Von Axel Raisch 

Eine derartige Maßnahme, die das tägliche Leben wesentlich erleichtert und den Verbleib in den eigenen vier Wänden oft überhaupt erst möglich macht, kann mit den Fachbetrieben der Sanitär-Heizung-Klima-Innung auch in bewohnten Räumen ohne größere Beeinträchtigungen erfolgen.

Ist der Pflegegrad der Kunden geklärt, könne mit der Planung und Umsetzung eines Teil- oder Vollumbaus begonnen werden, erklärt Diplom-Ingenieur Rainer Häfele vom gleichnamigen SHK-Fachbetrieb in Göppingen. Denn die konkreten Zuschüsse variierten von Kasse zu Kasse und von Einzelfall zu Einzelfall. Den konkreten Zuschussbetrag erfahren die Kunden erst bei der Endabrechnung, weiß Häfele. Wichtig sei jedoch, dass eine finanzielle Förderung vor Beginn der Arbeiten beantragt werde und die Kunden das Angebot des SHK-Fachbetriebs nach Erhalt einreichten. 


Elements GmbH

Die konkrete Beratung dazu erfolgt durch die Kassen, Sozialdienste, Steuerberater oder die KfW. Mit ersten Tipps und Adressen können die Innungsbetriebe den Kunden jedoch den Weg weisen und die Arbeiten entsprechend begleiten. „So ist beispielsweise eine KfW-Förderung nicht kombinierbar mit einer steuerlichen Geltendmachung der handwerksnahen Dienstleistung“, erläutert Häfele. Zudem müsse gerade bei den KfW-Töpfen abgewartet werden, was 2020 dort erhältlich sei. Für 2019 sind sie bereits seit Wochen voll ausgeschöpft.

Gerade in den oftmals schwierigen Situationen ist es hilfreich, Partner an der Seite zu haben, die Kunden kompetent und ganzheitlich beraten können. „Dabei steht immer der Wunsch des Kunden im Mittelpunkt, doch wir wissen aufgrund unserer langjährigen und vielfältigen Erfahrung, worauf es ankommt“, so der Pressesprecher der SHK-Innung, Rainer Häfele, weiter. Wie entsteht nun ein solches Bad?
  

Wohlfühlraum auch im Alter

„In einem Erstgespräch in unseren Schauräumen im Stauferpark ermitteln wir zusammen mit den Kunden deren Wünsche und Bedürfnisse. Eine Auswahl an Badausstattungen vermittelt dabei einen Eindruck, was alles möglich ist. Denn auch ein barrierefreies, altersgerechtes Bad muss nicht den sterilen Charakter von Klinikräumen versprühen“, sagt Rainer Häfele. „Das Bad soll auch im Alter ein Wohlfühlraum sein.“ Chic und elegant ließen sich Elemente, die hilfreich und nützlich bei der Körperpflege für Kunden und auch Betreuungspersonal seien, integrieren. „Um eine Vorstellung von der späteren Gestaltung zu bekommen, erstellen wir nach der Ermittlung des Umbauziels und der Vermessung der Räume dreidimensionale Pläne, die konkret erkennen lassen, wie es einmal aussehen wird“, so der Diplom-Ingenieur weiter.
  

Gespräch auch beim Kunden zu Hause
 

Vor dem Umbau: Enge Toilette, ungenutzte Badewanne, Dusche mit hohem Einstieg. 
Vor dem Umbau: Enge Toilette, ungenutzte Badewanne, Dusche mit hohem Einstieg. 

Sitzgelegenheiten in der bodengleichen Dusche müssten nicht unbedingt ausklappbare Flächen sein, sondern könnten auch modern gestaltete Sitzbänke im Stile des Bades sein, nennt Rainer Häfele als Beispiel. Wichtig ist den Mitarbeitern der Firma Häfele auch die Integration eines „guten Lichts“. Ausreichende Beleuchtung werde oft unterschätzt, sei aber bei nachlassender Sehkraft von zentraler Bedeutung, erklärt Häfele.

Wer aufgrund eingeschränkter Mobilität nicht in die Schauräume kommen kann, für den bietet Häfele die Erstberatung auch bei den Kunden zu Hause an.
  

Saubere Arbeit

Wird das Angebot mit Festpreis angenommen, vereinbaren die Kunden zusammen mit Häfele Haustechnik einen Umsetzungstermin. Die Arbeiten erfolgen dann behutsam und sauber. „Die Toilette bleibt immer in Funktion“, verspricht Häfele. „Unsere Monteure haben Erfahrung und bewegen sich achtsam in den Wohnräumen des Kunden.“ Dazu zählt auch, dass jeden Abend zusammengekehrt und der Arbeitsplatz sauber verlassen wird und während der Sanierung ein bewährter Staubschutz besteht.
  

Tonis Tipp

Ein Update für das WC: das Pissoir

Moderner Dreiklang (v.l.): Sitz-WC, Bidet und Pissoir.
Moderner Dreiklang (v.l.): Sitz-WC, Bidet und Pissoir.

Moderne Toiletten zu Hause haben nicht nur ein klassisches WC. Immer öfter wird auch ein Pissoir mit eingebaut – meist mit Deckel. Das ist besonders hygienisch und super für die Reinigung.

Antonio Lo Russo ist Leiter der „elements“-Badausstellung der Herrlinger KG in Eislingen und stellt an dieser Stelle immer wieder neue und interessante Produkte sowie aktuelle Trends vor.

Bei der Bildungsmesse gewonnen

Veranstaltungen die SHK-Innung vor Ort

Alexander Gonzalez (links) und Obermeister Hans-Georg Ehekircher (rechts) überreichen die Preise an (v.l.) Mad Yasar Aldakkak, Uhingen (2. Platz) Mihai Pisica, Göppingen (1. Platz) Sven Gunzenhauser, Böhmenkirch (3. Platz).
Alexander Gonzalez (links) und Obermeister Hans-Georg Ehekircher (rechts) überreichen die Preise an (v.l.) Mad Yasar Aldakkak, Uhingen (2. Platz) Mihai Pisica, Göppingen (1. Platz) Sven Gunzenhauser, Böhmenkirch (3. Platz).

Kreis Göppingen. „Wir wollten, dass die Besucher anpacken“, sagt Obermeister Hans-Georg Ehekircher über das Gewinnspiel der SHK-Innung bei der Bildungsmesse im November in der Werfthalle. Dort mussten die Teilnehmer Rohre so schnell wie möglich zusammenstecken. Die schnellsten waren Mihai Pisica, Mad Yasar Aldakkak und Sven Gunzenhauser, die nun Preise überreicht bekommen haben. Bei der Messe hat die Innung die Berufe im SHK-Handwerk vorgestellt und gezeigt, was man als Anlagenmechaniker können muss. Die SHK-Innung und ihre Mitgliedsbetriebe sind regelmäßig auf Bildungsmessen. Die nächste große Messe ist am 23. März in Geislingen – dort können an der Berufsschule dann auch die SHK-Lehrwerkstätten besichtigt werden. Im Januar in Eislingen ist die Firma Herrlinger KG – Fachgroßhändler für die SHK-Branche – zudem bei der Bildungsmesse vertreten.