Sonderveröffentlichung

Berufswahl & Zukunft Bewerbung: Per Telefon und Zoom glänzen

Bewerbung: So können sich künftige Azubis auf das Interview per Videokonferenz oder Telefon vorbereiten.

Bewerbungsgespräche für Auszubildende finden nicht erst seit der Corona-Pandemie vermehrt per Telefon oder Videotelefonie statt. Foto: djd/DEVK/New Africa - stock.adobe.com  

15.02.2021

Bewerbungsgespräche finden nicht erst seit der Corona-Pandemie vermehrt per Telefon oder Videotelefonie statt. Damit das Gespräch auch auf Distanz erfolgreich verläuft, gilt es für zukünftige Azubis einiges zu beachten:

1. Passendes Gesprächsumfeld
Am besten gehen Bewerber an einen ruhigen, ungestörten Ort. Die Umgebung sollte aufgeräumt sein. Damit es keine bösen Überraschungen gibt: sicherheitshalber vorab die gesamte Technik prüfen. Empfehlenswert ist es, nicht hektisch ins Gespräch zu gehen, sondern genügend Zeit einzuplanen. Und nicht vergessen: Vor dem Interview auf die Toilette gehen.

2. Gut vorbereitet
Im Gespräch kommt oft die Rede auf Angaben aus dem Lebenslauf oder dem Anschreiben. Vorher also am besten noch einmal alles durchlesen und griffbereit haben - ebenso wie Block und Stift für Notizen. Wichtig ist, dass sich die künftigen Azubis über das Unternehmen gut informiert haben und auch auf Standardfragen vorbereitet sind.

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3. Richtig kleiden
Der erste Eindruck zählt. Dass man als potenzieller Auszubildender nicht in Jogginghose und Schlabberpullover vor dem Bildschirm sitzt, sollte selbstverständlich sein. Am besten kleidet man sich genauso gepflegt wie für das klassische Bewerbungsgespräch vor Ort.

4. Mimik und Gestik
Beim Interview kommt es gut an, wenn Bewerber aufrecht sitzen, ab und zu lächeln und nicht nervös herumspielen - etwa mit dem Stift oder ihren Unterlagen. Außerdem ist es wichtig, deutlich und nicht zu schnell zu reden. Wer wegen der Nervosität möglicherweise einen trockenen Hals hat, stellt sich am besten vorher schon ein Glas Wasser bereit, an dem man vorsichtig nippen kann.

5. Höflich verabschieden
Wer die Namen der Gesprächsteilnehmer im Telefonat einfließen lässt, vermittelt wirkliches Interesse und sammelt möglicherweise auf diese Weise erste Sympathiepunkte. Am Ende kann man sich dann auch mit direkter Ansprache und einem Dank für das Gespräch verabschieden. pm

Hobbys richtig einsetzen

Wer relevante Hobbys im Lebenslauf erwähnt, kann Personalfachkräften ein besseres Bild von sich vermitteln.

Teamsportarten wie Fußball machen sich im Lebenslauf immer gut. Foto: dpa
Teamsportarten wie Fußball machen sich im Lebenslauf immer gut. Foto: dpa

Im Lebenslauf können manche Angaben für eine Bewerbung hilfreich sein, andere sind mit Vorsicht zu genießen. Hobbys sind erstmal kein Muss. An erster Stelle steht für Personaler die fachliche Eignung, die sich aus beruflicher Erfahrung und dem Bildungsweg ergibt. Wer jedoch auch seine Interessen angibt, kann dazu beitragen, bei Personalfachkräften ein rundes Bild zu erzeugen. „Da der Bewerber in die Unternehmenskultur passen muss, wird natürlich auch auf die Persönlichkeit geachtet“, sagt Personalexpertin Yasmin Kurzhals.

Was bedeutet das für Bewerber? Fachautor Jochen Mai empfiehlt, bei der Entscheidung die Relevanz zu prüfen: „Welche soziale Kompetenz vermittelt das Hobby, und inwieweit ist diese Kompetenz von Bedeutung für die anvisierte Stelle?“ Eine Teamsportart oder ein ehrenamtliches Engagement erzeuge beispielsweise immer einen guten Eindruck.

Mit Extremsportarten sollten Bewerber eher vorsichtig sein. „Gefährliche Hobbys treiben Personalern schon mal Angstperlen auf die Stirn: Fällt der Bewerber dann häufiger mal mit gegipsten Armen aus? Oder neigt er auch im Job zu risikoreichem Vorgehen?“, erklärt Mai.

Ob es im Lebenslauf sinnvoll ist, kreative oder handwerkliche Interessen anzugeben, hängt vom gewünschten Beruf ab. dpa