Sonderveröffentlichung

Wir für Sie Ein bisschen Normalität

Wirtschaft: Die jüngsten Lockerungen ermöglichen es vielen Geschäften wieder, vor Ort für ihre Kunden da zu sein – mit Termin, Maske und auf Abstand.

Das Einkaufserlebnis vor Ort haben viele vermisst. Mit Termin kann man nun wieder im Fachhandel einkaufen. Wenn der Inzidenzwert stimmt. Fotos: dpa

15.03.2021

Die Erleichterung ist groß: Nach drei Monaten Stillstand, nach drei Monaten des harten Lockdowns kehrt nun das Leben wieder zurück in die Innenstädte im Land. Die Geschäfte dürfen wieder öffnen, wenn auch unter Auflagen und unter ganz bestimmten Voraussetzungen. Eine davon ist der Inzidenzwert im Landkreis: Nur wenn der stabil unter 100 liegt, ist es dem Einzelhandel erlaubt, zum Einkauf zu laden – und zwar mit Termin.

„Click & Meet“ nennt sich dieses Konzept, bei dem sich der Kunde im Fachgeschäft seiner Wahl vorab anmeldet – entweder online, telefonisch oder über die sozialen Medien – und dann zu einem bestimmten Termin zum Shoppen kommen darf. Was ihn dann erwartet, ist ein exklusives Einkaufserlebnis. Er kann die Waren und Produkte direkt selbst aussuchen, wird von den Fachleuten kompetent beraten, kann beispielsweise Kleidung vor Ort anprobieren, die Einkäufe direkt bezahlen und dann mit nach Hause nehmen.

Hygieneregeln einhalten

Noch größere Einkaufs-Freiheiten gibt es, wenn der Inzidenz-Wert im Landkreis stabil unter 50 liegt: Dann darf der gesamte Einzelhandel öffnen, dürfen Ladengeschäfte und Märkte aufmachen – natürlich unter Beachtung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Und dann herrscht so etwas wie ein kleines bisschen Normalität, ein Zustand, den die Menschen sehnlichst herbeisehnen.

Nun, es war nicht alles geschlossen während des zweiten Shutdowns, Geschäfte des täglichen Bedarfs wie etwa Lebensmittelläden, Supermärkte, Bäckereien, Metzgereien, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser und Optiker durften geöffnet bleiben. Und man konnte dringend Benötigtes einkaufen, sich mit allem Notwendigen versorgen – mit Maske und Abstand.

Doch: Alles wieder auf normal, soweit dies mitten in einer Pandemie möglich ist – davon träumen viele und wünschen sich zumindest jene Zustände zurück, wie sie im vergangenen Sommer herrschten. Davon allerdings ist man im Land noch weit entfernt, denn die Infektionszahlen sind immer noch zu hoch, und auch die Inzidenzwerte nur in wenigen Landkreisen unter der „magischen“ 50.

Seit 8. März haben auch Buchhandlungen wieder geöffnet – unter Einhaltung der Hygieneauflagen für den Einzelhandel.
Seit 8. März haben auch Buchhandlungen wieder geöffnet – unter Einhaltung der Hygieneauflagen für den Einzelhandel.

Und so ist es für viele Geschäftsinhaber zumindest eine große Erleichterung, wenigstens mit Termin wieder aufmachen zu dürfen. Und auch für die Kunden ist es schön, endlich wieder einkaufen zu gehen. Denn viele haben dies vermisst, dieses besondere Einkaufserlebnis: Durch die Fußgängerzone schlendern, bummeln gehen, die Auslage in den Schaufenstern bewundern – und dann tatsächlich das Geschäft betreten zu dürfen, um das Gewünschte einzukaufen und die ganz eigene Atmosphäre zu erleben, wie sie eben nur der Fachhandel bieten kann. Mit „Click & Meet“ ist dies nun wieder in gewissem Rahmen möglich.

Aber auch sonst beleben sich Fußgängerzonen und die Zentren: Seit 8. März dürfen zum Beispiel Buchhandlungen unter Einhaltung der Hygieneauflagen ihre Kunden vor Ort wieder bedienen. Das gilt auch für Gärtnereien, Blumenläden, Garten-, Bau- und Raiffeisenmärkte. Und, von vielen sehr begrüßt: Körpernahe Dienstleistungen sind wieder erlaubt, man darf wieder zur Fußpflege, ins Kosmetik- oder Nagelstudio. Allerdings: Es gelten strenge Hygiene-Vorschriften, und Kunden sowie Beschäftigte müssen während der Behandlung eine medizinische oder FFP2-Maske tragen. Einen solchen Schutz braucht man auch beim Friseurbesuch. Die Salons haben bereits seit Anfang März ihre Türen wieder geöffnet und bieten seitdem ihre Dienstleistungen – mit Termin – an.

Nun gilt es, das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten, damit in den kommenden Wochen die Inzidenzwerte sinken. Damit dann auch all jene Branchen wieder aktiv werden können, die dies bislang noch nicht wieder durften: nämlich Gastronomie, Hotellerie, Theater, Kinos, Kulturstätten sowie Einrichtungen des Tourismus. mcj