Sonderveröffentlichung

Belschner Schwäbisch Hall Malermeister aus Leidenschaft

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 hat sich die Haller Firma Belschner vom Ein-Mann-Betrieb zu einem mittelständischen Unternehmen mit umfangreichem Dienstleistungsspektrum entwickelt. Der Inhaber startete mit einer Werkstatt im Stall.

Ein eingespieltes Team: Achim Belschner und seine Schwester Irida. Sie unterstützt den Chef als Buchhalterin im Büro. Foto: Hannah Pompalla

19.10.2020

Den Pinsel schwingt Achim Belschner bereits seit seiner frühen Kindheit. „Als keiner Junger habe ich immer gerne im Malerbetrieb meines Onkels Klaus ausgeholfen“, berichtet der 41-Jährige. „Später wurde er dann zu meinem Ausbilder und Mentor“, erinnert sich der Handwerksmeister.

Heute führt er seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich sein eigenes Unternehmen. Das Kerngeschäft beinhaltet nicht mehr nur das Malen und Tapezieren: Das Dienstleistungsspektrum beinhaltet neben der Fassadenrenovierung von Privat- und Mehrfamilienhäusern oder Kirchen auch Gipser- und Stuckateurarbeiten, Trockenbau, Bodenbeschichtungen und das Verlegen von Fliesen und anderen Belägen. Daneben stellt Belschner Gerüste auf, baut neue Wände, Fenster und Türen ein und beseitigt Schimmel. „Im Prinzip mache ich fast alles“, sagt der Inhaber. Darüber hinaus verkauft er in seinem Geschäft eigenes Malerwerkzeug und Farben.
   

Seit 2008 im heutigen Domizil

Der gebürtige Michelbacher blickt auf einen langen Weg zurück. „Die Entscheidung, eine eigene Firma zu gründen, ist gefallen, nachdem mein Onkel nach langer Krankheit verstorben war“, berichtet er.

Zwar hatte er sich schon vorher als nebenberuflicher Gerüstbauer und Raumausstatter selbstständig gemacht. Aber erst, als der gelernte Maler und Lackierer im Mai 2005 den Meisterbrief in den Händen hielt, rief er sein heutiges Unternehmen als Ein-Mann-Betrieb ins Leben.

„Zunächst hatte ich meine Werkstatt in einem alten Stall in Rauhenbretzingen“, sagt er lachend. Doch da es darin keine Heizung gab und er die kalte Jahreszeit fürchtete, wechselte er kurz darauf in ein altes Gebäude nach Gschlachtenbretzingen, bevor er sich noch im selben Jahr im Haller Karl-Kurz-Areal einmietete. Schließlich erwarb Belschner 2008 sein heutiges Domizil in der Crailsheimer Straße 69. „Wir haben es stetig vergrößert, da wir extrem gewachsen sind. Denn es kamen in kurzer Zeit immer mehr Geschäftsfelder hinzu, wie das Gipsen, die Stuckatur und der Trockenbau“, erzählt er. „Deswegen benötigten wir auch mehr Lagerflächen für unsere Maschinen und Materialien.“

Zudem eröffnete er 2015 direkt am Firmensitz seinen Großhandel für diverse Malerutensilien. Dazu zählen eigene Pinsel, Walzen, Klebebänder, Farbe, Tapete, Schleifmittel, Abdeckmaterialien und Arbeitsschutzprodukte. „Wir versorgen namhafte Baustoffhändler sowie Industrie- und Großbetriebe“, betont Belschner. Aber auch kleinere Firmen aus der Region würden von ihm ausgestattet. „Unser Außendienst ist auch in Notfällen schnell zur Stelle.“ Inzwischen beschäftigt er rund 40 Mitarbeiter. Seine Schwester Irida ist als Buchhalterin in das mittelständische Unternehmen eingestiegen. „Auch meine Eltern haben mich mit ihren Hausmeistertätigkeiten jahrelang unterstützt. Gerade in der Anfangszeit waren sie eine große Hilfe und die guten Seelen des Hauses“, schildert der Geschäftsführer. „Überhaupt bekomme ich einen enormen Rückhalt aus meiner Familie. Das ist ein großer Segen für mich“, hebter hervor.

Auch innerhalb des Teams lege er großen Wert auf ein gutes Miteinander und eine familiäre Atmosphäre. So stünden regelmäßige Firmenausflüge und -feste auf dem Programm. „In diesem Jahr mussten wir natürlich leider alles canceln. Das betrifft auch die ursprünglich geplante Feierlichkeit zu unserem 15-jährigen Bestehen“, erklärt Achim Belschner. Diese solle auch nicht nachgeholt werden. „Es ist noch unklar, wie sich die Pandemie weiter entwickelt, und da möchte ich kein Risiko eingehen.“

Bauplatz gesucht

Für die Zukunft plant er, einen neuen, größeren Standort zu schaffen. „Unser Lager platzt aus allen Nähten. Daher suchen wir schon lange nach einem Bauplatz. Aber es ist leider nicht so einfach, etwas Passendes zu finden.“ Die Leidenschaft für seinen Beruf sei ihm jedenfalls über all die Jahre erhalten geblieben. „Ich mache den Job aus Überzeugung und weil er mir Freude bereitet. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, so vielen Leuten Arbeit geben zu können“, sagt der Malermeister. Von Hannah Pompalla