Sonderveröffentlichung

Der Fachmann hilft Naturnahe Wärme zum Spartarif

Im Winter gemütlich vor dem Kamin sitzen – herrlich. Doch vorher geht es in den Wald zum Brennholzhacken.

Vor dem Trocknen empfiehlt es sich, das Brennholz in ofengerechte Abschnitte zuzuschneiden. Foto: djd/STIHL

11.09.2020

Es ist unverkennbar: Der Herbst steht vor der Tür. Wenn am Tag die Sonne scheint, kann man zwar durchaus noch ein T-Shirt anziehen, aber am Morgen hängen bereits Nebelschwaden in der Luft und auch die Abende laden nicht mehr zum Sitzen auf der Terrasse ein. Wie schön hat es da der, der im Haus einfach den Kamin anheizt und gemütlich am Feuer sitzen kann. Das stete Spiel der Flammen und das leise Knistern der Holzscheite im Kaminofen verleiht jedem Raum eine behagliche Atmosphäre. Zudem ist das Heizen mit dem nachwachsenden Brennmaterial ökologisch sinnvoll und preislich attraktiv.

Es ist daher kein Wunder, dass viele Menschen ihr Heim um einen Ofen ergänzen und die Heizung mit dieser zusätzlichen Wärmequelle entlasten. Viele Kaminbesitzer empfinden das Holzmachen nicht als Arbeit, sondern begrüßen die Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft als Ausgleich zum Alltag. Deshalb machen viele von ihnen ihr Brennholz am liebsten selbst, anstatt es sich ofenfertig geschnitten ins Haus liefern zu lassen. Eine sichere Sache, wenn man einige Ratschläge beherzigt. Das Brennmaterial ist begehrt. Man sollte sich daher zeitig darum kümmern. Erste Anlaufstellen sind die regionalen Forstämter. Bei diesen können Privatpersonen kostengünstig das Recht erwerben, sogenanntes liegendes Holz aufzubereiten – oder sogar selbst Bäume zu fällen. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Motorsägenkurs. Hier machen Fachleute die Teilnehmer in Theorie und Praxis mit Arbeitstechniken, Sicherheitsaspekten sowie mit Funktionen und Wartung einer Motorsäge vertraut.

Für das Zuschneiden des Holzes in ofengerechte Abschnitte empfiehlt sich der Einsatz einer Motorsäge. Akku-Geräte sind für den durchschnittlichen Haushaltsbedarf an Brennholz gut geeignet. Ebenso entscheidend wie das richtige Werkzeug ist die passende persönliche Schutzausstattung. Motorsägen-Stiefel, eine Schnittschutzhose oder Beinlinge mit Schnittschutzeinlage, Schutzbrille, Arbeitshandschuhe sowie ein Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz sorgen für ein sicheres Arbeiten und sind unverzichtbar. Bevor die Abschnitte mit einem Spaltbeil in Kaminscheite zerlegt werden, muss das spätere Brennholz an einer überdachten Stelle trocknen. Erst bei einer Restfeuchte von unter 20 Prozent ist Holz für den Kamin geeignet. Liegt der Wert höher, geht beim Heizen zu viel Energie verloren, der Schadstoffausstoß steigt und der Kaminofen kann Schaden erleiden. Für das Bestimmen des Feuchtigkeitsgehalts ist ein Holzfeuchtemesser hilfreich. am/pm

Info: Ab in den Wald

Lust, mal selbst im Wald Holz zu machen? Wann der nächste Motorsägenkurs angeboten wird, kann man beim Revierförster, der für die entsprechende Region zuständig ist, erfragen.