Sonderveröffentlichung

Grabpflege im Frühling In liebevoller Erinnerung

Die Gestaltung eines Grabes ist für viele ein wichtiger Teil der Trauerarbeit.

Ein Grab ist ein stiller und friedlicher Ort der Erinnerung und Verbindung zu geliebten Menschen. Foto: Twin Design/Shutterstock.com

10.03.2021

Der Frühling naht und mit ihm das Erwachen der Natur. Die Menschen kümmern sich jetzt um ihre Gärten – aber nicht nur. Denn vielen ist es jetzt auch ein Herzenswunsch, die Gräber ihrer Angehörigen nach dem Winter wieder schön zu gestalten. Denn ähnlich wie im Garten hat die kalte und nasse Jahreszeit auch bei der Bepflanzung und Dekoration der Gräber ihre Spuren hinterlassen.

Primeln und Krokusse: Frühblüher bringen Farbe

Als erstes kann der Winterschutz entfernt, verblühte Pflanzen ausgegraben und Laub eingesammelt werden. Danach die Erde mit einer Harke oder Schaufel auflockern und Unkraut entfernen. Was die Erde jetzt nach dem Winter braucht, sind Nährstoffe. Dafür eignet sich ein Langzeitdünger, den man sorgfältig unter die Erde mischt. Für die ersten Farbtupfer des Jahres sorgen die Frühblüher. Dazu zählen neben Krokussen und Primeln auch Stiefmütterchen, Buschwindröschen, Hornveilchen, Vergissmeinnicht und Hyazinthen. Doch nicht nur der Bepflanzung sollte man im Frühling Aufmerksamkeit schenken, sondern auch dem Grabstein und der Einfassung. Denn durch Nässe, Kälte und Frost können hier Schäden wie Risse oder abgeplatzte Stellen entstanden sein. Entdeckt man größere Schäden am Grab, sollte man sich umgehend mit einem Fachmann in Verbindung setzen. Bei der Grabgestaltung stellt sich häufig die Frage nach der passenden Bepflanzung. Wer möchte, dass es ganzjährig blüht, der sollte auf eine Kombination aus Grund- und Wechselbepflanzung setzen. Als Grundbepflanzung eignen sich Efeu, Teppichgoldbeere, Hauswurz aber auch Thymian.

Die Wechselbepflanzung wird dann jahreszeitlich gehalten: Frühblüher gefolgt von Begonien, Margeriten oder Tagetes im Sommer, im Herbst dann Christrose und Alpenveilchen und für den Winter ein Grabgesteck. Von Anne Meßmer