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17.3.: Schaufensterkrankheit - was tun? Wenn Gehen schmerzt

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16.03.2026

Jeder Fünfte der 65-Jährigen leidet an Schmerzen beim Gehen! Das Risiko bei Männern ist etwas höher als bei Frauen. Der häufigste Grund für offene Beine sind Durchblutungsstörungen. Die Schaufensterkrankheit ist zu 95 Prozent eine Folgekrankheit von Arterienverkalkung. Durch diese kommt es zu Engstellen in den Arterien. Dadurch entstehen Durchblutungsstörungen der Beine. Rauchen, Zuckerkrankheit, hoher Blutdruck und Fettstoffwechselstörungen fördern die Arterienverkalkung.

Die Betroffenen müssen oft stehen bleiben, daher die Bezeichnung„Schaufensterkrankheit“. Medizinisch spricht man hier von der PAVK, der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit Schreitet die Krankheit fort, können bereits im Ruhezustand Schmerzen auftreten.

Anfangs sind die Verengungen in den Gefäßen noch so gering, dass keine Beschwerden auftreten. Die Erkrankung wird in diesem Stadium häufig eher zufällig festgestellt. Mit Fortschreiten der Erkrankung werden die Verengungen so stark, dass das Gewebe nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden kann und somit Schmerzen auftreten. Je nachdem, wo die Verengung vorliegt, können die Schmerzen in der Wade, im Oberschenkel, im Gesäß oder im Fuß auftreten. Die fehlende Durchblutung kann im Ernstfall zum Absterben des Gewebes führen, meist an den Zehen, den Knöcheln und der Ferse. Sogar eine Amputation kann drohen.

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Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch andere Gefäße im Körper verkalkt sind und weitere Verengungen vorliegen. Das Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalles ist auf jeden Fall erhöht. Des Weiteren kann es zu einem plötzlichen kompletten Verschluss (arterieller Thrombus) der Beinarterien kommen, der lebensgefährlich sein kann. Im Anfangsstadium kann man mit Medikamenten versuchen die Durchblutung zu fördern. Im fortgeschrittenen Stadium muss die Durchblutung meist operativ mit verschiedenen Methoden hergestellt werden. Vorbeugung ist wichtig: kein Rauchen, auf gesunde Ernährung und Bewegung achten!

Das Zentrum für Gefäßmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Ulm versteht sich als interdisziplinäres Zentrum zur Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen und -verletzungen und bietet seit 2014 regelmäßig Informationsveranstaltungen im Stadthaus Ulm an.

Kostenlose Infoveranstaltung

Am 17. März ab 16 Uhr: „Schaufensterkrankheit: Schmerzen in den Beinen diagnostizieren und behandeln“ mit OTA PD Dr. Michael Engelhardt (klinischer Direktor Gefäßchirurgie), OTA Dr. Simon Häfner (klinischer Direktor Innere Medizin), OFA Dr. Halt (Leiter Gefäßzentrum) und OFA Dr. Richter (Leiter Angiologie). Im Anschluss an die Vorträge können Interessierte und Betroffene die Referenten persönlich sprechen. Die Klosterhof-Apotheke Ulm-Söflingen und die Insel-Apotheke Neu-Ulm bieten am Rande der Infoveranstaltung Blutdruck- und Blutzucker-Messungen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. pm