Sonderveröffentlichung

Busreisen 51 Welterbestätten

Auf Kulturfreunde und erlebnishungrige Familien warten in Deutschland vielfältige Welterbestätten, von historischen Städten bis zu Denkmalen der Industriekultur.

Einen Besuch wert: Das Lübecker Holstentor und die Salzspeicher zeugen vom mittelalterlichen Welthandel der Hansestadt. Foto: djd/UNESCO-Welterbestätten/LTM/Olaf Malzahn

12.10.2021

Endlich wieder was erleben: Mit den Angeboten der örtlichen Busunternehmen, steht den Kultur- und Städtebegeisterten nichts mehr im Wege. In den Bus einsteigen, kein Stress bei der An- und Abreise haben und auch Parkplatzprobleme sind passé. Vor Ort gilt: aussteigen und sich bezaubern lassen. All das ist wieder möglich. Und man muss auch nicht unbedingt immer ins Ausland fahren, denn prächtige Bauwerke, wertvolle Kunstschätze und historische Städte, aber auch Denkmale der Industriekultur präsentieren sich im Verein der Unesco-Welterbestätten unter www.welterbedeutschland.de. Ein paar Tipps für Kulturfreunde und erlebnishungrige Familien:

Zollverein und Völklinger Hütte

Im Ruhrgebiet und im Saarland sind aus Monumenten der Industriearchitektur lebendige Kulturstandorte geworden: Die Zeche Zollverein in Essen war die größte Steinkohleförderanlage Europas und bietet heute zwei Museen, den Denkmalpfad und viele Kulturveranstaltungen. Die Völklinger Hütte an der Saar ist das einzige erhaltene Werk aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie im 19. und 20. Jahrhundert. In dem gigantischen Themen- und Erlebnispark verbinden sich Abenteuer und Avantgarde.

Die Hansestädte

Die wasserumschlossene Lübecker Altstadt mit ihren sieben Türmen und dem berühmten Holstentor wurde als erste Stadt in Nordeuropa zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Die „Königin der Hanse“ war im Mittelalter das Zentrum des Welthandels. Davon erzählen gotische Backsteinkirchen, reiche Patrizierhäuser, historische Speicher und moderne Museen. Das benachbarte Wismar gilt als die am besten erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum, gehörte aber auch 155 Jahre lang zu Schweden.

Wittenberg, die Lutherstadt

Ein Bummel durch die Wittenberger Altstadt führt zu Schauplätzen der Reformation: An die Schlosskirche nagelte Martin Luther 1517 seine berühmten 95 Thesen. Als Mönch und Professor lebte er im Augustinerkloster, wo das Lutherhaus heute ins größte reformationsgeschichtliche Museum der Welt einlädt. Bis 20. Februar läuft die Sonderausstellung „Pest. Eine Seuche verändert die Welt“.

Welterbe im Harz

Der Rammelsberg und die Altstadt in Goslar, die Grube Samson in St. Andreasberg, die Oberharzer Wasserwirtschaft und das Kloster Walkenried sind Zeugen der frühesten Industriegeschichte: Vor tausend Jahren führte der Bergbau im größten Kupfer-, Blei- und Zinkerzlager der Welt zur Gründung der Kaiserpfalz durch Heinrich II. Die Bergwerke sind heute erlebnisreiche Museen über und unter Tage. An den Teichen und Gräben, die einst Wasserkraft erzeugten, liegen die schönsten Wanderwege durch den Harz.

Regensburg in der Römerzeit

Neben der Altstadt mit dem Stadtamhof, dem Dom und der ältesten Steinbogenbrücke Deutschlands wurde jüngst auch der Donaulimes als Grenze des Römischen Reichs zum Welterbe ernannt. Die Legionslagermauer ist kostenlos zu besuchen, die Porta Praetoria bildete vor fast 2000 Jahren das Nordportal des Legionärslagers „Castra Regina“ und im Besucherzentrum Welterbe führt eine interaktive Ausstellung in die Römerzeit. djd