Freie Fahrt für die Linie 2 Jetzt ist erstmal Durchatmen angesagt

07.12.2018
SWU-Geschäftsführer Klaus Eder Foto: Matthias Kessler
SWU-Geschäftsführer Klaus Eder Foto: Matthias Kessler

Ulms Baubürgermeister Tim von Winning und SWU-Geschäftsführer Klaus Eder halten im Interview Rückschau auf eine anstrengende Baustelle.

Können Sie von nun an wieder besser schlafen?   

von Winning: (lacht) Also, ich habe während der Bauzeit eigentlich meistens gut geschlafen. Und zwar, weil es eine funktionierende Struktur gegeben hat, aus Menschen, die verlässlich das Beste für das Projekt gegeben haben. Aber natürlich bin auch ich heilfroh, wenn diese Aufgabe nun hinter uns liegt.   

Eder: Wir haben während des Projektes vielfach gespürt, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten gut klappt. Diese haben Hervorragendes geleistet, was mich mehr und mehr begeistert hat. Ich war also zu jeder Zeit beruhigt, dass es gut wird.  

Heim

Ihr kurzes Fazit nach den drei anstrengenden Jahren?

von Winning: Man kann so eine große Aufgabe stemmen, wenn alle miteinander in die gleiche Richtung arbeiten – was in Ulm offensichtlich vorbildlich möglich ist. Das liegt etwas an der Größe der Stadt, aber vor allem an den Personen, die da zusammen arbeiten.

Eder: Hier haben sich die unterschiedlichen Kompetenzen ideal ergänzt. Die der SWU, was das Thema Mobilität betrifft, und die der Stadt etwa in Belangen der Innenstadtgestaltung und der Bautätigkeiten. Für uns war das ja kein gänzliches Neuland, denken Sie an die Verlängerung der Linie 1 und die Reaktivierung der Bahnstrecke Senden-Weißenhorn. Wir als Infrastruktur-Dienstleister sind sehr mit dem Ergebnis zufrieden. Jetzt kommen noch die Sedelhöfe und der Bahnhofsbereich.

Tim von Winning mitten in der Baustelle. Foto: Volkmar Könneke
Tim von Winning mitten in der Baustelle. 
Foto: Volkmar Könneke
Kommt die Innenstadt danach erst einmal etwas zur Ruhe?

von Winning: Ich bin sicher, dass Städte sich ständig anpassen müssen. Wir werden auf jeden Fall die nächsten Jahre noch um den Bahnhof viel zu tun haben, und auch mit unserer Verkehrsinfrastruktur, die in die Jahre gekommen ist, mit Straßen, mit Brücken wie der Gänstorbrücke. Die Fußgängerzone ist ein Bereich, den wir uns in den nächsten Jahren intensiv anschauen müssen. Eine baustellenfreie Innenstadt werden wir leider über lange Zeit nicht haben.

Eder: Derzeit entwickelt sich ein weiteres Infrastrukturprojekt, der Ausbau der Glasfaserversorgung. Auch dieses wird in den nächsten fünf Jahren viele Bautätigkeiten erfordern. pm

Vom Baubeschluss bis zur Inbetriebnahme

6. Mai 2015: der Gemeinderat beschließt den Bau der Linie 2
6. Mai 2015: der Gemeinderat beschließt den Bau der Linie 2
August 2015: Baubeginn der Kienlesbergbrücke
August 2015: Baubeginn der Kienlesbergbrücke
15. Oktober 2015: Offizieller Spatenstich für die Linie 2
15. Oktober 2015: Offizieller Spatenstich für die Linie 2
November 2015: Baustellenbeauftragte nehmen ihren Dienst auf
November 2015: Baustellenbeauftragte nehmen ihren Dienst auf
10. August 2016: Beginn des Taktschiebeverfahrens an der Kienlesbrücke
10. August 2016: Beginn des Taktschiebeverfahrens an der Kienlesbrücke

Die Linie 2 in Zahlen

Zur Verkehrssicherung:

8900 Verkehrsschilder aufgestellt, ferner 34 000 gelbe Absperrschranken, 11 400 Leitbaken, 21 km gelbe Markierungen, 7 km Betonleitelemente.

Verlegen von Rohrleitungen:

24 700 LKW-Fahrten für Aushub und Einbau des Erdreichs, 230 km Kabelleerrohre verlegt, 950 Kabelschächte eingebaut. Ferner 23 km Rohre für Entwässerung und Drainagen sowie 21,5 km Gas- und Wasserleitungen.

Straßenbau:

22 000 LKW-Ladungen Aushub, 16 000 LKW-Ladungen Erdreich, Einbau 88 000 Tonnen Asphalt und 14 500 m2 Pflaster, 47 km Bordsteine und Gehwegabgrenzungen.

Gleisbau:

35 km Schienen, 570 LKW-Ladungen Schotter, 10 900 Schwellen.
Ding Einfach besser fahren
Technishe Hochschule Ulm
Citygutschein Ulm/Neu-Ulm - DING-Tageskarte
Braun Engels
nps Baumprojektmanagement
Verkehrsplanung Oppawsky
zurück zur Übersicht Freie Fahrt für die Linie 2
Datenschutz