Sonderveröffentlichung

Das Schlemmerstüble ist saniert Neustart mit kreativen Ideen

Umbau: Das „Schlemmerstüble“ präsentiert sich nach der Renovierung mit ländlich-gemütlichem Charme. Das Restaurant verfügt nun über mehr Sitzplätze. Nicht geändert haben sich die herzliche Gastlichkeit und die gute schwäbische Küche.

Neues Dach, neuer Anbau und viel Holz auch schon an der Fassade: Mit der Renovierung hat man nicht nur die Brandschäden beseitigt, sondern dem Lokal auch ein neues Aussehen gegeben. Fotos: Thomas Kiehl

16.04.2021

Wir stehen in den Startlöchern, sind bereit und können jederzeit öffnen, sobald es Lockerungen der Corona-Maßnahmen gibt“, sagt Hilde Auer, Gastronomin und Wirtin des in Metzingen äußerst beliebten Restaurants „Schlemmerstüble“, das sie seit 2012 betreibt. Seit jener Zeit kümmert sie sich mit ihrem Team um die Gäste des Lokals vor den Toren der Stadt, zunächst als Pächterin des damaligen Turnerbund-Heimes, heute hingegen ist es ihre Gaststätte, denn sie hat die Erbpachtrechte bei der Stadt vom Turnerbund übernommen.

Ein wichtiger Schritt, denn somit war es ihr möglich, mit aller Energie die Sanierung des im Winter 2014 ausgebrannten Gebäudes anzugehen. Fünfeinfhalb Jahre lang stand das Haus leer, war nur noch eine Brandruine. Während dieser Zeit bewirtete Hilde Auer ihre Gäste in einer urigen Holzhütte auf dem Gelände an der Eichbergstraße. Die originelle Interimslösung kam beim Publikum äußerst gut an und zeigt, mit welch kreativen Ideen man im „Schlemmerstüble“ Krisen begegnet.

Gemütliches Ambiente

Mit Kreativität und Ideenreichtum startete Hilde Auer Anfang 2020 auch in den Umbau und die Renovierung des einstigen Vereinsheims. An ihrer Seite, neben Handwerkern und Mitarbeitern, stand während dieser Zeit ihr Sohn Florian Auer, der sich trotz anderweitiger beruflicher Verpflichtungen ganz der Gestaltung der Räume verschrieben hatte, immer wieder auch mithalf und viele Ideen entwickelte. „Ohne ihn hätte man all das hier nicht so verwirklichen können“, zollt Hilde Auer ihm großes Lob.

Ländlich-rusikal und gemütlich, allerdings nicht unbedingt im Alpen-Stil – so zeigt sich das „Schlemmerstüble“ nach nun erfolgter Sanierung. Im Vergleich zu früher verfügt das schwäbische Restaurant über mehr Plätze, das liegt unter anderem daran, dass das Erdgeschoss nun komplett als Gastraum inklusive Theke konzipiert ist. Im neuen Anbau haben die neue Profi-Küche sowie Lagerräume ihren Platz gefunden. An gleicher Stelle wie zuvor sind Eingangbereich und Gästetoiletten, allerdings gibt es jetzt auch einen barrierefrei zugänglichen Sanitärraum für Menschen mit Behinderungen.

Betritt man das „Schlemmerstüble“, fällt der Blick zuerst auf einen Holzofen, der tatsächlich funktioniert und bei entsprechender Witterung oder am Abend zusätzliche Wärme spendet – zu den normalen Heizkörpern, die mittels neuer Pelletheizung gesteuert werden. „So ein Ofen sorgt einfach für Behaglichkeit“, ist Hilde Auer überzeugt.

Den gemütlichen Charme des Raumes macht zudem das viele Holz aus: etwa die originalen und natürlich gealter Restaurant über mehr Plätze, das liegt unter anderem daran, dass das Erdgeschoss nun komplett als Gastraum inklusive Theke konzipiert ist. Im neuen Anbau haben die neue Profi-Küche sowie Lagerräume ihren Platz gefunden. An gleicher Stelle wie zuvor sind Eingangbereich und Gästetoiletten, allerdings gibt es jetzt auch einen barrierefrei zugänglichen Sanitärraum für Menschen mit Behinderungen. Betritt man das „Schlemmerstüble“, fällt der Blick zuerst auf einen Holzofen, der tatsächlich funktioniert und bei entsprechender Witterung oder am Abend zusätzliche Wärme spendet – zu den normalen Heizkörpern, die mittels neuer Pelletheizung gesteuert werden. „So ein Ofen sorgt einfach für Behaglichkeit“, ist Hilde Auer überzeugt. Den gemütlichen Charme des Raumes macht zudem das viele Holz aus: etwa die originalen und natürlich gealterten Balken an der Decke, die bei der Entkernung des Gebäudes zum Vorschein kamen. Oder aber die Holztäfelung, die die Wände der „Empore“, einem leicht abgeteilten Bereich des Gastraumes, zieren. In dieser Ecke war 2014 das Feuer ausgebrochen und hatte dort für so viel Schaden gesorgt, dass Balken und Wände ersetzt werden mussten. Und auch die moderne Theke zeigt sich in ihrer Vorderansicht mit viel rustikalem Holz, ganz passend zum Gesamtambiente.

