Sonderveröffentlichung

Verkehrsunfall – was nun? Elektronische Helferlein

Eine kurze Ablenkung kann im Straßenverkehr schnell schwerwiegende Folgen haben. Viele Blechschäden passieren, weil der Fahrer unaufmerksam oder die Sicht eingeschränkt ist.

Immer mehr Systeme greifen dem Menschen bei der Fahrt unter die Arme: Sensoren und Software schaffen so Sicherheit. Foto: ©metamorworks/shutterstock.com

11.02.2021

Moderne Technik sorgt heute hingegen dafür, dass das Autofahren bequemer und sicherer wird. Sogenannte Fahrerassistenzsysteme überwachen dazu permanent das Umfeld und können bei Gefahren rechtzeitig warnen - und, wenn der Mensch nicht schnell genug reagiert, sogar eigenständig das Auto zum Stehen bringen oder die Lenkung korrigieren. Damit schützt man gleichzeitig andere Verkehrsteilnehmer, vor allem Radfahrer und Fußgänger.

Den toten Winkel im Blick

Parksensoren, die vor Hindernissen warnen, zählten vor einigen Jahren zu den ersten gängigen Systemen. Heute ist eine Vielzahl weiterer nützlicher Co-Piloten hinzugekommen: Viele Sicherheitsfeatures sind bei Neuwagen serienmäßig an Bord oder als Zusatzausstattung wählbar. Fahrzeuge verschiedenster Hersteller – und nicht nur in der Oberklasse – weisen heute eine Vielzahl an Helfern auf. Unter anderem überwacht beispielsweise ein Querverkehrswarner hinten per Radar den Verkehr sowie den toten Winkel - wichtig unter anderem beim Zurücksetzen aus Parklücken. Optische und akustische Signale warnen vor kreuzenden Fahrzeugen und die Notbremsfunktion bringt das Auto im Fall der Fälle automatisch zum Stehen. Ein Assistent zur Kollisionsvermeidung registriert dank der Rückfahrkamera und Ultraschallsensoren, ob sich Hindernisse oder Fußgänger hinter dem Fahrzeug befinden. Auf unsichtbare Gefahren macht auch aktive Totwinkel-Assistenten aufmerksam, etwa durch Warnsymbole beim Spurwechsel.

Beim Aussteigen kommt es schnell zu gefährlichen Begegnungen mit Radfahrern, Fußgängern oder anderen Fahrzeugen. Ein spezieller Ausstiegsassistent schützt deshalb vor unachtsam geöffneten Autotüren.

Automatischer Notruf

Oft sind zudem Parklücken zu eng zum Ein- und Aussteigen. In diesem Fall kann ein Remote-Parkassistent das Rangieren übernehmen. Während der Fahrt analysieren Müdigkeitswarner die Beschleunigungsmuster sowie die Betätigung von Lenkrad und Blinker. Erkennt das System beim Fahrer erste Anzeichen von Erschöpfung, wird er sofort gewarnt. Sollte es doch einmal zu einem Unfall mit ausgelöstem Airbag kommen, kann eine Multikollisionsbremse das Fahrzeug zuverlässig anhalten, um weitere Zusammenstöße zu vermeiden oder abzumildern. Und sollte es doch zu einem Unfall gekommen sein, verfügen viele Fahrzeuge und Motorräder über ein selbstauslösendes Notrufsystem, welches die nächste Rettungsstelle auf den Unfall aufmerksam macht. djd


Dashcams sind im Kommen

Verkehrsverstöße und die Angst vor einem Unfall können zu Stress beim Fahrer führen.

Besonders im dichten Verkehr mit mehreren Fahrspuren steigt bei vielen Menschen der Stresspegel. Foto: © Canetti/shutterstock.com
Besonders im dichten Verkehr mit mehreren Fahrspuren steigt bei vielen Menschen der Stresspegel. Foto: © Canetti/shutterstock.com

Eine Studie zeigt, dass Dashcam-Nutzer sicherere Fahrer sind und bis zu 33 Prozent weniger Zwischenfälle erleben als Fahrer ohne Dashcam. Die Bordkameras können auch bei Unfällen nützlich sein. Denn wer einen Schadensfall durch Fremdverschulden erleidet, kann nicht immer mit einem reibungslosen Verlauf der Abwicklung durch die Versicherung rechnen. Wenn keine Zeugen anwesend waren oder sich ein Unfall gar im geparkten Zustand zugetragen hat, fehlen häufig Beweise, die die Ursache belegen.

Erste Versicherungen haben deshalb die Vorteile von Dashcams erkannt und bieten bereits gute Konditionen und Rabatte für den Einsatz einer Dashcam im Privatfahrzeug. djd