Sonderveröffentlichung

Schule, Ausbildung, Beruf Die Top-Jobs im „Ländle“

Branche mit Zukunft: In der Metall- und Elektroindustrie kann man auch heute noch Karriere machen. Foto: PR/Südwestmetall

Branchen: Die Metall- und Elektroindustrie im Südwesten bietet attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit Perspektive. Auch ein Studium ist möglich.

Die Metall- und Elektroindustrie (M+E) ist das Herz der baden- württembergischen Wirtschaft. Die knapp über eine Million M+E-Beschäftigten im Südwesten gehören zu den bestbezahlten Industriefachkräften der Welt. Denn: Das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen in der M+E-Industrie Baden-Württembergs betrug im vergangenen Jahr rund 65 000 Euro.

Bei der M+E-Industrie gibt es die Top-Jobs im ‚Ländle‘. Und gute Leute sind immer willkommen. Die Branche bietet hervorragende Möglichkeiten zum beruflichen Einstieg für Schul- und Hochschulabsolventen, interessante Tätigkeiten, sehr gute Verdienstchancen und nahezu alle Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung.

Autos, Maschinen und Anlagen, Werkzeuge, Medizin-, Elektro- und Umwelttechnik, Metallverarbeitung und vieles mehr: In zahlreichen Disziplinen sind M+E-Betriebe aus Baden-Württemberg führend. In kaum einer Region weltweit gibt es vergleichbar viele Weltmarktführer, die Lösungen für die Zukunft entwickeln. Wer sich für eine Ausbildung in der M+E-Industrie entscheidet, kann diese Zukunft mitgestalten.

Entsprechend vielfältig ist das Angebot an Berufsbildern in der dualen Ausbildung: Mechaniker, Elektroniker, Metalltechniker, Mechatroniker, Designer, aber auch verschiedene kaufmännische Berufe bieten Chancen für junge Menschen mit unterschiedlichen Neigungen und Fähigkeiten.

In der Regel dauert die Ausbildung zum Facharbeiter drei oder dreieinhalb Jahre, in einzelnen Disziplinen führt eine zweijährige Ausbildung zum Berufsabschluss. Zudem bieten viele Betriebe Plätze für ein duales Studium an, also eine Kombination von betrieblicher Ausbildung und Hochschule.

In der baden-württembergischen M+E-Industrie stimmt die Bezahlung schon in der Ausbildung. Im ersten Jahr erhalten die Azubis tariflich schon über 1000 Euro pro Monat, im zweiten Jahr sind es bereits mehr als 1100 Euro, im dritten schon rund 1200 Euro und im vierten rund 1270 Euro. Urlaubs- und Weihnachtsgeld kommen noch hinzu.

Karrieren eröffnen sich

Wer sich nach der Schule für eine Ausbildung in einem M+E-Betrieb entscheidet, muss auch keine Angst haben, in eine Karrieresackgasse zu geraten. Das Gegenteil ist der Fall: Für Fachkräfte gibt es zahlreiche Weiterentwicklungsoptionen. Dabei sind sowohl Fach- als auch Führungskarrieren möglich.

Die baden-württembergischen M+E-Betriebe benötigen gut ausgebildete Fachkräfte sowohl aus dem dualen als auch aus dem akademischen Bereich. Diese sollten auch die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung mitbringen, da sich auch die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung rasend schnell verändert. Nicht nur die typischen Techniker- und Meisterwege stehen in der M+E-Industrie offen. Auch ein späteres Studium, sei es berufsbegleitend oder während einer vorübergehenden Freistellung, ist selbst dann möglich, wenn man kein Abitur in der Tasche hat.

Wer gerne Elemente des klassischen Studiums mit einer M+E-Ausbildung verbinden will, für den bietet sich ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in den Bereichen Wirtschaft, Technik oder Sozialwesen an. Das zentrale Merkmal der DHBW sind die wechselnden Theorie- und Praxisphasen sowie die enge Kooperation zwischen der Hochschule und ihren dualen Partnern, den Betrieben.

Das am Lernort „Hochschule“ erworbene theoretische Wissen kann im Lernort „Unternehmen“ sofort praktisch umgesetzt und vertieft werden. Die Firmen wählen die Studierenden selbst aus, schließen mit ihnen einen dreijährigen Vertrag und bieten ihnen über die gesamte Studiendauer hinweg eine monatliche, fortlaufende Vergütung.

Sehr gute Berufschancen in der M+E-Industrie gibt es natürlich auch für Absolventen der Universitäten und der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Die Studierenden sollten ruhig den Mut haben, nach dem Bachelor- Abschluss nicht unmittelbar den Master anzuschließen, sondern erst einmal praktische Erfahrungen in der M+E-Industrie zu sammeln.

Berufserfahrungen sind vor allem für Ingenieure ein wichtiger Baustein, um die richtige Entscheidung zwischen Fach- oder Führungskarriere und dem passenden weiterführenden Studium treffen zu können. pm


Internationale Erfahrungen

Karriere: Im Studium ist Erasmus bekannt. Doch auch Lehrlinge können während der Ausbildung ins Ausland.

Azubis können während ihrer Lehre ins Ausland. Foto: dpa
Azubis können während ihrer Lehre ins Ausland. Foto: dpa

Auch für Auszubildende gibt es die Option, mit Erasmus über den eigenen Tellerrand zu blicken und für eine Weile im Ausland zu arbeiten. Vorab sollte man aber einige Fragen klären.

Wie gehe ich vor? Der erste Ansprechpartner ist entweder der Ausbilder im Betrieb oder der Lehrer. „Die müssen dem zustimmen“, erklärt Bertold Hübers von der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung. Eventuell gibt es bereits entsprechende Angebote des Betriebs oder der Schule. Ansonsten können Azubis sich bei so genannten Pool-Projekten bewerben, die Zugang zu Stipendien bieten. Auch die Industrie- und Handels- oder die Handwerkskammern sind Anlaufstellen.

Welche Förderungen kann ich bekommen? Das Programm „Erasmus +“ bietet Azubis finanzielle Zuschüsse für Aufenthalte in den EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei und Mazedonien. Für andere Länder gibt es das vom Bundesbildungsministerium ins Leben gerufene Pilotprojekt Ausbildung-Weltweit.

Wie lange darf mein Auslandspraktikum dauern? Bei „Erasmus +“ ist eine Dauer von zwei Wochen bis zwölf Monaten vorgesehen. Üblich seien vier bis sechs Wochen, erklärt Hübers. Bei AusbildungWeltweit ist die Zeit auf drei Wochen bis drei Monate beschränkt. Laut Berufsbildungsgesetz sollten Auslandspraktika maximal ein Viertel der Ausbildungszeit ausmachen.

Was bringt mir das? Sich außerhalb der Heimat beweisen zu müssen – das stärkt persönlich. „Dadurch wird man selbstbewusster“, sagt Hübers. Aber auch die fachliche Seite ist wichtig. Teilnehmer berichten Hübers zufolge, dass sie nach einem Aufenthalt mehr Spaß an ihrer Arbeit haben. Amelie Breitenhuber, dpa

Rampf Holding GmbH & Co. KG
Institut Prof. Dr. M. Menton, Dr. S. Menton und Partner
Hotel & Restaurant Schwanen
IB Freiwilligendienste Reutlingen
Seibold GmbH
Datenschutz