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Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche 2019 Wenn’s einfach nicht passt ...

Da ist jemand ganz und gar nicht glücklich mit seinem Geschenk. Beim Umtausch kommt es auf die Kulanz des Händlers an. FOTO: NICOLETA IONESCU/SHUTTERSTOCK.COM

Auch wenn man sich noch so viel Mühe bei der Auswahl des Geschenks gegeben hat, manchmal passt es dann doch nicht – von der Größe her, von der Farbe oder gar vom Geschmack des Beschenkten. Und nun?

Von Anne Messmer

Grundsätzlich gilt: Nur weil einem ein Pullover, eine Vase oder eine Tasche nicht gefallen, ist der Verkäufer der Ware nicht verpflichtet, diese wieder zurückzunehmen. Aber: Viele Händler tun dies dennoch aus Kulanzgründen, sofern die Ware noch unbenutzt ist. Dabei darf der Händler selbst entscheiden, ob er den Kaufpreis zurückerstattet, einen Gutschein ausstellt oder der Kunde die Ware gegen etwas anderes aus dem Angebot umtauschen kann. Ein wenig anders sieht es aus, wenn das Geschenk defekt ist.


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Von Fehlern und Fristen

In diesem Fall kann der Kunde vom Händler einen Umtausch oder eine Reparatur verlangen – und zwar auf Grundlage der gesetzlichen Gewährleistung, an die sich die Händler halten müssen und die bis zwei Jahre nach Kauf gilt. Tritt ein Defekt in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf auf, geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Ware bereits beim Kauf nicht mangelfrei war. Sind diese sechs Monate bereits um, wenn sich ein Defekt zeigt, muss der Kunde nachweisen, dass dieser nicht durch sein Verschulden entstanden ist. Doch auch im Falle einer defekten Ware bekommt der Kunde nicht so einfach sein Geld zurück, sondern nur dann, wenn der Händler die Nacherfüllung – also Umtausch oder Reparatur – nicht in einer angemessen Frist vornimmt oder diese unmöglich ist. Das ist zum Beispiel bei Einzelstücken oder personalisierten Geschenken der Fall.


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Und wie sieht es aus, wenn man das Geschenk im Internet bestellt hat? Für Online-Bestellungen gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, dessen Frist mit Erhalt der Ware beginnt. Entscheidet man sich innerhalb dieser Zeit, dass man die Ware doch nicht behalten möchte, kann man gegenüber dem Verkäufer schriftlich den Widerruf erklären. Das bloße Zurückschicken der Ware reicht dafür nicht aus. Viele Händler legen ein Formular für die Widerrufserklärung der Rechnung oder der Bestellbestätigung bei.

Spenden, tauschen, verkaufen

Um die Rückgabe von Geschenken ein wenig zu vereinfachen, ist es ratsam, für den Fall des Falles den Kassenbon aufzubewahren. Auch kann man sich schon beim Kauf erkundigen, ob der Beschenkte die Ware zurückgeben kann, falls sie ihm nicht gefällt. Alternative zum Umtausch kann man ein unpassendes Geschenk natürlich auch spenden, verkaufen oder jemandem schenken, von dem man weiß, ihm würde es gefallen. Auch Tauschplattformen im Netz bieten sich an. Und in einigen Städten gibt es, meist in Kneipen, in der Zeit nach Weihnachten Tauschabende, bei denen man sich trifft und seine Geschenke untereinander tauscht.

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