit und Vertrauen geprägt sein. Am 15. März 2019 eröffnet das Heidenheimer Hospiz Barbara der Stiftung Haus Lindenhof mit einer feierlichen Einweihung, dem Tag der offenen Tür am darauffolgenden Tag sowie einem Benefizkonzert.

„Hospiz ist ein Ort der Gastfreundschaft und des Lebens; Hospiz ist eine Herberge auf Zeit, in dem Sterben zum Leben dazu gehört und ein Teil des gesamten Lebens ist“, meint Hospizleiter, Diakon Georg Peyk. Zusammen mit einem Team von palliativ geschulten Pflegefachkräften und ehrenamtlichen Hospizbegleitern begleitet und pflegt er sterbenskranke Menschen. Darüber hinaus sorgt sich das Team auch um die professionelle Trauerbegleitung der Angehörigen, kooperiert mit Seelsorgern und Trauergruppen – ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit.

Hospiz ist eine Herberge auf Zeit, in dem Sterben zum Leben dazu gehört.

Diakon Georg Peyk Hospizleiter

Barrierefrei und für acht Gäste ausgelegt wurde das Hospizgebäude nach neuesten Standards gebaut. Neben Zimmern mit eigener Dusche und WC, sorgen Gemeinschaftsräume, das Pflegebad und die Terrasse mit Verbindung in den Garten des Pflegeheims St. Franziskus für ein angenehmes Ambiente. Sich entspannen, besinnen und zur Ruhe kommen können die Hospizgäste im Oasenraum. Dieser Ort hebt sich ganz bewusst von den anderen Räumen innerhalb des Gebäudes ab, nicht nur in seiner Bestimmung, sondern auch in der Ausgestaltung.

Da für den Hospizgast keine Aufenthaltskosten entstehen, muss sich ein Hospiz zu einem Teil selbst finanzieren. Durch Spenden oder Unterstützung der Förderstiftung Heidenheimer Hospiz Barbara kann bewirkt werden, den schwerkranken Menschen die letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten.

Für die Stiftung Haus Lindenhof gibt das Heidenheimer Hospiz Barbara die Möglichkeit, neben Behindertenhilfe und Pflege von älteren Menschen, einen weiteren Weg einzuschlagen, der durch die Spiritualität und den Geist des Hospizes den einzelnen Menschen in den Blick nimmt.

Die Architektengruppe Wittmann aus Heidenheim plante den Neubau des Hospizes an der Bergstraße in Heidenheim als freistehendes Gebäude im Gartenbereich des bestehenden Pflegeheims St. Franziskus in Heidenheim.
Im Aufenthalts- und Essraum kann gemeinsam gespeist werden. Fotos: AGW Architekten
Im Aufenthalts- und Essraum kann gemeinsam gespeist werden. Fotos: AGW Architekten
Im April 2018 begannen fristgerecht die Rohbauarbeiten. Bereits vor Beginn der Wintermonate waren sämtliche Baumaßnahmen der Außenhülle abgeschlossen, so dass der Innenausbau wie geplant realisiert werden konnte. Dank der sehr guten Fachplanerbüros und Handwerksfirmen aus den Kreisen Heidenheim und Ostalb konnte das ehrgeizige Ziel erreicht, die Baumaßnahmen fristgerecht fertiggestellt und übergeben werden.

Der dreigeschossige Neubau nimmt die steile Hangsituation des Grundstücks auf und bindet jedes Geschoss ebenerdig an die bestehenden Außenanlagen an. Somit bildet er einen räumlichen Abschluss des Gebäudeensembles zur Bergstraße hin und gestaltet hierdurch einen halböffentlichen Innenhof zwischen Hospiz, Pflege- und Altenheim. Das lichtdurchflutete Gebäude lässt die südwestliche Sonne einstrahlen und taucht das Hospiz und die Innenräume in ein warmes Farb- und Lichtkonzept, das der Dunkelheit des Abschieds gerecht wird.

AGW. ArchitektenGruppe Wittmann

Acht Hospizzimmer im Erd- und Obergeschoss

Die Räumlichkeiten der Hospiznutzung mit acht Hospizzimmern, einem Raum der Stille und Essbereich sind im Erd- und Obergeschoss integriert. Die Umkleide-, Putzmittel-, Lager-, Archiv- und Technikräume sind im Untergeschoss untergebracht. Dieses springt im Norden gegenüber dem Erdgeschoss zurück, um, bezogen auf das steile Gelände, den nötigen Geländeeinschnitt gering zu halten. Alle drei Geschosse werden durch einen barrierefreien Aufzug miteinander verbunden.

Der Haupteingang im Erdgeschoss des Hospiz Barbara befindet sich im Westen zur Bergstraße hin. An diesen schließt sich das Leitungsbüro sowie der zentrale Flur an. Über diesen werden alle Räume innerhalb des Geschosses sowie die interne Verbindungstreppe angebunden. Südlich des Flurs sind vier Hospizzimmer spiegelbildlich angeordnet.

Die nutzungsspezifischen Nebenräume wie Arbeitsraum, Pflegebad, Archiv und WC liegen nördlich des Flurs. Teilweise liegen diese Räume aufgrund der Hanglage unter dem nördlichen Außenanlagenniveau.

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