Das Schöne: Ethanol-Kamine lassen sich leicht aufstellen, anfeuern und es gibt sie etwa auch als Tischkamin. Doch es kommt mit den Geräten immer wieder zu Explosionen und Bränden, warnt die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH). Und noch mehr: Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können beim Betrieb der Ethanol-Kamine gesundheitsschädliche Substanzen entstehen. Wer dennoch nicht auf das Flackern des Kaminersatzes verzichten will, der sollte also zumindest Vorsicht walten lassen und ein paar Dinge beherzigen:
1. Lüften, lüften, lüften
Wer einen Indoor-Ethanol-Ofen ansteckt, muss die Fenster öffnen. Denn die Verbrennung des Bioethanols verbraucht Sauerstoff und durch unvollständige Verbrennung können neben Kohlendioxid und Wasser auch gesundheitsschädliche Substanzen wie Formaldehyd und Benzol entstehen. Menschen, die an Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, sollten laut DSH also besser ganz auf den Ethanol-Kaminersatz verzichten. Generell gilt: Je kleiner der Raum ist, in dem der Kaminersatz steht, desto mehr muss man lüften. Und die wenige Wärme, die der Ethanol-Ofen erzeugt, geht schnell wieder zum Fenster hinaus. Laut DSH eignet sich ein Ethanol-Kamin dann auch nicht als Heizquelle. Und auch für sehr kleine, schlecht belüftete Räume kommen die Geräte nicht infrage.
2. Nicht allein flackern lassen
Was für Kerzen und Co. gilt, das gilt auch für den Ethanol-Kaminersatz: Er darf nur unter Aufsicht brennen und sollte, so rät es die Verbraucherzentrale NRW, bis zum Erlöschen immer im Blick behalten werden. Hat man Kinder oder Haustiere, sollte man besser ganz aufs Anwerfen des Ersatzkamins verzichten.
3. Anzünden mit Abstand
Der Aktion „Das sichere Haus“ zufolge sollte man fürs Anzünden ein Stabfeuerzeug oder ein langes Streichholz verwenden - und dabei Abstand zum Ethanol-Ofen halten.
4. Nicht zu viel Bioethanol nachfüllen
Zurückhaltung ist beim Nachfüllen des Bioethanols geboten:
Achten Sie dabei unbedingt darauf, die maximale Füllmenge des Geräts nicht zu überschreiten. Denn Ethanol bildet mit Luft schon bei Temperaturen über 21 Grad ein leicht entzündliches und explosionsfähiges Gemisch. Läuft beim Befüllen etwas Bioethanol daneben und entzündet sich, steht die Umgebung schnell in Flammen. Und auch wer den Brennstoff in den noch warmen Kamin füllt, der riskiert, dass sich das Bioethanol explosionsartig entzündet, so DSH. Es kann also etwas Geduld gefragt sein: Bis alles abgekühlt ist, vergehen womöglich mehrere Stunden.
5. Nie mit Wasser löschen
Wichtig ist ein sicherer Standort für den Ersatzkamin: auf einer stabilen Unterlage und in sicherer Entfernung zu Vorhängen, Möbeln, Dekoartikeln und anderen brennbaren Gegenständen. DSH rät, eine Löschdecke oder ein Schaumfeuerlöscher griffbereit zu haben. Auf keinen Fall darf man versuchen, Ethanol mit Wasser zu löschen. Lagern muss man den Brennstoff immer gut verschlossen. Ist das außerhalb des Wohnraums nicht möglich, empfiehlt DSH einen kühlen Raum.
dpa