Sonderveröffentlichung

Berufswahl und Zukunft Plötzlich Azubi – Checkliste für den Start

Von Giro-Konto bis Krankenversicherung: Vor dem ersten Ausbildungstag gibt es viel zu organisieren.

ILLUSTRATIONEN: © RODIN ANTON, © HUZA STUDIO/SHUTTERSTOCK.COM

1.10.2021

Vor dem ersten Ausbildungstag sollten angehende Lehrlinge eine Checkliste erstellen. Das rät Berufsberaterin Ines Keitel von der Agentur für Arbeit. Darauf können sie all das festhalten, was es für einen erfolgreichen Ausbildungsbeginn zu organisieren gilt.

So brauchen Azubis etwa eine elektronische Lohnsteuerkarte, ein Girokonto, eine Krankenversicherung sowie einen Sozialversicherungsausweis. Zur Sozialversicherung zählen die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und gesetzliche Unfallversicherung. Die Beiträge hierfür werden automatisch von der Ausbildungsvergütung abgezogen.

Ersten Ausbildungstag

Als Azubi müsse man sich selbst krankenversichern, erklärt Berufsberaterin Ines Keitel. Ihren Sozialversicherungsausweis erhalten Azubis von der Krankenkasse, die Rentenversicherungsnummer teilt der Rentenversicherungsträger zu.

Darüber hinaus lohnt es, den ersten Ausbildungstag schon in Gedanken durchzuspielen. Etwa, indem man sich überlegt, was man anziehen möchte, wie man zum Betrieb kommt und wo man am ersten Tag an Informationen kommt.

Angehende Azubis sollten auch das Berufsbildungsgesetz und ihre jeweilige Ausbildungsverordnung kennen. Darin erfahren sie alles über ihre Rechte und Pflichten. Die Homepage „abi.de“ weist etwa darauf hin, dass Ausbildungsmittel kostenfrei zur Verfügung gestellt werden müssen. Die monatliche Vergütung muss für Azubis seit 2021 außerdem bei mindestens 550 Euro im Monat liegen. dpa

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Girokonto

Die meisten haben es vermutlich schon lange: ein eigenes Konto. Dorthin wird künftig jeden Monat deine Ausbildungsvergütung überwiesen. Die Kontodaten solltest du parat haben, weil du sie der Personalabteilung mitteilen musst, die sich um die Gehaltsabrechnungen kümmert.


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Steueridentifikationsnummer

Auch diese Zahlenreihe solltest du dabei haben. Früher musste man dem Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte mitbringen, die einem vom Finanzamt zugeschickt worden war. Heute meldet dich deine Firma quasi beim Finanzamt an, dazu braucht sie deinen Namen und dein Geburtsdatum – und eben die Steueridentifikationsnummer. Falls du noch keine hast, solltest du beim für dich zuständigen Finanzamt nachhaken.


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Krankenversicherung

Sobald du Azubi bist, bist du nicht mehr über deine Eltern krankenversichert. Wer sich keine Gedanken macht, für den sucht der Arbeitgeber eine Krankenversicherung aus. Aber sich selbst vorher zu informieren, ist besser: Viele Krankenkassen bieten Bonusprogramme oder Spezialtarife fürAzubis. Wer vergleicht, kann sparen.


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Sozialversicherungsausweis

Dein Arbeitgeber bezahlt künftig die Beiträge zur Sozialversicherung, zum Beispiel für die Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung. Dafür brauchst du einen Sozialversicherungsausweis. Auch den bekommst du normalerweise automatisch – sollte das nicht der Fall sein, kannst du ihn bei der Krankenkasse beantragen.


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Sonstige Versicherungen

Bisher warst du in vielen Bereichen bei deinen Eltern mitversichert, das ändert sich nun in einigen Gebieten. Je nachdem, ob du von zu Hause ausziehst, brauchst du eine Unfall- oder Haftpflichtversicherung. Über eine Berufsunfähigkeitsversicherung solltest du auch nachdenken, die kostet für Berufsanfänger nicht die Welt. Je später man dabei einsteigt, desto teurer wird es.


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Kurz vorher

Ein paar Tage vor dem ersten Tag solltest du dir Gedanken über den konkreten Ablauf machen. Was willst du anziehen? Gibt es in der Firma einen Dresscode? Wie kommst du hin, wo genau musst du dich anmelden? Wenn noch Fragen offen sind, dann ruf einfach nochmal kurz bei deinem neuen Arbeitgeber an.


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Alles erledigt?

Super, dann kann der erste Tag ja kommen. Plan genügend Zeit ein, um nicht zu spät zu kommen – denn da würdest du einen richtig schlechten Eindruck hinterlassen. Und wenn du aufgeregt bist, denk dran: Jeder hat mal seinen ersten Tag durchgestanden – selbst der Chef oder der Ausbildungsleiter!