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Rallye Zeitung Der Motor macht die Musik

Jürgen Maurer und Frank Engel (von links) vor ihren VW T2-Bussen. Der himmelblaue Bulli ist aus dem Jahr 1977. Das rote, ehemalige Feuerwehrfahrzeug wurde 1972 erstmals zugelassen. Foto: Ufuk Arslan

Leidenschaft: Der richtige Sound zählt für die beiden Musiker Frank Engel und Jürgen Maurer nicht nur auf der Bühne. Auch bei der Wahl ihres fahrbaren Untersatzes ist das melodische Brummen entscheidend.


Von Alisa Grün


Zwei VW-Busse des Typs T2 – einer in Himmelblau, der andere in Feuerwehr-Rot lackiert – parken in der strahlenden Sonne. Ihre Besitzer, Lebemänner durch und durch, haben sich lässig an die Oldtimer gelehnt. Die beiden sind in Schwäbisch Hall keine Unbekannten: Es sind Frank Engel und Jürgen Maurer von der Band Acoustasonixs.

Mit Akustik-Gitarren in der Hand und mitreißenden Songs aus den 50er- bis 70er-Jahren sorgen die beiden auf Events in der gesamten Region für gute Stimmung. Dass sowohl Frank Engel als auch Jürgen Maurer ihre Gigs immer mal wieder mit dem Oldtimer ansteuern, weiß nicht jeder. Aber neben ihrer Leidenschaft für die schönen Klänge steckt in ihnen auch die Liebe zum tiefen Brummen alter Motoren.

„Mit meinem ersten Oldtimer bin ich zusammen alt geworden“, lacht Frank Engel. „Ein seeblauer VW Käfer war mein allererstes Auto. Den habe ich mir damals mit 18 Jahren gekauft, dazu eine sehr kuriose Reparaturanleitung“, erinnert sich der 54-Jährige. „Der Käfer hat das selbe ‚Baujahr‘ wie ich: 1965. Es war damals einiges zu tun, um ihn auf Vordermann zu bringen.“

Dabei entdeckte er, wie viel Spaß ihm die Schrauberei an den älteren Fahrzeugen macht. „Inzwischen ist mein Fuhrpark deshalb schon sehr groß geworden“, gibt Frank Engel zu. Neben dem VW Käfer und dem VW T2 besitzt er unter anderem noch einen Porsche 911, Baujahr 1972, sowie zehn Quickly-Mopeds der Marke NSU. „Aber alles unterschiedliche Baujahre und Modelle“, pflichtet er bei.

Bandkollege Jürgen Maurer, genannt „Maui“, ist da mit nur einem eigenen „Oldie“ etwas gediegener unterwegs. „Meinen ersten Oldtimer habe ich 1998 gekauft. Das war auch schon ein VW-Bus, allerdings mit Westfalia-Dach zum Campen. Den bin ich bei Wind und Wetter gefahren – nach zwei Jahren war er durchgerostet und reif für den Schrottplatz“, erzählt der Gitarrist. Heute ärgere ihn das.

Sein jetziger Bus habe zum Glück mit guter Pflege um einiges länger durchgehalten. „2000 habe ich ihn gekauft und jetzt in diesem Jahr komplett restaurieren lassen – ich bin im Gegensatz zu Frank kein Schrauber.“ Insbesondere das Salz im Winter mache den alten Autos aber zu schaffen. „Deshalb fahre ich meinen Bus nur noch über die Sommermonate“, berichtet der 47-Jährige. Hin und wieder nutzt Maui seinen Bulli als Transport- oder Hochzeitsauto. Eine waschechte Oldtimer-Ausfahrt, wie sie nun in Hall wieder stattfindet, hat er dagegen noch nie mitgemacht: „Für eine Ausfahrt fehlt leider oft die Zeit, da wir meist das ganze Wochenende Musik machen. Der Bus ist für mich daher mehr zum Spaßfahrzeug geworden.“

So geht es auch Frank Engel, der für seine Fahrzeuge eine separate und dem Bedarf entsprechend sehr große Scheune besitzt. „Bei der Hohenloher Benefiz-Genießerfahrt bin ich aber dabei – wir haben von den Veranstaltern Startplätze gesponsert bekommen, da wir während der Fahrzeugvorstellung für die musikalische Unterhaltung sorgen“, freut sich Frank Engel.

Um die Frage zu beantworten, welchen seiner zahlreichen Oldtimer er dann fahre, muss er kurz überlegen: „Es wird mit ziemlicher Sicherheit der VW Bus. Aber dann nur mit dem Blaulicht auf dem Dach. Es ist immerhin ein ehemaliges Feuerwehrauto der Stadt Schwäbisch Hall.“ Eine Stunde benötige er, um die spezielle Beleuchtung anzubringen. „Dauerhaft dranbleiben kann sie leider nicht, sonst ist der Bus zu hoch für meine Garage“, erzählt Frank Engel.

Ob sie sich irgendwann mal noch einen Oldtimer zulegen, wissen sie noch nicht – während Jürgen Maurer als Wunsch-Auto ein Porsche 911 Targa aus den 70er-Jahren vorschwebt, träumt Frank Engel vom Porsche 356 aus den 50-ern. Bei einem sind sich die Musiker aber einig: „Der Sound der alten Motoren muss stimmen. Darauf achten wir besonders“, sagt Jürgen Maurer. Und Frank Engel ergänzt: „Mit dem Brummen eines alten kann kein neues Auto mithalten.“

Info Das Acoustasonixs-Duo Frank Engel und Jürgen „Maui“ Maurer werden während der Fahrzeugvorstellung am Sonntag, 8. September, von etwa 16 bis 17.30 Uhr mit ihrer Unplugged-Musik für gute Unterhaltung unter den Besuchern auf dem Schwäbisch Haller Marktplatz sorgen.


