Sonderveröffentlichung

950 Jahre Süßen Begegnungsabend in der Süßener Kulturhalle: Hier wird getanzt

Der Hahnentanz hat in Süßen eine lange Tradition. 1980 hat die Ortsgruppe Süßen des Schwäbischen Albvereins den Brauch wiederbelebt.

Der Hahnentanz hat in Süßen eine lange Tradition. Foto: Alexander Schmid

20.09.2021

Schon 1881 schrieb der gebürtige Groß-Süßener Johann Georg Fischer in seiner Gedichtsammlung „Der glückliche Knecht“ über den Hahnentanz in Süßen, der im Freien, unter einem Lindenoder Birnbaum abgehalten wird. Fast 100 Jahre nach dieser Veröffentlichung hat die Süßener Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins die Süßener Tracht wieder angezogen und das Tanzbein geschwungen, seither jährlich zum Stadtfest. Natürlich unter einer Linde, die im Jahr 1905 vor dem Pfarrhaus gepflanzt und fünf Jahre später, wegen eines Blitzeinschlags, durch eine neue Schillerlinde ersetzt wurde.

Bei der Premiere 1980 spielte die Musik wieder zum Hahnentanz auf dem Rathausplatz. Die Tänzer drehen sich unter einem Gerüst, auf dem ein lebender Hahn in einem Käfig thront. Ein herunterhängendes Glas Wasser gilt es von den Tänzern umzustoßen, ohne dabei nass zu werden. Im Laufe der Jahre hat sich der Süßener Hahnentanz zum Erntetanz entwickelt, der Hahn galt von jeher als Symbol für Stärke und Fruchtbarkeit.

Beim Begegnungsabend in der Süßener Kulturhalle wird jetzt wieder getanzt. Neben der Volkstanzgruppe des Albvereins stehen auch die mexikanische Gruppe „Baila México“ aus Stuttgart und Arami Paraguay auf der Bühne, die sich zum Ziel gesetzt haben, mit ihren Tänzen Brücken zwischen den Menschen zu bauen. Weitere ausländische Gruppen können wegen der Coronapandemie leider in diesem Jahr nicht zum Programm beitragen. Iris Ruoss

Info Der Begegnungsabend findet am Donnerstag, 23. September, um 19.30 Uhr in der Süßener Kulturhalle statt. Der Eintritt ist frei.