Sonderveröffentlichung

Hier lebe Ich – Illerkirchberg Freizeitparadies mit Geschichte

llerkirchberg liegt malerisch zwischen dem Illertal und dem Weihungstal. Ein Freizeitparadies, das aber auch geschichtlich etwas zu bieten hat. Von Constanze Lobringer

Freizeitparadies mit Geschichte


25.03.2020

Viele sehen Illerkirchberg nur im Vorbeilaufen, führt doch auf beiden Seiten der Iller ein wild-schöner Weg am Fluss entlang. Die malerische Schlossanlage der Grafen Fugger aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und die dazugehörige katholische Pfarrkirche St. Sebastian prägen das Ortsbild.

Spuren der Römer

Am Ortsrand wurde im Jahr 1928 ein römisches Kastell gefunden, das aus der Zeit um 50 nach Christus stammt. Das Kastell galt als größte militärische Anlage der Donaufront zu jener Zeit. 500 Reitersoldaten sollen dort stationiert gewesen sein. Ihre Aufgabe war der Schutz von Straßen, aber auch die Sicherung des Illerübergangs. Die glorreichen Zeiten des Kastells hielten aber nicht lange – schnell wurde es bedeutungslos. Wichtig blieb aber der Übergang über die Iller, der war nämlich zu damaliger Zeit ein einträgliches Geschäft: Die Ulmer erhoben hier einen Brückenzoll. Die Fugger übernahmen die Herrschaft im Jahr 1508. Mit Maria Elisabeth Gräfin Thun-Fugge sind sie bis heute auf dem Schloss Oberkirchberg zu finden. Heute gehören zu Illerkirchberg die Ortsteile Unterkirchberg, Mussingen, Oberkirchberg, Buch, Beutelreusch und Oberweiler.

Eine kleine Tour

Wer eine kleine Tour durch den Ort machen möchte und auch die Natur rund um die Iller genießen will, sollte eine Rundtour zum Kloster Wiblingen unternehmen. Los geht es in Unterkirchberg, dort geht es an der renaturierten Iller entlang. Immer wieder gibt es schöne Stellen, an denen man auch einfach ans Wasser gelangt und leicht einen Sprung ins kalte Nass machen kann. Oder man hält nur ein paar Zehen hinein, die Iller kann empfindlich kalt sein. Hier sieht man auch immer wieder Menschen, die mit ihren Schlauchbooten entspannt die Iller hinuntertreiben oder Standup-Paddler, die ruhig durchs Wasser gleiten. Weiter geht es, bis man in Wiblingen die Illerbrücke erreicht, diese überquert man und hält sich links. So erreicht man das Wiblinger Kloster. Wer der Hauptstraße folgt kommt über Feldwege wieder in Unterkirchberg an, ganz ohne Wegezoll gezahlt zu haben.


1078 ist das Jahr, in dem „Chirchberg“ erstmals erwähnt wurde . Auf dem Bergsporn, der heute noch das Schloss trägt, stand wohl schon im Mittelalter eine Burg. Die Grafen von Kirchberg verarmten im 15. Jahrhundert und starben 1519 aus.


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