Wer derzeit an die Tankstelle fährt, blickt sorgenvoll auf die Preistafel, die fast täglich neue Rekordhöhen anzeigt. Die hohen Energiekosten triffen auch die Reisebranche. Zwischen 300 und 500 Litern Kraftstoff passen in den Tank eines modernen Reisebusses. Ein Doppeldecker fasst sogar bis zu 600 Liter.
Je nach den Bedingungen liegt der Verbrauch bei 25 bis 35 Litern für 100 Kilometer. Dennoch bleibt die Fahrt in den Urlaub mit dem komfortablen Bus günstiger, als mit dem eigenen Auto. Darauf weist die Gütegemeinschaft Buskomfort hin. Vorsitzender Hermann Meyering erklärt: „Reisebusse sind im Verbrauch äußerst effizient, sodass sich mögliche Preisanpassungen für die Kunden in einem moderaten Rahmen bewegen.“
Der Grund dafür sei der vergleichsweise niedrige Energieverbrauch von Reisebussen, weil hier viele Passagiere den Spritbedarf pro Kopf senken würden. Doch nicht nur in Sachen Umweltfreundlichkeit ist der Reisebus anderen Verkehrsmitteln voraus: Busreisen gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln in Deutschland, mit einem deutlich geringeren Unfallrisiko als PKW.
Sie sind statistisch gesehen etwa 50-mal sicherer als Autofahrten. dem Technischen Laut Überwachungsverein (TÜV) gehören Busse zu den sichersten Fahrzeugen. Hier ist die Quote der Mängel weitaus geringer, als etwa bei Personenkraftwagen.
Sicher unterwegs mit dem Bus
In der Unfallstatistik sind nach dem Statistischen Bundesamt im Jahr 807 Unfälle mit Personenschäden geschehen - die Ereignisse im öffentlichen Linienverkehr mit eingerechnet. Im Vergleich dazu gab es mit dem Pkw im gleichen Zeitraum rund 224.000 Unfälle, bei denen Menschen verletzt wurden.
Ein Grund dafür, dass der Reisebus zu einem den sichersten Verkehrsmitteln zählt, sind die gut ausgebildeten Fahrer, strenge Vorschriften und Technik. Antiblockiersystem, elektronisches Stabilitätsprogramm oder Bremsassistent greifen in schwierigen Situationen automatisch in das Fahrgeschehen ein, um den Bus auf Spur zu halten. Abstandsregler, Notbremsassistent oder Müdigkeitswarner helfen, Unfälle zu vermeiden.
Doch auch der Fahrgast kann (und muss) seinen Beitrag zum sicheren Reisen leisten: Was im eigenen Auto selbstverständlich ist, gilt auch im Reisebus bereits seit mehr als 25 Jahren: die gesetzliche Anschnallpflicht. Modelle, die vor dem 1. Oktober 1999 zugelassen wurden, brauchen keine Rückhaltesysteme und müssen diese auch nicht nachrüsten.
Sind Gurte vorhanden, sollte man sie auch nutzen: Wer unangeschnallt im Reisebus etwa bei einer Stichprobenkontrolle erwischt wird, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro. Aber keine Bange: Ein kurzer Toilettengang oder Aufstehen, um etwas aus dem Reisegepäck zu holen, ist nach § 21a StVO ausdrücklich erlaubt. Der Busfahrer ist zwar verpflichtet, seine Fahrgäste auf die Gurtpflicht hinzuweisen. Doch ob diese eingehalten wird, obliegt jedem Mitfahrer selbst. ab

Besonders stolz macht mich, dass ich Menschen an Orte bringen darf, die ihnen viel bedeuten - manchmal ist es sogar ihre letzte große Reise.
Wenn ich beim Abschied Freudentränen sehe, weiß ich, dass ich etwas richtig gemacht habe.
Seit 14 Jahren bin ich Busfahrer und hatte noch keinen Tag das Gefühl, nur zur Arbeit zu fahren. Für mich ist es eine Berufung, mit der ich Freude bereiten kann.
Meine Lieblingsstrecke führt über den San Bernardino nach Italien. Ich liebe die Landschaft und die Leichtigkeit, die dort spürbar ist.
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