Sonderveröffentlichung

Der Fachmann hilft Auf frischer Tat ertappt: Einbrecher stellen?

Man stelle sich Folgendes vor: Man kommt im Dunkeln nach Hause, hört ein Rumpeln und sieht einen umherschweifenden Lichtstrahl.

Einbrecher stehen während ihrer Tat unter Anspannung - und sind vielleicht auch bewaffnet. Foto: Silas Stein/dpa/dpa-mag

02.01.2025

Ein Einbrecher, zu Hause. Und nun? Versuchen Sie nicht, Einbrecher zu überwältigen, rät das Netzwerk„Zuhause sicher“, in dem Polizei und Kommunen, Betriebe und Versicherer zum Einbruchschutz beraten.

Stress führt zu Kurzschlussreaktion

Einbrecher stehen vermutlich unter Anspannung - sie wollen schließlich nicht ertappt werden. Stellt man sich ihnen in den Weg, kann das zu einer Kurzschlussreaktion führen, so das Netzwerk: „Fühlen sie sich in die Enge getrieben, könnten sie ihr Einbruchwerkzeug, meist einen Schraubendreher, als Waffe ein-setzen.“ Sicherer ist es daher bei einem Aufeinandertreffen, Einbrecher entkommen zu lassen und sich möglichst viele Merkmale einzuprägen, die der Polizei bei den Ermittlungen helfen könnten. 

Unternehmen aus der Region

Etwa Aussehen und Größe der Person, Fluchtrichtung und ob ein Auto benutzt wurde - im besten Fall sogar Infos zum Fluchtfahrzeug wie dessen Farbe, Marke und Kennzeichen. Was mache ich dann? Egal ob ein Einbrecher ertappt wird und flüchtet oder man einen schon beendeten Einbruch nach der Rückkehr nach Hause bemerkt: Erst mal die Wohnung oder das Haus verlassen, sodass man keine Spuren zerstört, die der Polizei Hinweise geben könnten. Dann die Ermittler unter der 110 rufen.

Unternehmen aus der Region

Wichtig: Erst wenn die Polizei die Wohnung wieder freigegeben hat, darf man aufräumen. Zudem kann man schon mal seine Versicherung verständigen, um zu klären, welches Vorgehen diese sich wünscht. Es kann etwa sein, dass man vor dem Aufräumen Fotos machen muss, die der Versicherung helfen, den Schaden einzuschätzen. Wer nun Ängste verspürt, kann Hilfe benötigen. Ansprechpartner ist der Opferschutz der Polizei. Auch manche Hausratversicherungen vermitteln psychologische Beratungen.
dpa