Sonderveröffentlichung

Riederich im Ortsporträt Lebens- und liebenswert

Kommune: Ein Hallenbad, Räume für die Diakonie-Sozialstation, Erweiterung des Kindergartens, das Mehrgenerationen-Projekt Baldauf-Areal und Jugendtreff: Riederich investiert in die Infrastruktur.

Der Kindergarten Weiherstraße wird erweitert. Foto: Archiv

16.11.2020

Liebens- und lebenswert zu sein: Das ist wohl der Wunsch einer jeden Kommune. Dazu braucht es attraktive Angebote für jede Altersstufe, quasi vom Stilltreff bis zum Seniorenwohnen. Die Gemeinde Riederich tut seit vielen Jahren ihr Bestes, um die bestehenden Angebote zu erhalten und, wenn möglich, sogar noch auszubauen. Um die beiden Beispiele Stilltreff und Seniorenwohnen aufzugreifen: Beides gibt es in der Ermsgemeinde und dazu noch vieles mehr.

Von klein auf werden die jüngsten Bürger versorgt, die Gemeinde unterhält drei Kindergärten, eine Krippe und einen Tiger, zudem ist an der Gutenbergschule eine Kernzeitbetreuung untergebracht. Viele Vereine sorgen für ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten für jede Altersklasse, ob es nun Musik, Sport, Narretei, Kleintierzucht oder die Feuerwehr ist. Auch im früheren Rathaus ist einiges geboten: Nach einem grundlegenden Umbau steht es den Einwohnern seit Ende 2002 als Bürgerhaus zur Verfügung. Im Erdgeschoss befinden sich zwei allgemeine Veranstaltungsräume, die überwiegend von der Volkshochschule genutzt werden. Das Obergeschoss beherbergt die Bibliothek, mit einem Bestand von rund 8000 Medien. Die Geschäftsstelle des TSV Riederich sowie eine Mietwohnung sind im Dachgeschoss untergebracht. Doch es bleibt nicht bei dem Status quo, sondern die Gemeinde, Vereine und Institutionen weiten ihr Angebot stetig aus. Im Bereich der Versorgung und der Sozialdienste gab es in diesem Jahr gleich zwei große Ereignisse: Im April ging der lang ersehnte Spatenstich am Baldauf- Areal über die Bühne, von dem mit der neuen Tiger-Gruppe, die dort unterkommt, auch die Jüngsten profitieren. Rund 8,5 Millionen Euro wird der Neubau kosten, davon übernimmt die Gemeinde 2,7 Millionen für den Bau von altersgerechten Wohnungen, die Arztpraxis, die Stellplätze, den Tiger und den Gemeinschaftsraum. Weitere Projektbeteiligte sind die Baugenossenschaft Pfullingen und die Samariterstiftung für den Bau der Wohnungen beziehungsweise das Betreiben des Pflegeheims.

Nur zwei Monate später, im Juli, war Startschuss für den Bau der Außenstelle der Diakonie-Sozialstation in der Metzinger Straße, zusätzlich werden in dem Gebäude weitere seniorengerechte Wohnungen entstehen.

Auch für die jüngere Generation tut sich derzeit einiges im Ort: Wegen steigender Geburtenzahlen werden die Kindergartenplätze knapp, im Februar hat der Gemeinderat darum beschlossen, den Standort Weiherstraße um zwei Gruppen zu erweitern. Und für die Schüler wird, direkt neben der Gutenbergschule, momentan ein neuer Jugendtreff eingerichtet, der offene Treffs, aber auch Kurse und Programmpunkte an drei Tagen pro Woche bieten soll.

Ein Großprojekt, das die Gemeinde auf den Weg gebracht hat, ist die Sanierung und Erweiterung des Lehrschwimmbeckens hin zu einem kleinen Hallenbad. Es ist gelungen, Fördermittel von einer Million an Land zu ziehen, die Gemeinde trägt den Rest des rund 4,4 Millionen teuren Großprojektes. Die Bevölkerung wurde vorab befragt und war mit einer breiten Mehrheit dafür. So wird es bald zusätzlich zum Schwimmunterricht und den Sportkursen dort ein kleines Familienbad geben, das eine weitere Attraktion in der Gemeinde sein wird.

Möglich sind diese neuen Vorhaben dank eines soliden Haushaltes: 2018 war die Gemeinde Riederich schuldenfrei. Allerdings wird sich der Handlungsspielraum angesichts der Vorhaben in den nächsten Jahren wohl einschränken. Doch dafür hat die Gemeinde investiert, um auch in Zukunft lebens- und liebenswert zu sein. Anja Weiß

Riederich in Zahlen

Einwohner: 4350
Höhenlage Tiefster Punkt: 312.6 Meter ü. NN, höchster Punkt: 384,6 ü. NN
Fläche des Gemeindegebiets: 464 Hektar, davon sind etwa die Hälfte landwirtschaftliche Fläche, ein Drittel Siedlungs- und Verkehrsfläche und die restlichen 18 Prozent Wald.
Wirtschaft: Rund 390 Gewerbebetriebe und Selbständige sind in der Gemeinde gemeldet
Vereine: Es gibt eine Feuerwehrabteilung mit Jugendfeuerwehr, TSV, Musikverein, Sängerbund, Schützenverein, Pfadfinder, Kleintierzuchtverein, VdK, Narrenzunft, Förderverein Gutenbergschule und das Zentrum.