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Der Fachmann hilft Die Wärmepumpe steht hoch im Kurs

Wer derzeit ein Gebäude saniert setzt in Sachen Heizung gern auf Wärmepumpen.

Ein Heizungstausch sollte gut geplant sein. Foto: © Roman Zaiets/shutterstock.com

13.08.2021

Die Bereitschaft von Eigentümern, sich um die Werterhaltung ihrer Immobilie zu kümmern und gleichzeitig das Klima zu schonen, ist groß. Staatliche Anreize dafür lösten bereits im Jahr 2020 einen kräftigen Investitionsschub aus. Die Zahl der Anträge für die Gebäudeeffizienzprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums hat sich 2020, verglichen mit 2019, annähernd verdoppelt - von 326 000 auf 600 000. Den Hauptteil machten Fördergelder für Heizsysteme mit erneuerbarer Energie aus.

Von Wärmepumpe bis Solar

Allein hier stieg die Zahl der Anträge von 76 000 im Jahr 2019 auf über 280 000 im vergangenen Jahr. Knapp zwei Drittel der Anfragen wurden im Rahmen einer Sanierung gestellt, 110 000 betrafen den Wechsel von einer Öl-Heizung zu einer Heizung auf der Basis erneuerbarer Energien. Dabei lag die Wärmepumpe mit 144 000 Anträgen an der Spitze, gefolgt von Biomasse-Anlagen mit 96 000. Auf die Solarthermie entfielen 58 000, auf Gashybridheizungen 37 000 Anträge. Die Zusagen für Sanierungen zum Effizienzhaus lagen im vergangenen Jahr bei 20 000 nach 11 000 im Jahr 2019. Die bewilligten Einzelmaßnahmen stiegen auf 105 000 (2019: 81 000). Außerdem gab es im vergangenen Jahr mit 93 000 deutlich mehr geförderte Neubauprojekte als 2019; da waren es 44 000. (be.p)

Tipps für die neue Heizung
   

1. Den richtigen Zeitpunkt für den Einbau einer neuen Heizung wählen: Fällt eine veraltete Heizung mitten im Winter aus, ist der Zeitpunkt, einen Heizungstausch vorzunehmen, denkbar ungünstig. Besser frühzeitig mit einem Fachbetrieb in der Region in Verbindung setzen.

2. Die Gesetzeslage beim Heizungstausch berücksichtigen: Der Gesetzgeber sieht für einen Heizungstausch feste Regeln vor. So enthält nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) auch das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) – der Nachfolger der EnEV) – eine Austauschpflicht für Öl- und Gasheizungen, die 1991 oder früher eingebaut wurden.

3. Das passende Modell für die neue Heizung finden: Die Vielfalt an Angeboten macht die Entscheidung für eine neue Heiztechnik gerade für Laien nicht einfach. Ein paar grundsätzliche Fragen können dabei große Unterschiede machen: Wie offen ist man beispielsweise für Innovationen? Sind Kosten oder die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz entscheidend?

4. Sich ausführlich von einem Fachbetrieb zur Heizungsmodernisierung beraten lassen: Neben einer guten eigenständigen Vorbereitung und dem Studium des umfangreichen Informationsangebots im Netz, ist die persönliche Beratung durch einen Fachbetrieb bei einer Modernisierung dringend empfohlen.

5. Förderung für die Heizung prüfen: Die Konditionen für Fördermittel im Bereich moderner, effizienter und klimaschonender Heiztechnik wurden Anfang des Jahres noch einmal deutlich verbessert und in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gebündelt.