Sonderveröffentlichung

Seestüble Tüngental Ein besonderes Geheimrezept

Angelika „Geli“ Herrmann feiert in diesem Herbst ihr 20-jähriges Jubiläum als Wirtin der Gaststätte „Seestüble“ in Schwäbisch Hall-Tüngental.

Schon im Alter von neun Jahren steht Angelika Herrmann in der Küche, um das erste Mal „Saure Nieren“ zuzubereiten. Aus der Leidenschaft für die Gastronomie hat sie am 3. November 2000 schließlich ihren Beruf gemacht. Fotos: Julia Weise  

16.10.2020

Ein Tablett voller Schnäpse war das erste, was Angelika Herrmann im Tüngentaler „Seestüble“ servierte. „Das war an einem Freitag im Jahr 2000“, erinnert sich Herrmann, und erzählt, wie es dazu kam. Vom SV Tüngental wird eine Wirtin für die Vereinsgaststätte in der Ramsbacher Straße 35 gesucht. Doch schon, als „Geli“ den Vertrag mit den Vorständen des SVT unterschreiben soll, ist der gesamte Stammtisch in der Gaststätte am Sportplatz voll besetzt. „Als ich das Tablett an den Tisch gebracht habe, waren die Gläser nur noch zur Hälfte gefüllt, so nervös war ich damals“, erinnert sich die fröhliche 55-Jährige. Eine Begebenheit, über die sie heute nur noch schmunzeln kann. Denn längst gehen Bier, Cola, Spezialitäten wie hausgemachter Zwiebelrostbraten, Semmelknödel, Kartoffelsalat oder eben der eine oder andere Klare, völlig routiniert über die Theke.
      

„Inzwischen kann ich mir mein Leben überhaupt nicht mehr ohne mein Stüble vorstellen“, unterstreicht die gelernte Metzgerin und Industriekauffrau im Bereich Finanzbuchhaltung. Auch die „Dingelder“ schloss die gebürtige Stuttgarterin sehr schnell in ihr Herz. „Viele meiner Gäste kenne ich schon, da haben sie selbst noch in der A-Jugend Fußball gespielt“, beschreibt sie. „Jetzt kommen sogar schon deren Kinder zu mir, um etwas zu essen, zu trinken oder um in angenehmer Runde zusammenzusitzen und zu plaudern.“

„Geli war für uns von Anfang an ein echter Glücksgriff“, freut sich Erich Seitz, Ehrenvorsitzender beim SVT. Kein Wunder also, dass sich das Vereinsheim mit den Jahren zu einer beliebten Wirtschaft mauserte. „Viele Gäste kommen von außerhalb, um die selbstgekochten Speisen zu probieren.“ Seit diesem Frühjahr können diese sogar zum Mitnehmen geordert werden. Das Geheimrezept der Chefin scheint zu funktionieren: „Ich verkaufe nur das, was ich selbst mit Appetit essen würde“, sagt die Wirtin, die den Kochlöffel schon im Alter von neun Jahren gerne schwang.


"Ich kann mir mein Leben überhaupt nicht mehr ohne mein Stüble vorstellen."

Angelika Herrmann Wirtin


Die Zutaten stammen allesamt aus der Region. „Backwaren beziehe ich etwa beim ‚Krimmer‘ in Untermünkheim, Wurst von der Metzgerei Schäfer und das Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft“, gibt sie einen Einblick. Der Schnaps stammt heuer aus Frankenhardt. Ob mit dem am eigentlichen Jubiläumstag, dem Dienstag, 3. November, angestoßen werden kann, steht aktuell noch in den Sternen. Als Ersatz locken in diesem Herbst leckeres Wild sowie Köstlichkeiten von der Schlachtplatte. Von Julia Weise

Die Öffnungszeiten

Montag: 11.30 bis 14 Uhr sowie 17.30 bis 24 Uhr
Dienstag: Ruhetag
Mittwoch: 11.30 bis 14 Uhr sowie 17.30 bis 24 Uhr
Donnerstag:11.30 bis 14 Uhr sowie 17.30 bis 24 Uhr
Freitag: ab 16 Uhr
Samstag: bei Spielbetrieb des SVT
Sonntag: ab 10 Uhr

Zu besonderen Anlässen und nach vorheriger Vereinbarung auch dienstags sowie samstags geöffnet. Weitere Infos gibt es telefonisch unter 0 79 07 / 15 57 und unter www.sv-tuengental.de. pm