Sonderveröffentlichung

Ortsportrait Hessental Innenhöfe sollen zu Treffpunkten werden

Mehrgenerationenprojekte; Im Baugebiet Am Sonnenrain sollen nicht nur neue Wohnformen, sondern auch neue Finanzierungsideen realisiert werden. Investoren, Selbstnutzer und Mieter haben noch Chancen.

Links und rechts der Reinhold-Maier-Straße tut sich was. Obwohl hier noch niemand wohnt, wird die Adresse bereits von den gängigen Navigationssystemen gefunden. Fotos: Beatrice Schnelle

4.09.2020

Viva!Karree“ heißt die künftige Villa Kunterbunt des Stadtquartiers Am Sonnenrain. Die private Bauherrengemeinschaft will ihre ganz persönlichen Mehrgenerationen-Träume wahr machen – in vier ökologisch verträglichen Holzgebäuden um einen begrünten Innenbereich. Dafür engagieren sich die Initiatoren in höchstem Maße. Elf Parteien seien mittlerweile beisammen, sagt Sprecherin Eva Schneider. 75 Prozent der Fläche für bis zu 20 Wohneinheiten sollten laut Plan verkauft sein, damit der Bau der Projektteile „Viva!Ost“ und „Viva!Nord“ starten könne. Im Herbst dieses Jahres, so ist sie zuversichtlich, werde es soweit sein: „Sonst lassen wir uns etwas anderes einfallen.“ Für „Viva!Süd“ werden laut Internetseite noch baulustige Privatleute gesucht, die sich zusammentun möchten. Geplant sind Wohnformen, die Gemeinschaft ermöglichen. Bereits jetzt in der Planungsphase werden Aktionen wie Wanderungen oder ein Malwettbewerb angeboten.
     

Setzer

Bauen ohne viel Kapital

Wie man auch ohne pralles Bankkonto bauen kann, zeigt die zweite Gruppe innerhalb von „Viva!-Karree“: Um das notwendige Eigenkapital zu generieren, sammelt das Mietshäusersyndikat „Trauben & Rosinen“ über eine Partnerbank Direktkredite ein. Das Geld zahlen die Bewohner über die Miete zurück. „Die Kapitalgeber investieren in ein transparentes, nachhaltiges, regionales Projekt und können die Kreditkonditionen individuell mit uns aushandeln“, beschreibt Syndikatsmitglied Janine Scheible die Vorteile einer solchen Geldanlage. Weitere Investoren und Mitbewohner sind willkommen.

VR Bank Schwäbisch Hall-Grailsheim eG

Als eines der führenden Projektentwicklungsunternehmen für Wohnimmobilien in Deutschland bezeichnet sich die Wilma Immobilien GmbH. Man sei in den Regionen Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Baden-Württemberg und Bayern aktiv, erklärt Bettina Klenk, Geschäftsführerin der Schwäbisch-Hall Sonnenrain 2 GmbH, laut Pressemitteilung des Unternehmens eine Tochter der Wilma Wohnen Süd BW GmbH. Die Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs für die Flächen im Sonnenrain, auf denen jetzt die Wilma-Fahnen wehen, waren die Stuttgarter Projektentwickler PlanQuadrat mit den Entwürfen des ebenfalls in Stuttgart beheimateten Architekturbüros g2o. PlanQuadrat habe Wilma für Umsetzung mit ins Boot geholt, erläutert Klenk die Zusammenhänge.

Bereits im Vertrieb sei der Komplex „Sunny East“: ein Mehrfamilienhaus mit einem Dutzend 3- bis 4-Zimmerwohnungen sowie sechs Stadthäuser in geschlossener Reihung, sogenannte Kettenhäuser. Der Baubeginn sei für Oktober geplant. Ein „Quartier im Quartier“ realisiere Wilma überdies im Bereich des Entrees zum Gelände: „Sunny West“ umschließt mit vier drei- bis fünfgeschossigen Gebäuden einen Innenhof. 42 Wohnungen sowie zwei Gewerbeeinheiten sind im Komplex vorgesehen. Neun weitere Kettenhäuser gehören ebenfalls dazu. Sämtliche Einheiten stehen zum Verkauf. „Wir sind keine Bestandhalter“, stellt Klenk klar.

GWG-Penthouse ist noch frei

Mit dem Wettbewerb „Mal dein Traumhaus“ machte die private Baugemeinschaft „Trauben & Rosinen“ auf ihr Projekt aufmerksam. Der sechsjährige Tim entwarf ein Haus „bis zur Sonne“, in dem er mit einem Huhn und einer Giraffe zusammenwohnen will.
Mit dem Wettbewerb „Mal dein Traumhaus“ machte die private Baugemeinschaft „Trauben & Rosinen“ auf ihr Projekt aufmerksam. Der sechsjährige Tim entwarf ein Haus „bis zur Sonne“, in dem er mit einem Huhn und einer Giraffe zusammenwohnen will.

Im Reigen der regionalen Bauherren darf natürlich die Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft Schwäbisch Hall (GWG) nicht fehlen: Sie ist mit 64 Miet- und Eigentumswohnungen sowie drei kleinen Gewerbeeinheiten, aufgeteilt in vier Gebäuden, im Zentrum des Neubaugebiets dabei. Auch dieser Komplex wird einen gemeinschaftlich nutzbaren Innenhof bieten. Die Wohnungsgrößen reichen vom 1-Zimmer-Appartement mit circa 23 Quadratmetern bis zur 100 Quadratmeter großen 4-Zimmerwohnung. „Wenige Einheiten sind aktuell noch frei“, teilt Pressesprecher Marius Schell mit. Wer sich beeile, könne sich unter anderem noch das letzte freie Penthouse mit großzügiger Dachterrasse sichern. Die Eigentumswohnungen würden voraussichtlich im ersten Quartal 2022 fertiggestellt, die Mietwohnungen etwas später. Von Beatrice Schnelle