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Tag des Gartens am 9. Juni 2019 Blick in kleine Paradiese

Ein Garten ist mehr als ein Erholungsort: Beim „Tag des Gartens“ macht man auf seine vielen Bedeutungen für Mensch und Natur aufmerksam. Foto: ©Halfpoint - fotolia.com
Ein Garten ist mehr als ein Erholungsort: Beim „Tag des Gartens“ macht man auf seine vielen Bedeutungen für Mensch und Natur aufmerksam. Foto: ©Halfpoint - fotolia.com

Natur: Mit dem „Tag des Gartens“ will man auf die große Bedeutung von Gärten und Kleingartenanlagen als grüne Oasen aufmerksam machen.

Die Idee der Kleingärten ist mehr als 200 Jahre alt. Und doch ist sie heute aktueller denn je. Denn Gärten sind heute – und das nicht nur in der Großstadt – von enormer Bedeutung. Sie sind grüne Inseln im grauen Häusermeer, wirken der baulichen Verdichtung entgegen, sind Frischluftschleusen, bedeutsam für das jeweilige Mikroklima und bieten Insekten, Vögeln und Kleinsäugern auch in dicht besiedelten Arealen naturnahe Lebensräume.

Nicht zuletzt erfreuen sie die Menschen, bieten ihnen Erholung, auch und gerade bei der Gartenarbeit. Besonders schön ist es, wenn so ein Schreber- oder Kleingarten vielfältig genutzt wird und entsprechend gestaltet ist. Warum nicht in der einen Ecke ein Spielareal für die Kinder und Enkel anlegen, inklusive Sandkasten und Plantschbereich?

Am Pfingstsonntag, 9. Juni, öffnen viele Kleingärten ihre Pforten für Besucher. Foto: ©DoraZett - fotolia.com
Am Pfingstsonntag, 9. Juni, öffnen viele Kleingärten ihre Pforten für Besucher. Foto: ©DoraZett - fotolia.com

Ein Bereich für Beete

Auf der anderen Seite macht sich eine kleine bunte Wiese gut – für Insekten und Schmetterlinge. Bäume, Stauden und Sträucher setzen Akzente, nicht zu vergessen eine Kräuterspirale und ein Bereich für Beete und Hochbeete, wo Gartenfreunde ihr Gemüse ziehen können. Entlang des Zaunes und der Grundstücksgrenze sind Beerensträucher willkommen.

Bei so viel Vielfalt macht es Spaß, das eigene Obst und Gemüse anzubauen, später im Jahr zu ernten, zu essen und weiterzuverwerten. Bunt soll der Garten sein und eben vielen Zwecken dienen. Darum darf auch eine beschattete Sitzecke nicht fehlen, wo man nach getaner Arbeit das viele Grün, die bunten Blumen und Blüten sowie die jungen Pflanzen bewundern, ja, ihnen beim Wachsen zusehen kann.

Der Garten ist also weit mehr als nur ein kleines Stückchen Land. Gärten und Kleingärten sind kostbar, und darauf könne gar nicht oft genug aufmerksam gemacht werden, ist man beim Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG), dem Dachverband Deutscher Kleingärtner, überzeugt. Daher findet in jedem Jahr immer am zweiten Sonntag im Juni der „Tag des Gartens“ statt – und das bereits seit 1984.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Kleine Gärten – bunte Vielfalt“. Am 9. Juni sind die Menschen daher überall in Deutschland eingeladen, sich ein Bild von dieser bunten Vielfalt zu machen, denn überall in Deutschland öffnen die Kleingärtner die Pforten ihrer Gärten und laden zu Besichtigungen und mehr.

Eigenes Gemüse ernten: Neben normalen Beeten lässt sich im Kleingarten auch ein Hochbeet anlegen. Foto: ©Patrizia Tilly - fotolia.com
Eigenes Gemüse ernten: Neben normalen Beeten lässt sich im Kleingarten auch ein Hochbeet anlegen. Foto: ©Patrizia Tilly - fotolia.com

Deutschlandweit

Insgesamt beteiligen sich mehr als 14 000 Kleingartenvereine an der Aktion und stellen ihre kleinen Paradiese der Öffentlichkeit vor. Darüber hinaus werden häufig Pflanz- und Topfaktionen für Kinder organisiert, Veranstaltungen zum Thema des Konservierens von Nahrungsmitteln aus dem eigenen Garten angeboten, aber auch Fachvorträge zu gartenrelevanten Themen gehalten.

„Gerade in Zeiten, in denen unsere Städte wachsen und immer dichter bebaut werden, lässt sich der Wert unserer Kleingartenanlagen nicht hoch genug einschätzen“, erklärt Peter Paschke, Präsident des BDG. „Die grünen Gartenflächen bringen frische Luft für alle, das Regenwasser kann hier versickern, viele Tiere und Pflanzen finden in den kleinen Oasen auch mitten in der Stadt ein Zuhause. Und nicht zuletzt bieten die Gärten einen wichtigen Zugang zur Natur, der gerade Kindern sonst oft fehlt.“

Kooperationen

Kleingärten seien dank ihres günstigen Pachtpreises kein Luxusgut, sondern für alle erschwinglich. Zudem öffnen sich die Kleingartenanlagen zunehmend auch für Nicht-Gärtner: Kooperationen mit Kitas und Schulen bringen schon den Kleinsten den Spaß am Gärtnern nahe, Angebote für Senioren schaffen sinnvolle Freizeitbeschäftigungen auch im Alter, neue Gartenformate wie Gemeinschaftsparzellen bieten die Möglichkeit, sich unverbindlich im Gärtnern auszuprobieren.

Die Auftaktveranstaltung für den „Tag des Gartens“ findet in diesem Jahr am Samstag, 15. Juni, in Rostock statt – aufgrund des Feiertagswochenendes also eine Woche nach dem eigentlichen Aktionstag. Und am 9. Juni? Da kann man neben besonderen Einblicken, die man gewinnt, auch jede Menge Wissenswertes rund um den Garten erfahren.

Ein paar Zahlen gefällig? Bitte sehr! Rund fünf Millionen Menschen nutzen in Deutschland einen Kleingarten, dabei wird insgesamt eine Fläche von 46 000 Hektar genutzt. Wobei die Gesamtzahl der Gärten auf rund 17 Millionen geschätzt wird. Diese wiederum ergeben zusammen eine Fläche von 930000 Hektar – was fast so groß ist wie alle Naturschutzgebiete zusammen. mcj/pm


Beliebte Aktion seit 1984 Tipp

Der „Tag des Gartens“ ist eine Initiative des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde. Er wurde 1984 auf Anregung des damals amtierenden BDG-Präsidenten Hans Stephan ins Leben gerufen.

Viele der 14 000 im BDG organisierten Kleingärtnervereine nutzen den Ehrentag – immer am zweiten Sonntag im Juni –, um den Menschen die Bedeutung des Kleingartens für das Wohlbefinden von Mensch und Natur in Stadt und Land ins Bewusstsein zu rufen. Gleichzeitig sehen sie die Chance, der Öffentlichkeit die Freude am Kleingarten nahezubringen und neue Pächter für die Kleingarten-Idee zu gewinnen.

Welche der Kleingärten in der näheren und weiteren Umgebung an der jährlichen Aktion beteiligt sind, erfährt man im Internet beim jeweiligen Landesverband oder allgemein unter www.kleingarten-bund.de.


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