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Schule, Ausbildung, Beruf Die richtige Uni finden

Lieber Theorie im Hörsaal oder praktische Arbeit im Labor? Bei der Hochschulwahl müssen Studenten überlegen, was ihnen eher liegt. Foto: dpa

Studium: Auf der Suche nach der passenden Hochschule spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Auch die persönlichen Vorlieben sind bei der Entscheidung wichtig.

Von Amelie Breitenhuber, dpa 

Ist der Ruf des Lehrstuhls wichtiger oder ein großes Angebot an Studentenkneipen? Die Entscheidung, an welcher Hochschule man studieren möchte, fällt vielen schwer.

Eine der ersten Fragen lautet: Fachhochschule oder Universität? „Der Hauptunterschied liegt im Fokus von Forschung und Lehre“, sagt Björn Albrecht von der Zentralen Studienberatung der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Bedingungen prüfen

Universitäten seien eher wissenschaftlich ausgerichtet, sie bilden den akademischen Nachwuchs aus. Fachhochschulen hätten einen stärker praktischen Bezug. Die Grenzen verschwimmen aber zunehmend.

Ebenfalls wichtig: die Zulassungsvoraussetzungen. „Zunächst muss man die Aufnahmebedingungen prüfen“, erklärt Thorsten Schütz, der als Coach tätig ist und kostenpflichtige Studienberatungen anbietet. Bewerber müssen etwa checken, ob es einen Numerus Clausus (NC) oder ein Auswahlverfahren gibt.

Vorteile für die Karriere hat es, wenn die Hochschule Kontakte zu Arbeitgebern hat und praxisnah aufgestellt ist, sagt Hannelore Vásárhelyi von der Personalberatung Strametz & Associates. Die internationale Ausrichtung und das Angebot von aufbauenden Studiengängen können auch eine Rolle spielen.

Es gibt verschiedene Rankings, die solche Kriterien bewerten. Das Hochschulranking vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) aus- Gütersloh gibt einen Überblick zu deutschen Hochschulen. International ist vor allem das Ranking Times Higher Education anerkannt: Jährlich werden die 1000 besten Universitäten der Welt gekürt.

„Natürlich spielen bei der Wahl der Hochschule auch sehr persönliche Faktoren eine Rolle“, sagt Albrecht. Etwa die Größe der Stadt oder die Nähe zu den Bergen. „Man sollte sich am Studienort wohlfühlen – und das findet man nur durch einen persönlichen Besuch heraus.“ Viele Hochschule bieten für interessierte Bewerber dazu einen Tag der offenen Tür an.

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Praktika für die Karriere

Zukunft: Wer nach dem Studium durchstarten möchte, braucht mehr als nur die Theorie.

An Praktika während des Studiums führt kein Weg vorbei“, sagt Jutta Boenig. Sie ist Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK). Auch wenn die Zeit im Unternehmen meist nicht gut bezahlt ist, lohnt sich der Aufwand dennoch auf lange Sicht.

„Oft knüpfen Studierende während eines Praktikums so gute Kontakte in ein Unternehmen oder eine Branche, dass eine Übernahme nach dem Studium zumindest wahrscheinlicher wird“, sagt Marius Wallat, Berater für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit.

Wie kommen Studenten an Praktika bei interessanten Unternehmen? Neben Ausschreibungen im Netz bieten Job- und Karrieremessen die Chance auf Praktikumsplätze. Bei einer schriftlichen Bewerbung sollte man präzise erklären, warum man bei dem Unternehmen ein Praktikum machen möchte. „Das Anschreiben darf keinesfalls beliebig sein oder nur kopiert werden“ , erklärt Karriereberaterin und Business-Coach Ute Gietzen-Wieland. So zeigen Bewerber, dass sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.

Freiwillige Praktika haben im Vergleich zu Pflichtpraktika einen höheren Stellenwert, sagt Gietzen-Wieland. Das dokumentiert echtes Interesse an einer Firma. Wer für sein Studium Pflichtpraktika absolvieren muss, sollte daher zusätzlich auch noch eins auf freiwilliger Basis machen. Übrigens: Ein freiwilliges Praktikum, das länger als drei Monate geht, muss mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet werden. dpa

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