Sonderveröffentlichung

Der Fachmann hilft Unter Hochspannung

Steht das Auto im Winter still, ist in den meisten Fällen die Batterie der Übeltäter.

Bevor man das Starthilfe-Kabel anklemmt, sollte man sicher sein, dass das auch der richtige Anschlusspunkt ist.    Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

05.02.2026

Na super, mitten im Feierabendverkehr und der Karren springt nicht mehr an. Laut Statistik ist bei einem Drittel der Autopannen die Batterie leer oder defekt. Im Winter steigt der Anteil sogar auf über 80 Prozent. Die Batterie ist damit Pannenursache Nummer eins. 

Unternehmen aus der Region

Obwohl moderne Fahrzeuge mit immer mehr Stromverbrauchern ausgestattet sind, sehen TÜV SÜD-Experten die Ursachen für die Batterietiefs in erster Linie woanders: zu alt oder zu schlecht gewartet! Einer Batterie-Panne beugt daher am besten vor, wer sein Auto regelmäßig zur Inspektion bringt. Dabei werden nicht nur Spannung und Stromstärke des Generators gemessen, sondern auch Kraft und Alter der Batterie gecheckt. Gibt es Schwankungen oder Abweichungen, wird die Batterie oder der Generator ausgetauscht.

Unternehmen aus der Region

Mit Starthilfe zum Erfolg

Ein TÜV-Tipp, um die Energiezentrale zu schonen: Bei strenger Kälte vor dem Starten erst mal kurz (bis zu drei Minuten) die Scheinwerfer einschalten. Hört sich verrückt an, ist es aber nicht. Tatsächlich liefert eine (gesunde) Batterie damit einen höheren Startstrom. Ihr hilft eine Aufwärmphase. Bei einer kaputten oder ungenügend geladenen Batterie bringt diese "Erleuchtung" aber nichts. 

Unternehmen aus der Region

Ist der Notfall da und der Wagen springt nicht an, sollten Autofahrer erst einmal alle unnötigen Stromverbraucher wie Licht, Klimaanlage, Sitzheizung, Radio und Co. abschalten. Reagiert der Motor in den ersten zehn Sekunden nicht, sollte man eine Minute bis zum nächsten Versuch warten, um die Batterie nicht zu überlasten. Hilft alles nichts, leistet ein Starthilfekabel wertvolle Dienste. Die Überbrückungshilfe im Gepäck zu haben, ist besonders sinnvoll, wenn die Batterie schon älter ist.

Belastung durch Kurzfahrten

Fahrten unter zehn Kilometern belasten den Akku, weil er nicht wieder vollständig aufgeladen wird. Stark beansprucht wird die Batterie bei kurzen Winterfahrten zudem, weil viele Verbraucher wie Heckscheibenheizung, Gebläse, Motor-Heiz-Unterstützer und Co. eingeschaltet sind. Stop- & Go-Verkehr und Ampelstopps mit viel Leerlaufbetrieb verstärken den negativen Effekt noch. Das beeinträchtigt sowohl die Lebensdauer als auch die Kaltstartleistung des Auto-Akkus. Also am besten immer wieder mal längere Fahrten einplanen oder die Batterie laden lassen.

Moderne Blei-Akkus gelten generell als wartungsfrei oder wartungsarm. Trotzdem sollte (wenn möglich) der Flüssigkeitsstand einmal im Jahr kontrolliert werden. Ist er zu niedrig, hilft destilliertes Wasser. Hängt der Flüssigkeitsverlust mit einem defekten Gehäuse zusammen, muss allerdings eine neue Batterie her. Bei völlig wartungsfreien Akkus sind die Zellen oft gar nicht mehr zugänglich. Ist eine solche Batterie zu schwach, hilft nur noch Aufladen oder Austausch. Experten empfehlen darüber hinaus, die Oberfläche der Batterie sauber und trocken zu halten. Bei der regelmäßigen Kontrolle sollten auch die Polklemmen und Polabdeckungen überprüft werden.



pm/cw