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Mobil 2019: Auto im Frühjahr Wettermix und Wildtiere

Frühlingszeit ist Wechselzeit: Autofahrer sollten erst auf Sommerreifen wechseln, wenn es durchgehend sieben Grad warm ist. Foto: dpa
Frühlingszeit ist Wechselzeit: Autofahrer sollten erst auf Sommerreifen wechseln, wenn es durchgehend sieben Grad warm ist. Foto: dpa

Saison: Auch wenn es einem manchmal so vorkommt: Der Frühling ist kein zweiter Sommer und hält für Autofahrer so manche Überraschung bereit.

Die Tage sind nun länger, die Temperaturen steigen, und schon ist im Stadtverkehr und auf der Landstraße das eine oder andere offene Cabrio zu sehen.

Im Frühling kann es nachts aber immer noch ziemlich kalt sein, während tagsüber oft schon T-Shirt-Wetter herrscht. Entsprechend vielfältig sind auch die Wetterrisiken für den Straßenverkehr. Vor allem die Sonne ist nicht zu unterschätzen. „Die besondere Gefahr im Frühjahr besteht darin, dass die Sonne jeweils zu den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs auf- und untergeht“, sagt Meteorologe Meeno Schrader von Wetterwelt in Kiel.

„Das heißt, sie steht sehr tief und kann vor allem dann blenden, wenn besonders viele Autos unterwegs sind.“ Ist dann zusätzlich die Windschutzscheibe schmutzig, drohe eine Art Blindflug, weil die Sicht durch die Streuung noch stärker eingeschränkt sei.

Launen des Wetters

Grundsätzlich biete der Frühling wettermäßig fast alles, so Schrader. Nicht zuletzt durch den Klimawandel habe die Launenhaftigkeit des Wetters zugenommen. Graupel- oder Hagelschauer beispielsweise könnten binnen kürzester Zeit zu extremer Glätte führen. „Man kann diese Schauer bei Tageslicht sehen: Sie kommen als grau-weiße Wand auf einen zu. Dann sofort Fuß vom Gas und vorsichtig ausrollen lassen“, empfiehlt Schrader. Daneben sei sogar bis Mitte April auch noch mit Nachtfrösten zu rechnen. Zudem bestehe speziell in Waldstücken Frostgefahr, was zu Glatteis führen könne.

Gefährlich werden diese Situationen speziell für alle, die zu früh die Reifen gewechselt haben. „An der alten Regel von O bis O – also Oktober bis Ostern – ist durchaus etwas dran. Auf Sommerreifen sollte man erst wechseln, wenn durchgängig mindestens sieben Grad gemessen werden“, sagt Michael Schneider von der Kfz-Innung Sachsen-West.

Auch muss im Frühjahr vermehrt mit beschädigten und rutschigen Straßen gerechnet werden. „Fahrbahnschäden, Schlaglöcher und Splitt erhöhen das Unfallrisiko“, warnt Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD).

Der Frühjahrsmüdigkeit, die sich meist durch eine gewisse Mattigkeit äußert, können Autofahrer durch regelmäßige Bewegungspausen an der frischen Luft am besten begegnen. Noch besser ist es, regelmäßig draußen Sport zu treiben. Das hat gleich zwei Vorteile. Erstens beschleunigt warme, frische Luft den Anpassungsprozess des Körpers an die wärmere Jahreszeit. Zweitens unterdrückt Tageslicht das Müdemacher- Hormon Melanin.

Besonders betroffen von Frühjahrsmüdigkeit sind wetterfühlige Menschen und solchte mit niedrigem Blutdruck – Frauen also eher als als Männer und Ältere eher als Jüngere. Vor allem diese Menschen sollten das große Gähnen im Frühjahr rechtzeitig mit viel Bewegung bekämpfen.

Tiere unterwegs

Eine weit verbreitete Gefahr sind Wildtiere, die vermehrt unterwegs sind, wenn die Temperaturen steigen. „Viele Rehe, Hirsche, Wildschweine und auch Kleinsäuger wie Marder und Feldhasen verlassen jetzt ihre Winterquartiere, um auf Futter- und Partnersuche zu gehen“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Autofahrer sollten daher in der Dämmerung und nachts in Bereichen mit Wildwechsel besser besonders achtsam sein. Straßenschilder warnen in stark frequentierten Bereichen zusätzlich. Claudius Lüder, dpa


Für eine wirklich gute Sicht

Sicherheit: Eine Sonnenbrille im Auto parat zu haben, ist sinnvoll. Doch was ist das beste Modell?

Von vielen sehnlichst erwartet, kann die Frühlingssonne Autofahrer auch blenden. Sehschärfe und Kontrastsehen werden dann schlechter, erklärt das Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Zudem kämpfen Autofahrer auch noch mit Reflexionen von den Scheiben, durch den Vordermann oder von nassen Straßen.

Helfen kann da eine passende Sonnenbrille. Die schluckt Reflexionen und steigert Kontraste. Besonders gut können das Brillen mit polarisierenden Gläsern. Eine Entspiegelung der Vorderund Rückseite reduziert zudem Reflexionen auf dem Glas der Brille selbst.

Aber zu dunkel darf die Brille nicht sein. Von den fünf Blendschutzkategorien eignet sich „2“ hierzulande am besten, „3“ nur eingeschränkt. Letztere ist sogar beim Autofahren unzulässig, wenn es dunkel wird. Mit der höchsten Stufe „4“ dürfen Autofahrer generell nicht ans Steuer. Wer nicht weiß, wie dunkel seine alte Brille ist, kann beim Optiker nachfragen.

Gläser mit Verlauf können ebenfalls sinnvoll sein. Deren Tönung wird nach unten heller. Damit wird der Blick nach unten auf die Instrumente erleichtert. Besonders gut machen sich Gestelle mit großen Gläsern und dünnen Bügeln. Sie decken die Augen weiträumig ab, behindern zu den Seiten aber das Blickfeld möglichst wenig. dpa

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