Ambiente mit Charme: Der Gast darf an großen Holztischen Platz nehmen.
Ambiente mit Charme: Der Gast darf an großen Holztischen Platz nehmen.

Lampen als Hingucker

Im renovierten „Schlemmerstüble“ dürfen die Gäste an großen Holztischen Platz nehmen, diese sowie die einladenden Holzbänke entlang der Wände wurden vom Team noch einmal behandelt, sandgestrahlt und mit Leinöl eingelassen. Oder aber man entscheidet sich als Gast für einen der ebenso bequemen altehrwürdigen Holzstühle. Viele verschiedene Modelle hat Hilde Auer angesammelt, und alle wurden ebenfalls neu aufgearbeitet.

Über den Tischen sind die Lampen echte Hingucker, die Florian Auer ausgewählt hat. Wobei die Befestigungen für die modernen Leuchten durchaus originell sind – ehemalige Wagenräder beispielsweise oder hölzerne Kummets, die in früheren Zeiten in Kuh-Gespannen Verwendung fanden.

Unterstützung in Sachen Einrichtung erhielt das „Schlemmerstüble“ auch von Gästen und Freunden des Hauses. Sie schenkten Dinge, die zum rustikalen Charme beitragen und eine Geschichte erzählen. So prangt zum Beispiel ein ehemaliges Heugatter über der Theke, die Leute brachten Geweihe, Wanduhren und sogar einen ausgestopften Auerhahn, einst jagdliches Prunkstück im großväterlichen Wohnzimmer.

„Die Menschen sollen sich hier wohlfühlen, die Gerichte und Getränke sowie das Beisammensein genießen und sich tatsächlich wie in einem zweiten Wohnzimmer fühlen“, betont Hilde Auer. Und so hängen vor den Fenstern Stoffvorhänge mit ländlich anmutendem Muster, liegen auf den Bänken echte Schaffelle, ist der Raum und sind die Tische je nach Saison entsprechend dekoriert – mit Blumen, Kerzen und mehr.

Neue Außenterrasse

Im Zuge der Sanierung hat man aber auch an die Angestellten gedacht: Ihnen stehen im Keller ein Personalraum und Umkleiden zur Verfügung, außerdem gibt es im Untergeschoss ein Büro, Technik- und Heizungsraum sowie Lager- und Sanitärräume. Das Dachgeschoss ist lediglich ein Dachboden, ideal, um Dinge zu lagern und zu verstauen.

Auch der Außenbereich wurde umgestaltet: So dürfen sich die Gäste nun über eine große Terrasse mit Überdachung freuen. Hier lässt es sich im Sommer angenehm beschattet sitzen. So wie in dem Zelt, das bislang schon in der warmen Jahreszeit genutzt wurde und das vorerst einmal stehen bleiben soll.

Auch um Corona-bedingt für mehr Abstand sorgen zu können, sollte zumindest die Außengastronomie in absehbarer Zeit wieder öffnen dürfen. Auf die Zeit nach Corona, auf die Zeit der Lockerungen, freuen sich Hilde Auer und ihr Team besonders. Dann können sie die Gäste endlich im renovierten „Schlemmerstüble“ begrüßen und mit dem Lokal wieder das sein., was sie längst schon sind: ein Vereins- und Veranstaltungsraum für die Metzinger und die Besucher der Stadt.

Aus diesem Grund würde die Gastronomin auch gerne die urige Holzhütte behalten und Bürgern, Gruppen und Vereinen in Metzingen für Feiern und Treffen zur Verfügung stellen. Die Entscheidung darüber, ob das Provisorium bleiben darf, liegt bei der Stadt. Marie-Christin Jurke