HEM Küchen

Viel Wirbel für ein „H“

Kennzeichen: Kfz-Experte Guido Lehmann klärt über die Voraussetzungen auf.

Symbolbild. Foto: privat
Symbolbild. Foto: privat

Damit ein Auto mit einem H-Kennzeichen versehen werden kann, müssen einige Anforderungen erfüllt sein. Guido Lehmann, Kfz-Sachverständiger aus Hall, ist auf diesem Gebiet Spezialist und erklärt, was Halter älterer Autos beachten müssen.

„Das H-Kennzeichen charakterisiert sozusagen das Fahrzeug als ‚kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut’“, definiert Lehmann. „Das ist als besonderer Status aufzufassen, der unter anderem eine pauschale Kfz-Steuer von 191 Euro nach sich zieht oder die Einfahrt in Umweltzonen auch ohne Feinstaubplakette erlaubt.“

Um so ein „H“ zu bekommen, muss das Gefährt allerdings vor mindestens 30 Jahren in Verkehr gebracht worden sein. Außerdem sollte ein weitgehender Originaloder ein erhaltungswürdiger Zustand vorhanden sein. „Idealerweise dient die Erhaltung des Fahrzeuges dann auch noch der Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes“, weiß der Gutachter. Halter von historischen Kleinwagen sollten sich Lehmann zufolge aber gut überlegen, ob sich ein H-Kennzeichen für sie lohne: „Die Hubraumsteuer ist womöglich geringer, als die pauschale Kfz-Steuer.“ Und was benötigt es jetzt eigentlich alles für das Oldtimergutachten? „Fahrgestellnummer, Zulassungsbescheinigung, Angaben zum Hersteller, Fahrzeug und Baujahr sowie Erstzulassungsdatum und die Prüfzeugnisse von geänderten Bauteilen“, zählt der Experte auf. Ist die Fahrzeugidentität geklärt, werden die Hauptbaugruppen betrachtet.

Jede für sich muss zeigen, ob sie original oder zeitgenössisch ist oder eine zulässige Umrüstung darstellt. „Änderungen am Fahrzeug gelten dann als zeitgenössisch, wenn sie in den ersten zehn Jahren nach Erstzulassung üblich waren“, erklärt Lehmann. Vorausgesetzt wird zudem, dass der Pflegezustand erhaltungswürdig ist. „Nur den top-restaurierten Zustand als erhaltungswürdig anzusehen, wäre aber zu einfach. Der original erhaltene Zustand mit seiner Geschichte und Patina wird bei den Oldtimern mittlerweile als immer wertvoller angesehen.“ pm


Grußwort

Zahlreiche Schmuckstücke auf Rädern unterwegs

Eberhard Spies, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, und Torsten Schulz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, (von links) im Oldtimer auf Tour. Foto: privat
Eberhard Spies, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, und Torsten Schulz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, (von links) im Oldtimer auf Tour. Foto: privat

Liebe Fahrerinnen und Fahrer, liebe Oldtimer-Begeisterte und Gäste,

ein einzigartiges Fahrerlebnis, exklusive Raritäten und viel Nostalgie – Young- und Oldtimer bieten vieles, was Herzen höherschlagen lässt.

Wir freuen uns sehr, die Hohenloher Benefiz-Genießerfahrt „Stark für Frauen“ des Förderkreises Zonta Schwäbisch Hall e.V. und des ADAC Ortsclubs Schwäbisch Hall am Sonntag, 8. September, erstmals als Partner zu unterstützen.

Neben der Liebe zum Fahrzeug geht es bei der Sonderausfahrt außerhalb des üblichen Zweijahresturnus auch um einen guten Zweck. Denn neben dem Veranstalter ADAC Ortsclub Schwäbisch Hall ist dieses Mal auch der Förderkreis Zonta Schwäbisch Hall e.V. mit dabei – „Stark für Frauen” lautet das Motto. Anlass ist das 100-jährige Jubiläum, das Zonta International in diesem Jahr feiert. Hierzu gratulieren wir recht herzlich!

An der Rallye werden wieder zahlreiche Schmuckstücke auf Rädern an den Start gehen. Die Hohenloher Benefiz Genießerfahrt wird uns durch unsere schöne Region quer durchs Hohenloher Land führen und wird sicherlich einigen Teilnehmern bisher unbekannte Landstraßen mit unberührter Natur und tollen Aussichtspunkten zeigen.

Wie der Name schon sagt, ist die Hohenloher Benefiz Genießerfahrt ein Fest für alle Sinne. Als ortsansässige Regionalbank war es für uns deshalb keine Frage, diese Ausfahrt zu unterstützen. So werden auch wir mit einem kleinen Team an der Rallye teilnehmen.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei den Organisatoren der Rallye-Veranstaltung, die diese Ausfahrt mit ehrenamtlicher Arbeit und viel Herzblut organisiert und erfolgreich geplant haben.

Wir freuen uns mit Ihnen auf eine tolle Ausfahrt bei hoffentlich gutem Wetter und wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und allzeit gute Fahrt.

Ihr Eberhard Spies
Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim

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