Weihnachtszauber Bedeutungsvolles Grün

Auch im Freien verbreiten geschmückte Bäume eine festliche Stimmung und sind das Herz der weihnachtlichen Dekoration.                                           Foto: Erik Schumann/Fotolia.com
Auch im Freien verbreiten geschmückte Bäume eine festliche Stimmung und sind das Herz der weihnachtlichen Dekoration.                                           Foto: Erik Schumann/Fotolia.com
07.12.2018

Wie eine festlich geschmückte Tanne zu Weihnachten in unsere Wohnzimmer Einzug hielt. 

Von Anne Meßmer   

Den einen speziellen historischen Ursprung für das Aufstellen eines Baums zur Weihnachtszeit gibt es nicht. In fast allen Kulturen der Welt sind immergrüne Pflanzen Zeichen der Lebenskraft und des ewigen Lebens. Die Römer zum Beispiel schmückten ihr Heim zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen. Im Mittelalter bildete sich der Brauch aus, zu bestimmten Feiertagen ganze Bäume zu schmücken, auch wenn es damals meist keine immergrünen Bäume wie Tannen waren. Zu Weihnachten stand in vielen Kirchen oftmals ein Laubbaum, der mit Äpfeln geschmückt wurde.

Schmuck für die Zunfthäuser

In schriftlichen Dokumenten taucht der Begriff „weiennacht baum“ zum ersten Mal im Jahre 1527 auf. Einige Jahre später, im Jahr 1539, ist zum ersten Mal belegt, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Kurz darauf begannen auch die Mitglieder der unterschiedlichen Zünfte zur Weihnachtszeit ihre Zunfthäuser mit immergrünen Bäumen zu schmücken. Ab dem 18. Jahrhundert gewinnt der Weihnachtsbaum stetig an Popularität und wird zunehmend auch in Wohnhäusern aufgestellt. Auch die evangelischen Kirchen übernehmen diesen Brauch.

Apfel, Nuss und Mandelkern

Heutzutage steht in fast jedem zweiten Haushalt ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Die meistverkaufte Baumart ist die Tanne, gefolgt von Fichte und Kiefer. Wurde er früher mit Nüssen, Äpfeln oder Strohschmuck verziert, gehören für die meisten Menschen mittlerweile Christbaumkugeln auf jeden Fall dazu. Dass es sich dabei um Kugeln handelt, ist kein Zufall. Denn mit ihrer Form sollen sie an den Apfel vom „Baum der Erkenntnis“ erinnern. Der Stern auf der Baumspitze steht symbolisch für den „Stern von Bethlehem“.

In vielen Familien ist es auch heute noch Brauch, dass die Kinder den geschmückten Baum erst an Heiligabend kurz vor der Bescherung zu sehen bekommen.
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