Sonderveröffentlichung

Gastronomie im Freien Urlaub in der eigenen Stadt

Zahlreiche Gastronomiebetriebe mit Biergarten im Landkreis Schwäbisch Hall laden gerade jetzt in den Sommerferien auf ein kühles Getränk und eine deftige Mahlzeit ein – und locken damit sowohl Einheimische als auch Touristen an.

Ein frisch gezapftes Pils oder ein kühles Radler sorgen für eine entspannte und genussvolle Zeit. Foto: Kzenon/Shutterstock.com

31.07.2020

Raus aus dem Alltag: Stress und Hektik für einige Zeit hinter sich lassen und dabei die Sonne, gutes Essen und eine kühle Erfrischungen genießen. Was nach Urlaub klingt, finden die meisten Deutschen heute nicht weit von zu Hause. Sowohl auf dem Land als auch in der Stadt tummeln sie sich im Freien, um den Sommer zu genießen: auf Dachterrassen, in Schatten spendenden Innenhöfen oder unter Bäumen im Biergarten. Spätestens, wenn das Thermometer die 20-Grad-Hürde genommen hat, steigt die Nachfrage nach Open-Air-Sitzplätzen an. Ein frisch gezapftes Pils oder ein kühles Radler bringen dann die willkommene Erfrischung unter freiem Himmel und sorgen für eine entspannte und genussvolle Zeit im Biergarten.

Die Lust am Biertrinken im Freien ist nicht neu, wohl aber, dass inzwischen beinahe jede deutsche Stadt Freiluftgastronomien besitzt. Egal ob mit Freunden, Kollegen oder Bekannten – die Stunden in einem Biergarten sind zumeist sehr gesellig, das Angebot dieser Plätze wird zudem zunehmend facettenreicher. „Die Zahl der Biergärten in Deutschland nimmt immer weiter zu. Seit der Jahrtausendwende dürfte sich die Anzahl in etwa verdreifacht haben“, schätzt Ulrich Biene, Pressesprecher einer Brauereiin Nordrhein-Westfalen.

Wer hat‘s erfunden?

Als willkommene Ergänzung zum Biergarten sind in den letzten Jahren viele Stadtstrände und Strandbars hinzugekommen. Mit Sand zwischen den Zehen und einem kühlen Getränk in der Hand sorgen sie für entspannte Urlaubsstimmung mitten in der Stadt. „Ein kühles Pils nach einem heißen Tag – so entspannt können Einheimische und Touristen den Sommer in der Stadt genießen“, schwärmt Bierexperte Ulrich Biene.

Ihren Ursprung haben die Biergärten in München. Hier sind die größten, ältesten und auch die meisten von ihnen angesiedelt. Im 16. Jahrhundert legte die bayerische Brauordnung fest, dass Bier nur zwischen Ende September und Ende April gebraut werden dürfe.

Einen Sommer ohne den Gerstensaft konnten sich die Menschen aber schon damals nicht vorstellen. Um das im März und April gebraute Bier den Sommer über in kühler Umgebung lagern zu können, legten die Brauer also einen Bierkeller an. Zum Schutz vor der Sonne wurden Schatten spendende Bäume angepflanzt, unter denen irgendwann das ausgeschenkte Bier sofort getrunken wurde – der Biergarten war geboren.

Unterstützung für Gastwirte

Doch nicht nur in Bayern, sondern auch in Baden-Württemberg und damit auch im Landkreis Schwäbisch Hall erfreuen sich die Outdoor-Gaststätten großer Beliebtheit. Da gerade viele Gastronomen mit den Folgen des wochenlangen Corona-Lockdowns zu kämpfen haben, sind die Sommerferien die ideale Zeit, um die regionalen Anbieter zu unterstützen und damit auch der kulinarischen und wirtschaftlichen Vielfalt in der Region etwas Gutes zu tun.

Ob ein Familienausflug mit den Rädern oder eine Wandertagestour mit Freunden – in vielen Ortschaften gibt es die Möglichkeit, einzukehren und sich mit einem Bier und einer deftigen Brotzeit zu stärken. Wer einen Ausflug plant, kann sich vorab auf den Internetseiten der örtlichen Gastronomiebetriebe über deren Angebot informieren. djd/es
     


Feiern und genießen mit Abstand

Trotz einiger Hygiene- und Abstandsregeln steht einem Besuch im Biergarten oder im Restaurant nichts im Wege.

Kellner mit Mundschutz sind mittlerweile zu einem alltäglichen Anblick geworden. Für Gäste gibt es laut Corona-Verordnung jedoch keine Maskenpflicht. Foto: Ralph Peters/www.imago-images.de
Kellner mit Mundschutz sind mittlerweile zu einem alltäglichen Anblick geworden. Für Gäste gibt es laut Corona-Verordnung jedoch keine Maskenpflicht. Foto: Ralph Peters/www.imago-images.de

Seit Anfang Juni haben nicht nur Gastronomiebetriebe sondern auch Biergärten, Kneipen, Cafés und Eisdielen wieder geöffnet. Trotzdem läuft in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie vieles anders ab. Wer also einen Besuch in einem Biergarten oder in einer Gaststätte plant, sollte die folgenden Punkte beachten.

Gastronomiebetriebe zählen zum öffentlichen Raum. Deshalb sind momentan nur 20 Personen an einem Tisch zugelassen. Zudem muss zu den Nachbartischen jeweils ein Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Die Corona- Verordnung des Landes Baden- Württemberg unterscheidet hierbei übrigens nicht, ob die Gäste draußen oder drinnen sitzen.
    

Lokale Spezialitäten  
    

Weiterhin gilt, dass die Gäste ein Kontaktformular mit Namen, Adresse und Telefonnummer ausfüllen müssen. So können die Behörden Infektionsketten nachvollziehen und im Falle einer Erkrankung mögliche Kontaktpersonen schnellstmöglich informieren. Eine Reservierungspflicht gibt es nicht. Damit die Betriebe besser planen können, ist es jedoch hilfreich – vor allem, wenn es sich um größere Gruppen handelt – sich vorab telefonisch mit der Gaststätte in Verbindung zu setzen.

Eine Maskenpflicht für Gäste gibt es nicht. Aus Rücksicht auf andere sollten diejenigen, die den Betrieb betreten oder verlassen oder zur Toilette gehen, jedoch auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das Servicepersonal hingegen ist verpflichtet, eine Maske zu tragen.

Wer all diese Maßnahmen beachtet, dem steht ein entspannter Besuch im Biergarten oder auf der Terrasse der örtlichen Gaststätte bevor. Viele Betriebe locken dabei nicht nur mit kühlen Getränken sondern auch mit vielen regionalen Spezialitäten. Von Kässpätzle über hausgemachte Maultaschen bis hin zum schwäbischen Zwiebelrostbraten ist alles dabei.

Auch für diejenigen, die lieber Spezialitäten aus den Urlaubsregionen Griechenland oder Italien genießen möchten, werden sicherlich bei den regionalen Anbietern fündig. es

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