Sonderveröffentlichung

Sanierung der Schule Auf Mauern Innen ist fast alles neu

Bempflingen: Die Sanierung der Grundschule „Auf Mauern“ geht ihrem Ende entgegen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro.

Mit einer Investition von 3,3 Millionen Euro hat die Gemeinde Bempflingen ihre Grundschule Auf Mauern saniert und zukunftsfähig gemacht. Fotos: Norbert Leister

14.09.2020

Ein Jahr lang haben zahlreiche Handwerker der unterschiedlichsten Gewerke in der Grundschule „Auf Mauern“ in Bempflingen gearbeitet.

„Mit dem letzten Schultag im vergangenen Jahr haben die Arbeiten im Gebäude begonnen“, erläutert Bürgermeister Bernd Welser. Die Kernsanierung im Innenbereich sei notwendig geworden, weil unter anderem Brandschutzanforderungen nicht mehr erfüllt wurden. Die Holzvertäfelungen von den Decken mussten weg, der Schallschutz sollte verbessert werden.

Damit einher ging, dass Stromleitungen und die Beleuchtung im gesamten Haus ausgetauscht werden mussten. „Es ging ja nicht an, dass wir jetzt die Decken erneuern und in einem Jahr wären die Stromleitungen dran gewesen“, so Welser.

Mueller Benzing Partner mbB, Freie Architekten

Als die Sommerferien im vergangenen Jahr begonnen hatten, war schon klar, dass die Schülerinnen und Schüler nicht wieder in ihr gewohntes Gebäude einziehen konnten. Ausweichquartiere gab es im Bempflinger Dorfgemeinschaftshaus sowie in Containern. Ein Jahr lang waren die Grundschüler also in anderen Räumlichkeiten – die Bauarbeiten „Auf Mauern“ sind laut Welser so im Zeitrahmen, dass die Kinder nach den jetzigen Sommerferien wieder dort einziehen können. Ob die Schüler, die ihr altes Schulhaus gewohnt waren, das Gebäude wiedererkennen werden?

Bis auf das Mobiliar ist in dem Haus fast alles neu. Vom Treppenhausgeländer über die Decken, die Beleuchtung, im ersten und zweiten Obergeschoss die Fußböden. Und manche Räume gab es zuvor gar nicht wie etwa ein Büro für die Schulsozialarbeit und einen Besprechungsraum sowie ein Zimmer für das Sekretariat, das nun nicht mehr mit dem Rektorat zusammen sein wird. Um 90 Grad gedreht wurde der Raum für den Hausmeister im Eingangsbereich, „dadurch ist Platz für einen zusätzlichen Raum für die Kernzeitbetreuung entstanden“, berichtet Bürgermeister Welser.

Neu sind alle Fenster im Gebäude – ein Posten, der bei den Sanierungsarbeiten allein mit rund 400 000 Euro zu Buche schlägt. Ein spezielles Farbkonzept für die Fenster ist von hellgelb bis rot entworfen worden, genauso wie für einzelne farbige Wände in den Klassenzimmern – die erwarten allerdings die Schüler nun nach den Ferien „in unaufdringlichen Pastelltönen“.

Leichte Mehrkosten

Kalkuliert worden war mit Kosten in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro, „es werden nun wohl 3,3 Millionen“, so Bernd Welser. Vor unliebsamen Überraschungen in einem Gebäude aus dem Jahr 1967 sei man nun mal nicht gefeit. Aber immerhin: Zuschüsse vom Land über etwa 700 000 Euro wurden genehmigt.

Einiges in dem Gebäude wird neu sein, das man auf den ersten (und zweiten) Blick gar nicht sieht: Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen, digitale Anschlüsse in allen Klassenzimmern, die Heizungsverteilung, LED-Leuchten im gesamten Gebäude und manches mehr. „Eine Fluchttreppe gab es glücklicherweise schon“, sinniert Welser. Sonst wären die Kosten noch deutlich höher gewesen.

Die Perspektive der Schule für etwa 120 Schüler? „Mit der Sanierung wurde die Voraussetzung für die nächsten Schülergenerationen geschaffen“, sagt der Bürgermeister. Die Außensanierung der Schule soll auch noch folgen. Irgendwann. Von Norbert Leister