Sonderveröffentlichung

25 Jahre XP Steffen Rot am See Mit Mut und Ausdauer

Marcus Steffen kommt 1991 aus Halle an der Saale nach Rot am See. Er baut einen Metallbaubetrieb auf, der heute über 20 Menschen beschäftigt

Im Jahr 2024 fasste Marcus Steffen seinen Betrieb in Rot am See in einem Neubau zusammen. Fotos: XP Steffen

16.04.2026

AIs Marcus Steffen im Jahr 1991 von Halle an der Saale nach Rot am SeeReubach kam, war vom heutigen Markenzeichen und Spitznamen „XP“ noch nichts zu sehen. Im Gegenteil. Der damals 22-Jährige gelernte Maschinenund Anlagenbauer mit Spezialisierung für Waggonbau, heuerte bei einer Baufirma an und übernahm dort die Schlossereiabteilung, die sich um die Baumaschinen und den Fuhrpark kümmerte. Nebenbei betrieb er in seiner privaten Garage Metallbau. „Ich habe damals angefangen, Metallgeländer zu bauen“, erinnert sich der heute 57-jährige Unternehmer. Einige Zeit später folgte die Anmeldung im Nebengewerbe. Das Büro befand sich, wie so oft bei Neugründungen, im Wohnhaus, das Steffen mit seiner Familie bewohnte. Mit pfiffigen Ideen, zum Beispiel Unterlegplatten aus Riffelblech für Kaminöfen, verdiente sich der Unternehmer seine ersten Sporen. Steffen lieferte gute Arbeit ab, die Aufträge wurden größer. „Irgendwann kam der erste Fassadenbau dazu und Geländer waren auch immer ein Thema.“

Unternehmen aus der Region

Das Ein-Mann-Unternehmen wuchs so weit, dass er im Jahr 2012 den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. „Aus der Garage heraus habe ich meine erste Produktionshalle in Reubach angemietet“, erzählt er. Das Wachstum ging weiter. 2018 beschäftigte Steffen vier Mitarbeiter. 

Markenzeichen XP

Zunächst firmierte das junge Unternehmen unter „Marcus Steffen Metallbau“. Der auffällige spätere Firmenname „XP Steffen“ hat seine eigene Geschichte. Mit einem Freund überlegte Marcus Steffen immer wieder, wie er sein Logo„etwas fetziger“ gestalten könne. „Nach einer Kiste Bier hatte mein Kumpel die Idee: XP Steffen. Ich fragte, was das denn bedeuten solle und er sagte: ,Gar nichts, aber es bleibt im Kopf“, schmunzelt der Unternehmer. Die Inspiration kam damals vom Kennzeichen des Firmenvans: Dieser trug zwischen den Buchstaben des Zulassungsbezirks und den Ziffern zufällig „XP“ in der Mitte. Heute haben sich die beiden Buchstaben so eingeprägt, dass „XP“ für Marcus Steffen selbst zum Spitznamen wurde.

Unternehmen aus der Region

Auch unternehmerisch ging die Erfolgsgeschichte weiter: 2020 übernahm Steffen einen Metallbaubetrieb in Mulfingen. Da das Gebäude dort zunächst auf fünf Jahre gemietet war, schaute sich der Unternehmer neben dem laufenden Betrieb nach einem Grundstück um, welches er im Gewerbegebiet Rot am See fand.

Neubau mit viel Platz

„Die ersten Planungen begannen schon 2021“, sagt Steffen. Es sollten noch vier Jahre vergehen, bis das Unternehmen in den Neubau einziehen würde. Ende 2024 war es dann so weit: 1500 Quadratmeter Produktionsfläche stehen XP Steffen heute zur Verfügung, ergänzt durch 450 Quadratmeter Bürofläche. „Das Grundstück bietet sogar noch Platz für eine Erweiterung“, erzählt Steffen. 23 Mitarbeiter beschäftigt der Unternehmer, vier davon sind Familienangehörige. „Meine Familie stand immer hinter mir, wenn ich etwas Neues plante und auch die Mitarbeiter zogen immer mit“, ist Steffen dankbar. Auch die Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim erwähnt er, „ohne die hätten wir das nicht geschafft“. Sein Unternehmen gehört heute zu den größeren Metallbauern in der Region. Über 100 Tonnen Material verarbeiten Steffen und sein Team jedes Jahr.

Neben Geländern und dem Treppenbau hat XP Steffen sich mit dem Metallbau für Industriegebäude ein weiteres Standbein aufgebaut. Das Unternehmen fertigt beispielsweise Trennwände in Sandwichbauweise und montiert diese vor Ort. Mitunter kommen auch Aufträge aus dem gesamten Bundesgebiet herein, freut sich Steffen, der mit seinem „großartigen Team“ jede Herausforderung meistern will.

Unternehmen aus der Region

Überhaupt ist ihm das Zwischenmenschliche wichtig - mit seinem Team wie auch der Gemeinschaft im Ort. Und auch für die Zukunft hat der Unternehmer noch einige Ideen in petto.

Von Marius Stephan