Am 13. Dezember 1950 wurde der Hechingen Tennisclub in seiner jetzigen Form gegründet. Zwar gab es schon in den 1920er-Jahren bereits Tennis in Hechingen, aber der damalige Tennisclub war ein Ableger der Museumsgesellschaft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Tennis zunächst eine Sparte des Hechinger Sportvereins, da nur dieser von der Besatzungsmacht geduldet wurde. Dr. Ludwig Kinkel, dessen Vorsitzender und Vater des späteren Bundesaußenministers und Vizekanzlers Klaus Kinkel, war denn auch der Initiator für den heutigen Tennisclub Hechingen.


Erste Großtat unter der Regie des späteren Ehrenpräsidenten Kinkel war 1951 der Bau zweier neuer Tennisplätze im Fürstengarten. Die ersten 50 Jahre des TC Hechingen waren geprägt von gemeinsamen Kraftanstrengungen, zunächst unter Heiner Haug, danach unter der Ägide von Dr. Heiner Stobitzer.
Diesem folgte mit Gerd Wißmann ein Mann, der als der Initiator der Sportanlage im Weiher in die Club-Annalen eingehen sollte: Er war der Motor zum Bau einer größeren Platzanlage im Sportgelände im „Weiher“ und brachte sowohl den gesamten Club als auch die Stadtverwaltung hinter sich. Ab der Wintersaison 1978/79 konnte in der neuen ZweiFeld-Halle gespielt werden, im Sommer darauf waren die ersten sechs Freiplätze bespielbar. Der Tennisclub Hechingen hatte eine neue Heimat gefunden, inklusive des neuen Clubrestaurants „Weiherstube“.
Mit dem sprunghaften Anstieg der Mitgliederzahl auf fast 600 einher ging der sportliche Aufschwung unter der sportlichen Leitung von Clubtrainer Bane Bradonic. Seither ist der TC Hechingen Dauergast in den WTB-Ligen.


1994 übergab Wißmann, zwischenzeitlich Ehrenvorstand, sein Amt an Dr. Dieter Schlosser. Zwei Jahre später wurde Bernd Strobel neuer Vorsitzender, der als neuen Sportwart seinen Schwager Gerhard Frommer mit ins Team brachte. Dieses Duo führte den Club in neue Dimensionen. Leider verstarb Strobel am 13. Februar 2024.
Von seinem kongenialen Partner Gerhard Frommer stammte die Idee, ein kleines internationales Damentennisturnier auf der Anlage des TC Hechingen zu veranstalten. 1998 gab es die erste Auflage der „Hechingen Ladies Open“ - der Rest ist Geschichte: Aus dieser Idee ist ein gewaltiges Turnier geworden, bei dem inzwischen Tennisspielerinnen aus der erweiterten Weltelite um ein Preisgeld von 60.000 US-Dollar und um Weltranglistenpunkte kämpfen. Nach der Medizintechnikfirma boso, die neun Jahre lang bis 2024 Haupt- und Namenssponsor war, bekleidet seit 2025 das Hechinger Unternehmen CTS diese tragende Rolle.
Unter der Regie der beiden Turnierdirektoren Gerhard Frommer und Thomas Bürkle sowie der ehrenamtlichen Arbeit der Mitglieder des TC Hechingen sind die Ladies Open zu einer international anerkannten Sportveranstaltung geworden, die im Übrigen 2025 zum besten ITF-Turnier in Deutschland ernannt wurden. Dieser Höhenflug ist eng mit dem unermüdlichen Einsatz des Sportprofis Gerhard Frommer unter der Präsidentschaft von Prof. Ingo Hauffe verbunden, der 2024 als Ehrenvorsitzender sein Amt an den heutigen Präsidenten Oliver Unger übergab. Unger, der neue Turnierchef Andreas Fechter, das eingespielte Organisationsteam, die zahlreichen Sponsoren und die helfenden Clubmitglieder sind bereit, sich die nächsten Jahre und Jahrzehnte neuen Aufgaben zu stellen, ohne die ersten 75 Jahre zu vergessen.