Schule, Beruf, Zukunft Fehlstart vermeiden: Tipps für die erste Woche

Auszubildende sollten sich unbedingt den Wecker stellen, damit sie nicht zu spät zur Arbeit kommen. Foto:© Andrey Kuzmin – Fotolia.com
Auszubildende sollten sich unbedingt den Wecker stellen, damit sie nicht zu spät zur Arbeit kommen. Foto:© Andrey Kuzmin – Fotolia.com
19.01.2019

Lehre - Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Beginn der Ausbildung. Deshalb sollte man die ganz klassischen Anfängerfehler vermeiden.

Zu spät im Betrieb – das ist der Klassiker unter den Fehlstarts, sagt Ausbildungsberaterin Katharina Schumann von der Handwerkskammer Berlin: „Ich sollte abklären, wie lange der Weg zur Arbeit dauert, und entsprechend planen.“ 

Wichtig ist dabei auch die Frage, wo man überhaupt hin muss: zum Betrieb, zur Filiale oder direkt zur Baustelle? Gerade wenn die Unterschrift unter dem Ausbildungsvertrag schon ein paar Wochen alt ist, lohnt sich für solche Fragen ein Anruf im Unternehmen, etwa eine Woche vor dem Start.

Unvorbereitet:

Wer vor dem ersten Tag noch mal im Betrieb anruft, kann auch gleich ein paar andere Fragen stellen – auch wenn sie blöd erscheinen. „Ich kann eigentlich nicht zu viel fragen“, sagt Schumann. „Der Betrieb freut sich dann in der Regel, weil es zeigt, dass da jemand wirklich Interesse hat.“

Muss ich mich selbst um mein Mittagessen kümmern? Und was muss ich anziehen und sonst so mitbringen? Arbeitsmaterialien müsse der Betrieb allerdings stellen, sagt Simon Habermaaß, Bundesjugendsekretär bei Verdi. Das umfasst Schutzkleidung, Fachliteratur oder die Scheren für Friseure.

Falsche Anrede:

Jeder Betrieb ist anders – und damit auch der Tonfall unter Kollegen und gegenüber dem Azubi. „Im Handwerk zum Beispiel duzen sich oft alle, in großen Unternehmen kann das aber ganz anders aussehen“, sagt Schumann. Hier sollten Neulinge also erst einmal zurückhaltend sein und genau hinhören, statt beherzt den Geschäftsführer anzukumpeln. Blöde Sprüche und Beleidigungen können sich Azubis aber natürlich verbitten. Und einen festen Ansprechpartner für Fragen und Probleme dürfen sie einfordern.

Ungeduld und Übereifer:

Großem Tatendrang folgt manchmal noch größere Ernüchterung – weil man sich alles ganz anders vorgestellt hat. „Man fängt wirklich von vorne an und darf nicht erwarten, dass man im Friseursalon zum Beispiel sofort Kunden die Haare schneiden darf“, sagt Schumann. Deshalb gilt gerade am Anfang: erst mal zuhören, auch wenn es um scheinbar banale oder langweilige Dinge geht. Sicherheitseinweisungen zum Beispiel sind in vielen Jobs am Anfang Pflicht. Wer da gleich Desinteresse demonstriert, hinterlässt nicht den besten ersten Eindruck.

Den Druck unterschätzen:

Eine Ausbildung ist etwas anderes als der Schulbesuch. Das macht sich gerade am Anfang bemerkbar: „Die erste Woche ist anstrengend, abends sind die Azubis meistens platt“, sagt Schumann – und das nicht nur in Jobs, in denen körperlich gearbeitet wird. „Deshalb sollte man sich zu Beginn auch privat nicht zu viel vornehmen, sondern sich wirklich ganz auf den Ausbildungsstart konzentrieren.“

Fehler vertuschen:

Kleine Fehler passieren – und große manchmal auch. Das sei auch okay so, gerade für Auszubildende, sagt Schumann. „Aber man muss auch dazu stehen.“ Wer Mist baut, sollte sich also entschuldigen, den Fehler erklären und versprechen, dass es nicht wieder vorkommt. „Die Schuld bei anderen zu suchen oder etwas zu vertuschen, ist gerade im Handwerk und in kleinen Teams fatal.“ dpa

Das Bild als möglicher Türöffner

Regularien - Ein gutes Foto kann bei einer Bewerbung helfen und den Ausschlag für ein Jobangebot geben.

