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Der Fachmann hilft Förderung für den Energiecheck

Im Haus sind vielfältige Einsparpotentiale zu finden. Der Energieberater hilft dabei. Der Service ist sogar förderfähig.

Im Haus kann Energie gespart werden. Foto: dpa/Christin Klose

10.04.2026

Wer eine kostenpflichtige Energieberatung in Anspruch nehmen will, kann unter Umständen von einer staatlichen Förderungen profitieren: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der Kosten - maximal jedoch 650 Euro pro Ein- und Zweifamilienhaus. Für Gebäude ab drei Wohneinheiten gibt es maximal 850 Euro.

Wichtig für alle, die überlegen einen Energieberater zu beauftragen: Nur bestimmte Beratungsleistungen sind förderfähig. Eine Voraussetzung ist unter anderem, dass die Experten bei der Übersicht der Deutschen Energie-Agentur auf der Internetseite Energie-Effizienz-Experten.de gelistet sind.

Von Förderungen für Maßnahmen profitieren

Auch viele Modernisierungsmaßnahmen am Gebäude selbst sind förderfähig. Eine Übersicht dazu finden private Eigentümer unter anderem beim Bundeswirtschaftsministerium sowie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Wichtige Voraussetzung, um diese staatliche Förderung zu erhalten: Man muss sie beantragen, bevor die Fachfirma mit den Maßnahmen beginnt.

Bei einer geplanten Sanierung sind in der Regel übrigens nur qualifizierte Energieberater berechtigt, eine Förderung durch BAFA oder KfW zu beantragen, schreibt die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online: „Diese müssen also in der Datenbank der Deutschen Energie-Agentur gelistet sein. Scheuen Sie sich also nicht, beim Energieberater danach konkret zu fragen.“

Neben den bundesweiten Programmen kann sich auch ein Blick auf regionale Förderprogramme lohnen, so co2online. Eine Übersicht dazu finden Eigentümer etwa online auf der Internetseite des Bundesamtes für Wirtschaft und Energie.
dpa


Heizungstausch: Schnell sein lohnt sich

Auch wenn die bestehende Heizung scheinbar noch ihre Dienste leistet, sollte über eine Neuerung nachgedacht werden. Fördermöglichkeiten und bessere Leistungen machen den Wechsel attraktiv.

Zögern kann teuer sein - das jedenfalls gilt für den Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung, hat das Ratgeberportal Finanztip herausgefunden. Der Grund: ineffiziente alte Technik und mit den Jahren sinkende Fördersummen. Überschreitet die bisherige Heizungsanlage das Alter von 20 Jahren, lohne sich darum ein genauer Blick. Sandra Duy, Finanztip-Expertin für energetische Sanierung erklärt: „Ein spürbarer Teil der Energie verpufft bei Altbauten ungenutzt und erhöht dauerhaft die Heizkosten.“

Eine Wärmepumpe arbeitet effizient so Finanztip. Bei einer Jahresarbeitszahl - der Kennzahl für die Effizienz der Pumpe - von 3,41 benötigt sie etwa 5.300 kWh. Bei einem aktuellen Strompreis von 30,11 ct je kWh entspricht das etwa 1.600 Euro. Die Ersparnis mit einer moderneren Heizungsanlage kann also bei bis zu 800 Euro pro Jahr liegen. Wer zusätzlich einen speziellen Wärmepumpenstromtarif oder eine Solaranlage nutzt, kann sogar noch mehr sparen.

Geschwindigkeitsbonus kann komplett entfallen

Hinzu kommen mögliche Einbußen bei der Förderung: Denn den Tausch einer noch funktionierenden Heizung gegen eine effizientere, klimafreundliche Alternative fördert die KfW mit einem sogenannten Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent. Förderfähig sind Kosten von bis zu 30.000 Euro, im günstigsten Fall erhielten Verbraucher also bis zu 6.000 Euro Zuschuss. „Ab 2029 sinkt dieser Bonus jedoch alle zwei Jahre um drei Prozentpunkte“, sagt Sandra Duy. Wer also noch mehrere Jahre mit dem Tausch wartet, erhält eine geringere Förderung. Fällt die Heizung vor dem Austausch aus, entfällt der Bonus sogar komplett.

Unternehmen aus der Region

Duy empfiehlt Eigentümern daher, vorausschauend zu handeln, weil eine gute Planung Zeit benötige. Zudem seien viele Fachbetriebe voll ausgelastet. Wer also einen Wechsel anstrebt, sollte frühzeitig prüfen, wie alt und effizient die bisherige Heizungsanlage noch ist.
dpa