Sonderveröffentlichung

Gesund leben Meist plötzlich und oft ganz still

Etwa 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Schlaganfall. Viele wären vermeidbar. Von Marie-Louise Abele

Bei dem Verdacht auf einen Schlaganfall zählt bei der Hilfe jede Minute. Foto: @Robert Kneschke/Fotolia.com

13.10.2020
Praxis für Prävention und integrative Therapie

In Deutschland ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache, aber auch die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung. Mehr als 80 Prozent aller Schlaganfall-Patienten sind älter als 60 Jahre. Grund genug, Risiken rechtzeitig vorzubeugen.

Es gibt zweierlei Arten von Schlaganfall: Bei einer zu geringen Versorgung des Gehirns mit Blut bekommen Hirnregionen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe. Ausgelöst wird das in mehr als 80 Prozent der Fälle durch einen Verschluss der Arterie im Gehirn, sogenannte Gerinnsel, die zu Thrombosen führen. In selteneren Fällen ist eine Hirnblutung nach Riss eines Blutgefäßes der Auslöser. Warnsignale für einen Schlaganfall können zum Beispiel Lähmungserscheinungen im Gesicht oder eines Armes oder Beines sein, Sprach- und Sehstörungen, Übelkeit, Drehschwindel mit Gleichgewichtsstörungen oder auch schnell auftretende, heftige Kopfschmerzen. Dauern diese Beschwerden weniger als 24 Stunden an, spricht man von einer Transitorische ischämische Attacke, die als Vorbote eines Schlaganfalls gilt und medizinisch behandelt werden sollte, um Schlimmeres zu verhindern.
   

Erste Hilfe beim Schlaganfall: Der FAST-Test

F (Face): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel, ist es ein Anzeichen für eine Halbseitenlähmung.

A (Arms): Fordern Sie den Betroffenen auf, beide Arme zu heben. Bei einer Lähmung sinkt ein Arm ab.

S (Speech): Lassen Sie den Betroffenen einen einfachen Satz wiederholen. Gelingt es verwaschen oder gar nicht, könnte eine ausgelöste Sprachstörung vorliegen.

T (Time): Bei Verdacht nicht zögern und umgehend den Rettungsdienst unter 112 wählen.