Sonderveröffentlichung

Gesund leben Gesunder Darm, gesunder Körper

Er hält uns fit – höchste Zeit, ihm mehr Beachtung zu schenken. Denn ein gesunder Darm kann viele Bakterien, Viren, Pilze und Umweltgifte abwehren. 

Ein gesunder und gut funktionierender Magen- und Darmtrakt sorgt auch für ein starkes Immunsystem.Foto: metamorworks/shutterstock.com

7.04.2020

Ein starkes Immunsystem ist wichtig, vor allem in Zeiten des Coronavirus. Der Darm gilt als eine der Schnittstellen für eine gesunde Balance im Körper und ein positives Wohlbefinden. Denn nur, wenn er fit ist, kann er Nahrung und damit alle Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe wirksam aufnehmen und verarbeiten. Er ist etwa fünf bis siebeneinhalb Meter lang, beherbergt rund 100 Millionen Nervenzellen und 100 Billionen mikrobielle Organismen, die für eine ausgeglichene Darmflora sorgen.

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Schlechte Ernährung und Zigaretten

Vor allem schlechte Ernährung, zu wenig Bewegung, Zigarettenkonsum und Medikamente wie beispielsweise Antibiotika sowie Stress können dieses Gleichgewicht stören und damit unliebsamen Krankheitserregern die Tore öffnen. Diese können zu unterschiedlichsten, chronischen Beschwerden führen – von Müdigkeit, über Nahrungsmittelunverträglichkeit, Verstopfung und Durchfall bis hin zu Hautkrankheiten und Migräne. Bei starken Beschwerden ist ein Arztbesuch ratsam. Verbesserungen bringen allein Veränderungen. Eine Sanierung und auch Kräftigung des Darms erreicht man allein durch gesünderes Essen, mehr Bewegung, aber auch das bewusste Einschränken oder gar Vermeiden von Rauchen und Stress. Wer ausreichend schläft, hilft seinem Körper, sich zu erholen und neue Energien frei zusetzen. Stilles Wasser, am besten gleich ein Glas nach dem Aufstehen, fördert die Darmaktivität und damit seine Entgiftung. Kohlensäurehaltige Getränke blähen zusätzlich auf. Da Kaffee und Alkohol abführend wirken und schwarzer Tee Verstopfungen verursachen kann, sollten sie nur in Maßen genossen werden.

Bei stark verarbeiteten, zucker- sowie fettreichen Lebensmittel sind die die Zusatzstoffe oft nicht verträglich. Natürliche, frische Lebensmittel sollten für eine ausgewogene und vielseitige Ernährung erste Wahl sein. Die Darmbakterien brauchen Aufgaben und freuen sich über ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Haferflocken und Leinsamen. Durch sie können auch mehr Schadstoffe ausgeschieden werden. Unterstützung erhält die Darmflora ebenfalls durch Lebensmittel, die Milchsäurebakterien enthalten. Dazu gehören Naturjoghurt oder Buttermilch sowie fermentiertes Sauerkraut oder Kefir.

Stress reduzieren schont den Magen

Stress schlägt auf den Magen, so heißt es. Und tatsächlich wirkt er sich auf ein verkürztes Kauverhalten aus. Die Nahrung rutscht nahezu unzerkaut in den Magen und bereitet hier Sorgen. Hinzu kommt, dass Stress die Darmtätigkeit, schwächt und verlangsamt – Ergebnis ist oft ein Reizdarm. Bereits der Speichel beinhaltet wichtige Verdauungsenzyme, daher ist es wichtig, lange zu kauen und ruhig jeden Bissen zu genießen.

Körperliche Bewegung hält auch die Organe in Bewegung. Ein träger Körper hat zu wenig Energie für alle notwendigen Funktionen. Nicht umsonst raten Experten zu einem anregenden Verdauungsspaziergang nach dem Mittagessen. Von Marie-Louise Abele

Bettina Wöhrle Heilpraktikerin

Klare Sicht in zehn Minuten

Für gutes Sehen ohne Brille lassen sich immer mehr Menschen die Augen lasern. 

Das Lasern der Augen sorgt für gutes Sehen ohne störende Brille. Foto: © Romaset/shutterstock.com

Das Lasern der Augen sorgt für gutes Sehen ohne störende Brille. Foto: © Romaset/shutterstock.com

65 Prozent der Deutschen tragen eine Brille oder Kontaktlinsen. Ihr Problem ist die Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Hornhautverkrümmung.

Die Brille stört beim Sport

Um scharf sehen zu können, benötigen sie eine Brille oder Kontaktlinsen. Doch viele nervt die Brille, weil sie beispielsweise beim Sport stört. Und Kontaktlinsen als Alternative verträgt nicht jeder. Ein Ausweg kann da das sogenannte Augenlasern sein, eine Operation, die die Fehlsichtigkeit behebt. Rund 150 000 Mal pro Jahr lassen sich Menschen in Deutschland die Augen lasern. Die Operation kostet je nach Behandlungsumfang zwischen 800 und 2500 Euro. Sie wird mit einem leichten Beruhigungsmittel eingeleitet und mit schmerzlindernden Augentropfen in Lokalanästhesie durchgeführt. Dauer der Behandlung ist rund zehn Minuten für den eigentlichen kleinen Eingriff und circa 30 Minuten Ruhezeit direkt danach.

Sinnvoll ist ein Lasereingriff im Erwachsenenalter – wenn die Sehwerte in den letzten zwei Jahren davor stabil geblieben sind. Ab 40 ist das Lasern nicht mehr unbedingt ratsam, denn viele kurzsichtige Menschen sind dann gleichzeitig schon ein wenig altersweitsichtig. Ob eine Laserbehandlung der Augen infrage kommt, können Patienten am besten in einer Voruntersuchung mit ihrem Augenarzt in Erfahrung bringen. Dieser führt eine genaue Untersuchung der Augen durch, um unter anderem die Fehlsichtigkeit zu berechnen, Augenerkrankungen auszuschließen und die Dicke der Hornhaut zu bestimmen. Für Kontaktlinsenträger ist es wichtig, dass diese mindestens eine Woche vor der Voruntersuchung keine weichen Kontaktlinsen tragen. Für harte Kontaktlinsen gelten zwei Wochen Pause.

Indikationen für einen Lasereingriff sind Weitsichtigkeit, Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung). Bei Kurzsichtigkeit wird in der Mitte der Hornhaut mehr abgetragen als an ihren Rändern, sie wird dadurch flacher. Bei Weitsichtigkeit ist ein umgekehrtes Vorgehen notwendig: Die Hornhaut wird vor allem an den Rändern abgetragen, sodass ihre Wölbung verstärkt wird. Liegt eine Hornhautverkrümmung vor, ist die Hornhaut ungleichmäßig geformt. Hier wird sie mit dem Laser in eine gleichmäßige Form gebracht. Je nach der individuellen Situation entscheidet sich der Augenchirurg für ein passendes Laserverfahren.

Deutschlandweit stehen aktuell etwa 700 kleinere und größere Laserzentren beziehungsweise Augenkliniken zur Verfügung. Bei der Wahl der Augenklinik ist darauf zu achten, dass dort ausschließlich Experten für Augenoperationen praktizieren. Es sollte sich um Fachärzte für Augenheilkunde handeln. Wer seine Fehlsichtigkeit operieren lässt, hat jedoch keine Garantie auf ein brillenloses Leben. Spätestens wenn ab dem 45 bis 50 Lebensjahr die Altersfehlsichtigkeit einsetzt, brauchen auch gelaserte Augen oft eine Brille für das Sehen auf die Nähe. Von Diane Berger

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