Es macht sich gut in jeder Bewerbungsmappe und in jeder Online- Bewerbung: „Das Foto ist der emotionale Weichensteller“, sagt Bewerbungs- und Karrierecoach Jürgen Hesse. Damit das gelingt, gibt es einiges zu beachten – den Adressaten zum Beispiel: Wer sich bei einer Werbeagentur oder auf andere Jobs in der Kreativbranche bewirbt, könne neben einem lässigen Outfit ruhig auch einen ungewöhnlichen Bildausschnitt wählen. Bei Banken hingegen sei nach wie vor konservative Kleidung gefragt.

Rechtlich gesehen sind Bewerbungsfotos inzwischen nicht mehr erforderlich. Viele Personaler wollen aber immer noch ein Foto sehen – weil sie wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben. Jürgen Hesse bezeichnet das Foto sogar als den wichtigsten Teil einer schriftlichen Bewerbung, denn ein sympathisches Bild könne den Ausschlag für den Job geben. Dr. Bernd Blessin vom Bundesverband der Personalmanager kennt das aus der Praxis: Wenn jemand mit Tirolerhut auf einem Urlaubsbild posiere, sei es schwer, sich von einem solchen Eindruck freizumachen. „Ich habe deswegen schon ganz früh die Entscheidung getroffen, dass ich mir das Bewerbungsfoto als Allerletztes anschaue.“ Trotzdem gehöre für ihn ein Foto für den Gesamteindruck unbedingt dazu. dpa

Ein Gewinn für sich selbst

Lebenslauf - Ein Freiwilliges Soziales Jahr bietet eine Zeit voll spannender Erfahrungen für junge Leute.

Ob FSJ/FÖJ oder BFD – durch einen Freiwilligendienst sammelt man mehr als Erfahrungen in einem sozialen Arbeitsalltag. Das Besondere und ein Gewinn für sich selbst: Man kann seine Fähigkeiten sinnvoll einbringen und lernt noch weitere Fähigkeiten von sich kennen. Man arbeitet im Team, hilft anderen und kann dabei ganz leicht seinen beruflichen Weg finden. Nebenbei ist ein solcher Freiwilligendienst ideal, um zum Beispiel die Wartezeit auf einen Ausbildungsoder Studienplatz zu überbrücken und sich dadurch Pluspunkte im Lebenslauf zu erwerben.

Unterschiedliche Bereiche

Egal, ob sich junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) entscheiden, die Freiwilligendienste des Internationalen Bundes in Reutlingen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Bereichen in Reutlingen, Wannweil, Urach, Münsingen, St. Johann, Gammertingen und Umgebung an.

Neben unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern in Kliniken, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen oder in der Betreuung alter Menschen, gibt es weitere Möglichkeiten im pädagogischen Bereich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in Schulen und im kulturellen Bereich. Im Freiwilligen Ökologischen Jahr sind die Freiwilligen zum Beispiel auf Reiter- oder Bauernhöfen sowie im Landschaftsgartenbau tätig.

Die Dauer für einen Freiwilligendienst liegt zwischen sechs und 18 Monaten. In der Regel beträgt ein FSJ, FÖJ oder BFD jedoch zwölf Monate. Als Freiwilliger erhält man für sein Engagement ein Taschengeld, Verpflegungsgeld und Wohngeldzuschuss. Urlaubstage sind ein fester Bestandteil des Freiwilligendienstes.

Ergänzung zur Arbeit

An 25 Bildungstagen erleben die Freiwilligen eine sinnvolle Ergänzung zu ihrer Arbeit in der Einsatzstelle. Kompetente Ansprechpersonen begleiten sie während ihrer FSJZeit. Die Mitarbeiter des Internationalen Bundes unterstützen die Freiwilligen mit Rat und Tat und einem offenen Ohr für Probleme.

Wer Interesse an einem Freiwilligendienst hat, der kann sich telefonisch melden unter (0 71 21) 4 33 08 20, eine E-Mail schicken oder einfach in Reutlingen beim IB Freiwilligendienste vorbeischauen: Mittnachtstraße 13, 72760 Reutlingen.

Für einen Beginn des Dienstes ab September 2019 lohnt es sich, wenn man sich jetzt schon informiert und bewirbt. Es gibt noch viele Auswahlmöglichkeiten. Für einen Beginn des Freiwilligendienstes im März 2019 sind noch einige freie Plätze zu vergeben. Weitere Infos unter www.ib-freiwilligendienste.de/reutlingen. swp
Meisterbetrieb der Kfz-Innung
Stadt Metzingen
Binea
Foto Quick Labor
zurück zur Übersicht Schule, Beruf, Zukunft
Datenschutz