Anzeige

Bundesfreiwilligendienst und FSJ Ein echtes Plus im Lebenslauf

Während des FSJ sich um andere kümmern: In der Region gibt es Plätze in vielen verschiedenen Einrichtungen. Foto: dpa
Während des FSJ sich um andere kümmern: In der Region gibt es Plätze in vielen verschiedenen Einrichtungen. Foto: dpa

Zukunft: Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, der tut nicht nur anderen, sondern auch sich selbst etwas Gutes. Nicht selten führt das Engagement zum Beruf.

Nach der Schule zunächst einmal ein Freiwilliges Jahr machen – das lohnt sich für die persönliche Entwicklung ebenso wie für die Berufswahl. Denn das Freiwillige Soziale Jahr kann in vielerlei Hinsicht Klarheit bringen.

Es ist eine sinnvolle Zeit, um Wartezeiten gut zu überbrücken, seine eigenen Horizonte zu erweitern, Erfahrungen zu sammeln oder Klarheit für den vor einem liegenden Berufsweg zu finden. Ob im Umgang mit Patienten, mit alten Menschen oder Kindern, ob beim Beraten, Verwalten, Organisieren: Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet viele Möglichkeiten für junge Leute zwischen 16 und 27 Jahren.

Im Lebenslauf stellt das FSJ ein Plus dar, unabhängig davon, ob danach ein sozialer Beruf gewählt wird. Zudem wird das FSJ für einige Berufsausbildungen als Praktikum anerkannt.

Und: Die jungen Menschen haben die Wahl, denn es gibt vielfältige Einsatzstellen. Und das auch in der Region. Denn es gibt hier ab September/Oktober dieses Jahres noch freie FSJ-Plätze – etwa in Bad Urach, Münsingen, Reutlingen und Umgebung. Einbringen kann man sich zum Beispiel in Kindereinrichtungen in Reutlingen, Wannweil oder Pliezhausen, in Schulen, in verschiedenen Bereichen in den Kliniken in Bad Urach, in der Arbeit mit behinderten Menschen, in Wohngruppen, Werkstätten, in der Altenhilfe oder in der Schulbegleitung von Kindern in Reutlingen und Umgebung.

Die Dauer für ein FSJ liegt zwischen sechs und 18 Monaten, die Regelzeit beträgt zwölf Monate. 25 Bildungsseminartage ergänzen die praktische Arbeit. Mit Rat und Tat und einem offenen Ohr für Probleme und Fragen stehen die Ansprechpartner des FSJ-Trägers Internationaler Bund (IB) den Jugendlichen zur Seite.

Freiwillige im Sozialen Jahr erhalten für ihr Engagement Taschengeld und weitere Zuschüsse. Bei einem Gespräch werden interessierte Bewerber über die genauen Möglichkeiten beraten. Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahres beim Internationalen Bund (IB) ist ab September 2019. Zwischeneinstiege sind nach Absprache möglich.

Wer dabei sein möchte: Einfach anfragen, sich beraten und informieren lassen. Der Internationale Bund, Freiwilligendienste Reutlingen, hat seinen Sitz in der Mittnachtstraße 13 in 72760 Reutlingen und ist unter Telefon (0 71 21) 4 33 08 2-0, zu erreichen. E-Mails an freiwilligendienste- reutlingen@ib.de, mehr im Netz unter www.ib-freiwilligendienste.de/reutlingen. pm


Mit langer Tradition


Gemeinsam und friedlich

Geschichte: Woher stammt eigentlich die Idee der Freiwilligendienste? Die Ursprünge liegen in der Schweiz.

Seinen Ursprung hat das Konzept der Freiwilligendienste der Bürger in der Schweiz. Im Jahr 1920 rief der Pazifist Pierre Cérésole den „Service Civil International“ (SCI) ins Leben. Dafür trommelte er junge Menschen aus ganz Europa zusammen, die gemeinsam das im Ersten Weltkrieg auf dem Gebiet des Schlachtfeldes von Verdun zerstörte Dorf Varennes- en-Argonne wieder aufbauten. Die gemeinsame Arbeit sollte nicht nur den Menschen wieder eine Heimat geben, sondern auch zur Völkerverständigung beitragen und so zukünftigen Konflikten den Nährboden entziehen.

Zwei Dinge waren in dieser Zeit ungewöhnlich: Zum einen, dass sich sowohl Männer als auch Frauen in den Freiwilligendiensten einbrachten. Und zum anderen stand das freiwillige bürgerschaftliche Engagement im Gegensatz zur damals noch vorherrschenden militärischen Disziplin.

In Deutschland war es der Soziologe Eugen Rosenstock-Huessy, der sich an der Entwicklung der Freiwilligendienste beteiligte. Dazu gehört auch die 1927 gegründete Löwenberger Arbeitsgemeinschaft, deren Ziel es war, die Wohn- und Arbeitsverhältnisse der Menschen im Waldenburger Land in Schlesien zu verbessern. swp

Malteser Hilfsdienst gGmbH
Stadt Metzingen
Diakoniegesellschaft Münsinger Alb mbH
Bruderhaus Diakonie
IB Freiwilligendienste Reutlingen
Datenschutz