Sonderveröffentlichung

Der Fachmann hilft Weg mit Moos und Filz

Es wird wärmer und damit verbringt man wieder mehr Zeit im Garten. Erster Punkt auf der To-Do-Liste: Den Rasen vertikutieren.

Ist der Rasen gemäht und vertikutiert, sollte er regelmäßig gegossen und auch mal gedüngt werden. Foto: mykhailo pavlenko/Shutterstock.com

1.04.2021

Ein dichter, gesunder und grüner Rasen ist manch Gärtners großer Traum – kann aber auch schnell zum Albtraum werden, wenn die Gräser gar nicht so recht sprießen wollen und die Problemzonen im Gegenzug immer größer werden. Auf vielen Rasenflächen sind jetzt im Frühling die Überbleibsel der letzten nasskalten Jahreszeit unübersehbar, in Form ausgedehnter Moosbereiche, die dem Rasen buchstäblich die Luft zum Atmen rauben. In diesem Fall wird es höchste Zeit für eine Runde mit dem Vertikutierer. Das Gerät befreit die Fläche auf gründliche Weise von Moos, Filz und Unkraut und gibt so dem grünen Teppich die Chance, neu und kräftig zu wachsen.

Mehr Licht und Luft

Beim Vertikutieren wird die Grasnarbe oberflächlich angeritzt, unerwünschte Bestandteile wie Rasenfilz und Moos lassen sich auf diese Weise entfernen. Gleichzeitig erhält das Gras mehr Luft und Licht und es kann neue Triebe bilden. Zudem ist die obere Bodenschicht wieder durchlässig für Wasser und Nährstoffe. Viele Gartenbesitzer greifen im Frühjahr zu diesem Hilfsmittel, möglich ist das Vertikutieren aber zu fast jeder Jahreszeit. Lediglich heiße und trockene Sommerphasen sowie die Frostperiode sollte man meiden. Neben Handvertikutierern, die viel Kraftanstrengung erfordern, gibt es eine Vielzahl an elektrischen Modellen sowie Geräte mit Akkuantrieb oder Benzinmotor. Welches Modell für die eigenen Anforderungen am besten geeignet ist, hängt unter anderem von der Größe der Rasenfläche ab. Wichtig ist es, die Höhe des Vertikutierers korrekt einzustellen. Damit der Rasen und seine Wurzeln keinen Schaden nehmen, sollten die Messer höchstens zwei bis drei Millimeter in den Boden eindringen. Nach der Behandlung der Grasfläche noch das gelöste Moos und den Filz gründlich zusammenkehren. Kahle Stellen kann der Gartenbesitzer direkt nachsäen, dabei die Samen bis zum Sprießen laufend feucht halten. Zur Rasengesundheit trägt ebenso die Versorgung mit dem richtigen Mix an Nährstoffen und bei Bedarf auch ein Kalken bei. Dies hilft dabei, den pH-Wert des Bodens zu regulieren. djd

Die optimale Rasenhöhe

Faustregel für Schnitthöhen: drei bis fünf Zentimeter für Spielrasen, zwei bis bis drei Zentimeter für Zierrasen und fünf bis sechs Zentimeter für Schattenrasen.

Land unter – wer zahlt?

Ob eine Versicherung bei einem Wasserschaden zahlen muss, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg hervor.

Ein Abwasserrohr außerhalb eines Gebäudes war gebrochen. Durch den Rückstau lief eine Drainage im Außenbereich über. Das Wasser drang in den Keller ein. Die Versicherung wollte die geforderten 50.000 Euro nicht zahlen. Ihrer Ansicht nach war der Schaden durch die Wohngebäudeversicherung nicht gedeckt. Die Richter gaben der Versicherung Recht. Der Schaden sei kein Leitungswasserschaden, der von den Versicherungsbedingungen erfasst werde. Die Gefahr Leitungswasser versichere nur Risiken, die in Verbindung mit Zu- und Ableitungsrohren der Wasserversorgung oder dem Rohrleitungssystem verbundenen sonstigen Einrichtungen bestehen. Das Wasser sei aus der Drainage ausgetreten und von dort in den Keller gelangt. Diese diene nicht dazu, das Haus mit Wasser zu versorgen oder Wasser aus dem Gebäude abzuleiten, sondern der Bodenentwässerung. dpa