Sonderveröffentlichung

Karriere im Gesundheitswesen Gute Gründe für eine Ausbildung in der Pflege

Beruf: Von der Babystation bis zum Hospiz – in allen Phasen des Lebens gibt es Zeiten, in denen Menschen pflegerische Unterstützung brauchen. Und genauso vielfältig sind die Arbeitsfelder derjenigen, die Pflege als berufliche Dienstleistung erbringen.

Pflegefachkräfte haben viele Aufgaben: Sie behandeln, beraten und hören zu – sie sind in ihrem Beruf zentrale Ansprechpartner. Foto: ©Olena Yakobchuk/Shutterstock.com

5.04.2021

Professionell Pflegende gehen zu den Menschen nach Hause, um Pflegebedürftige in deren Wohnung zu unterstützen. Sie sorgen auch auf Palliativstationen für ein schmerz- und angstfreies Lebensende in Würde, sie bringen umfangreiches Spezial- und Erfahrungswissen ein, damit Schwerstkranke oder kleinste Frühgeborene auf Intensivstationen überleben können.

Pflegefachkräfte müssen sich in ihrem beruflichen Alltag auch immer wieder neuen Anforderungen stellen: behandeln, entscheiden, beraten und zuhören. In ihrem Beruf sind sie rund um die Uhr zentrale Ansprechpartner für die zu Pflegenden und ihre Angehörigen. Und sie sind enorm wichtig, denn bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland auf über vier Millionen Menschen erhöht haben.

Grund dafür ist der Anstieg der Lebenserwartung der Menschen: 2060 werden Männer in Deutschland eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84,5 Jahren haben, Frauen sogar von 89 Jahren.

Sieben Gründe für den Einstieg in Pflegeberufe:

1. Arbeit mit Sinn.

Es gibt viele Menschen, denen ihre Arbeit sinnlos vorkommt – etwa, weil sie den ganzen Tag nur am PC sitzen und gar nicht sehen, was am Ende dabei rauskommt. Pfleger erleben die Sinnhaftigkeit ihres Berufs jeden Tag: Sie helfen dabei, dass es anderen Menschen besser geht.

2. Arbeit mit Zukunft.

Der Fachkräftemangel in der Pflege wird nicht von heute auf morgen behoben sein. Der demografische Wandel bewirkt, dass wir immer älter werden – und das Alter bringt es oft mit sich, dass wir auf Hilfe angewiesen sind. Gutes Personal wird momentan händeringend gesucht – und sicherlich auch in etlichen Jahren noch.

3. Arbeit mit vielen Aspekten.

Während andere tagein, tagaus dasselbe machen – manchmal nur einige Handgriffe, ist der Pflegeberuf vielseitig. Pfleger brauchen medizinisches Fachwissen genauso wie Sozialkompetenz. Sie sollten flexibel, belastbar und empathisch sein.

4. Arbeit mit Aufstieg.

Wer als Pfleger anfängt, kann sich hocharbeiten. Pflegedienstleitung, Selbstständigkeit oder gar noch ein Studium obendrauf – der Karriereleiter sind kaum Grenzen gesetzt.

5. Arbeit mit Abwechslung.

Hier müssen Blutwerte gemessen werden, dort will sich jemand unterhalten. Die Angehörigen haben Fragen, am Schreibtisch wartet noch die Dokumentation. Eintönig wird es in der Pflege nie.

6. Arbeit mit Persönlichkeit.

In der Pflege arbeitet man viel mit Menschen. Man lernt sie alle kennen: die fröhlichen, die brummigen, die aufgeweckten, die einsamen. Und auch bei den Kollegen sind alle möglichen Typen vertreten. Wer Menschen mag, ist im Pflegeberuf genau richtig.

7. Arbeit mit Mehrwert.

Auch wenn man sich das wahrlich nicht wünscht: Gut möglich, dass man seine in der Pflege erlernten Fähigkeiten auch einmal privat brauchen kann. Etwa als Mutter, wenn das Kind krank ist. Oder als Sohn oder Tochter eines pflegebedürftigen Vaters. Gut, wenn man dann aufgrund seiner Ausbildung schon weiß, was im Einzelnen zu tun ist. pm

Stützen des Gesundheitswesens

Pflegekräfte sind die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Und sie werden gebraucht, nicht erst seit der Corona-Krise. Ob stationär oder ambulant, ob Kranken- oder Altenpflege – die Nachfrage der Betriebe nach Fachkräften in diesen Berufen wird angesichts des demografischen Wandels weiter ansteigen.

Neben den pflegerischen Berufen sind es auch die therapeutischen und sozialpädagogischen Arbeitsfelder, die gefragt sind. 1,6 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in der Kranken- und Altenpflege. Davon zwei Drittel in der Krankenpflege, ein Drittel in der Altenpflege.