Driving Home for Christmas Heimkommen

22.12.2018
Große Emotionen beim Wiedersehen nach längerer Zeit. Foto: Madhourse/shutterstock.com
Große Emotionen beim Wiedersehen nach längerer Zeit. 
Foto: Madhourse/shutterstock.com


Nach Hause fahren“ – gerade über Weihnachten haben diese drei Worte mehrere Bedeutungen. Und sie sind oft mit großen Emotionen verbunden.


Von Kerstin Auernhammer 


Jeder fährt über die Feiertage „nach Hause“. Das bedeutet für jeden ein kleines bisschen etwas anderes. Der eine fährt an Heiligabend nach der Arbeit nach Hause, wo schon der Rest seiner Familie sehnsüchtig auf ihn wartet. Ein gemeinsames Essen, Geschenke werden verteilt – darauf freut er sich nach einer Feiertagsschicht. Wieder andere haben sich schon in den Tagen davor auf den Weg gemacht. Der Student, der die WG-Tür hinter sich zuzieht und die große Reisetasche voller Wäsche schultert. Auf dem Weg zum Bahnhof bucht er noch eben über eine App sein Ticket. Im Zug sitzt er auf dem Boden zwischen den Abteilen, weil sonst kein Platz da war. Heimat ist für ihn, dass Mama schon auf dem Bahnsteig wartet und ihn erst einmal in die Arme schließt, während Papa ihm auf die Schulter klopft und ihm die schwere Tasche abnimmt.

Wieder ins Kinderzimmer ziehen

Heimkommen heißt aber auch, dass Männer und Frauen in ihren Zwanzigern, Dreißigern und darüber, teilweise schon mit ihren eigenen Familien, vorübergehend wieder in ihre Kinderzimmer ziehen. Auf Klappbetten atmen sie die staubige Luft im kaum genutzten Zimmer und bereiten sich mental auf Tante Erna vor, die am nächsten Tag zum Kaffee vorbeischaut. Nach Hause kommen ist für Menschen, die hier in der Region großgeworden sind oder lange Zeit hier gelebt haben, das braun-weiße Autobahnschild „Ulmer Münster“. Die Steigung des Elchinger Hangs. Die Schapfenmühle in Jungingen oder die drei Böfinger Hochhäuser. Die Worte „Ulm-Ost“ oder „Ulm-Nord“ auf den blauen Autobahnschildern. Für Zugreisende ist es der erste Blick aufs Münster. Der erste Atemzug Ulmer Luft beim Aussteigen. Das Gewusel in der Bahnhofshalle. Der Blick auf die Anzeigentafel, wann der nächste Bus fährt. Die Baustelle vor dem Bahnhof – auch an die hat man sich ja irgendwie schon gewöhnt.

Daheim ist es doch am schönsten

Das Daheimsein fühlt sich auch irgendwie anders an als früher. Vertraute Namen beim morgendlichen Zeitunglesen: Roxy, Stadthaus, Pauluskirche. Aber teilweise fremdeln Heimkehrer mit den Gesichtern auf den Fotos. Für viele ist der Ulmer Oberbürgermeister einfach immer noch Ivo Gönner. Die markante Kienlesbergbrücke ist auch neu. Was hat man nicht alles verpasst, während man nicht hier war … Und so mancher schaut vielleicht genauer hin, wenn die Mama einem unauffällig den Stellenteil der Zeitung hinlegt. Denn daheim ist es doch am schönsten – oder?


Ich packe mein Auto ...

Je nachdem, wie lange man zu seinen Lieben fahren muss, ist achtsames Packen ratsam. Wer gut gerüstet ist, kommt gelassener an.

FOTO: ILTERRIORM/SHUTTERSTOCK.COM
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Weihnachten ist leider oft Stauzeit. Vor dem Losfahren sollte man deshalb lieber einen Blick auf die aktuelle Lage werfen, zum Beispiel auf der Webseite des ADAC. Lange Staus lohnt es sich zu umfahren.

Wer eine längere Fahrt auf einer staugefährdeten Strecke antritt, sollte unbedingt vorher volltanken. Gerade der Stop-and-Go-Verkehr verbraucht viel Kraftstoff. Auch die Sitzheizung und die Belüftung sorgen für Zusatzverbrauch. Ein voller Tank schont nicht nur die Nerven, sondern im Fall der Fälle auch den Geldbeutel. Denn wer auf der Autobahn liegenbleibt, muss ein Bußgeld zahlen. Nicht nur das Auto, auch das Smartphone sollte ausreichend „betankt“ sein. Eine Powerbank mit Ladekabel oder auch ein Adapter für den Zigarettenanzünder sind hilfreich. So kann man im Notfall schnell Hilfe holen – bzw. im Stau seine Lieben benachrichtigen, dass es später wird.

Warme Decke und Verpflegung

Was jeder bei einer längeren Fahrt im Auto haben sollte, ist mindestens eine warme Decke. Sollte die Heizung ausfallen, kühlt der Innenraum nämlich ganz schnell aus. Decken und warme Kleidung am besten im Fahrgastraum oder ganz oben im Kofferraum bereithalten. Getränke und etwas zu essen sollten in jedem Fall an Bord sein. Kaffee oder Tee in einer Thermosflasche wärmen von innen heraus. Schokolade, Kekse und Traubenzucker sind schnelle Helfer bei Hunger. ka
Evangelischer Diakonieverband Ulm/Alb-Donau
BAU Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH
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