Sonderveröffentlichung

Feuer & Flamme Heiße Liebe

An einem schönen Sommerabend grillen: Kaum etwas schätzen die Menschen in Deutschland mehr als das gesellige Brutzeln.

©ALEXANDER RATHS/ SHUTTERSTOCK.COM

23.04.2021
Landbäckerei Tauberschmidt

Damit das Grillen ein kulinarischer Erfolg wird, sollten Grillmeisterinnen und Grillmeister einige Tipps beachten. „Das Grillfleisch nicht direkt vom Kühlschrank auf den Grill legen, sondern etwa 30 Minuten vorher herausnehmen und mit Folie abdecken“, rät Grillexpertin Julia Klose. Zudem sollte man immer qualitativ gute Grillkohle verwenden, das DIN-plus-Logo ist ein Anhaltspunkt dafür. Wer Zeit sparen möchte, kann sich für einen Gasgrill entscheiden. „Er ist schnell am Start, arbeitet sauber und es fällt keine Asche und kein Ruß an“, erklärt Grillmeisterin Bettina Seitz. Geschmacklich wirkt sich die Art des Grills bei richtiger Bedienung nicht aus, betont Koch und Grillmeister Jürgen Paulitsch. Voraussetzung sei allerdings, dass Gas- oder Elektrogrill genauso heiß werden wie ein Holzkohlegrill.


1,6 Milliarden Mal (!) pro Jahr wird hierzulande der Grill angefeuert. Es ist eine heiße Liebesgeschichte zwischen den Deutschen und dem Spiel mit der Glut.


Foto: © Just dance/shutterstock.com
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Zutaten vor dem Grillen bereitstellen

Von Vorteil ist zudem ein Grill mit Deckel, bei dem die Hitze gut reguliert werden kann. Außerdem ist es wichtig, einen Zeitplan aufzustellen und schon im Vorfeld zu überlegen, was wie lange braucht und wann auf den Grill muss. Das aus Profiküchen bekannte „Mise en Place“, also das Bereitstellen aller benötigten Zutaten, erspart dann auch das Gerenne zwischen Küche und Grill.

Ob Rind, Hähnchen oder auch Tofu: Die richtige Marinade macht den geschmacklichen Unterschied. Wie gut sie gelingt, hängt nicht nur von den Zutaten ab, sondern auch davon, wie viel Zeit man der Mischung gibt, um ihren Geschmack zu entfalten. „Im Idealfall sollte man jede Marinade zumindest über Nacht einwirken lassen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen“, empfehlen die Foodblogger Theres und Benjamin Pluppins.

Welche Zutaten bei anderen Gerichten die Marinade perfekt machen, hängt davon ab, was mariniert wird. Bei Hähnchen empfehlen Theres und Benjamin Pluppins, auf Joghurt, Kräuter und Knoblauch zu setzen. Für Schwein eignen sich Öl, edelsüßer Paprika und Pfeffer. Rind schmeckt mit einer Marinade aus Öl, Rosmarin und Senf besonders gut. Vor dem Einlegen das Fleisch säubern, trocken tupfen und mit der Marinade das Fleisch komplett bedecken.

Vor dem Grillen sollte der Rost leicht eingeölt werden, damit das Fleisch sich hinterher besser löst. Am besten geht dies mit hitzestabilem Öl, wie zum Beispiel Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Alternativ kann man auch mit einer Speckschwarte über den Grillrost reiben. Damit Fleisch beim Grillen nicht austrocknet: Das Fleisch zwei bis drei Zentimeter dick schneiden. Dünne Scheiben werden eher zäh. Damit das Fleisch perfekt wird, sollte man unbedingt auf die richtige Garzeit achten. Grundsätzlich gilt, dass pro Zentimeter Dicke, das Fleisch ein bis zwei Minuten von beiden Seiten auf den Grill soll. Würstchen brauchen ungefähr fünf Minuten. Der Rost sollte mindestens zehn Zentimeter von den Kohlen entfernt aufliegen, sonst ist die Temperatur für das Fleisch zu hoch. Sind Fleischstücke bereits fertig, kann man sie vom Grill nehmen und in Alufolie packen, um sie warm zu halten. Besonders saftig wird das Fleisch, wenn man es nach dem Grillen noch ein paar Minuten ruhen lässt. rex/djd/pm