Sonderveröffentlichung

Sanieren & Modernisieren Energieberatung wird steuerlich gefördert

Schon für die Beratung zu energetischen Sanierungsmaßnahmen können Eigentümer Steuervorteile nutzen.

Wer sein Eigenheim energetisch sanieren möchte, kann auf staatliche Zuschüsse hoffen. Foto: Shutterstock.com

15.03.2021

Gebäude sollen grundsätzlich energieeffizienter werden – das ist ein erklärtes politisches Ziel. Eigentümer können in diesem Zusammenhang profitieren, wenn sie energetische Baumaßnahmen an ihrer selbst bewohnten Immobilie durchführen wollen.

50 Prozent Steuerermäßigung möglich

Sie können steuerliche Förderung in Anspruch nehmen, wenn sie einen Energieberater engagieren, erklärt Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine in Berlin. Bei den Energieberatern gibt es allerdings Unterschiede. Zum einen gibt es die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für das Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ zugelassenen Berater. Zum anderen gibt es die Energieeffizienz-Experten, die für das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ (Programme Nr. 151 und 152, 153 und 430) gelistet sind. Darüber hinaus gibt es Berater, die nicht bei der BAFA zugelassen oder bei der Förderbank KfW gelistet, aber berechtigt sind, Energieausweise auszustellen.

„Kosten für Energieberater, die sich bei der BAFA registriert haben und zugelassen wurden beziehungsweise die bei der KfW gelistet sind, werden mit einer Steuerermäßigung von 50 Prozent gefördert“, erklärt Bauer. Das heißt, wenn der Energieberater 2000 Euro kostet, spart der Steuerpflichtige 1000 Euro Einkommensteuer.

„Voraussetzung ist, dass auch tatsächlich eine energetische Gebäudesanierungsmaßnahme an der selbst bewohnten Immobilie durchgeführt wurde“, sagt Bauer. Wird nur eine allgemeine Beratung zu Energieeinsparmöglichkeiten am Haus eingeholt, ohne zu investieren, gibt es die Steuerermäßigung nicht. Kosten für Personen, die nur eine Ausstellungsberechtigung haben, werden auch steuerlich gefördert, jedoch lediglich in Höhe von 20 Prozent und nur soweit Kosten auf die Erteilung von notwendigen Bescheinigungen für durchgeführte energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen entfallen.

Weniger Förderung bei nicht gelisteten Beratern

Diese 20 Prozent verteilen sich dann auf drei Jahre, also jeweils sieben Prozent im ersten und zweiten Jahr und sechs Prozent im dritten Jahr nach Abschluss der betreffenden Sanierungsmaßnahme. Sowohl Kosten für den Energieberater als auch Kosten für die Erteilung einer Bescheinigung des Fachunternehmers sind vom Höchstbetrag von 40 000 Euro umfasst. Wichtig zu beachten: Eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Wenn der Energieberater schon durch ein öffentliches Zuschussprogramm oder einen zinsverbilligten Kredit gefördert wurde, darf die Steuerermäßigung nicht zusätzlich beantragt werden. dpa


Packen wir’s an

Welche Maßnahmen zur energetischen Sanierung gibt es?

© MAPMAN/SHUTTERSTOCK.COM
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Noch entfallen hierzulande etwa 40 Prozent des Endenergieverbrauchs auf den Gebäudebereich. Aus diesem kommt demzufolge etwa ein Drittel unserer Treibhausgasemissionen. Allein diese beiden Zahlen belegen das Einsparpotential an Energie, das der Gebäudesektor hat.

Heizen kostet am meisten

Schaut man genau hin, verbrauchen wir den größten Batzen Energie dort fürs Heizen: Zum einen für das Beheizen unserer Wohn- und Arbeitsräume (Wärmebereitstellung), zum anderen für das Beheizen unseres Brauchwassers zum Waschen, Duschen, Baden und Kochen (Warmwasserbereitstellung).

Klimaneutrale Gebäude tragen einen beachtlichen Anteil zum Klimaschutz bei. Um sie entsprechend aufund auszurüsten, braucht es eine energetische Sanierung. Dazu gehören Maßnahmen, die zum effizienten Verbrauch von Energie beitragen. Zum Beispiel:

1. Modernisierung der gesamten Heizungsanlage

2. Austausch alter Fenster und Türen, auch das Garagentor, falls es einen direkten Zugang zum Wohnraum gibt.

3. Dämmung des Gebäudes vom Dach bis zum Keller.

4. Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärmeerzeugung wie Erdwärme oder Solarthermie.

5. Erzeugung und Nutzung von Photovoltaik. energie-experten.org