Seit Jahrzehnten steht Nägele Elektrotechnik aus Süßen für hochwertige elektrotechnische Arbeiten im Gebäude. Zugleich hat sich der Betrieb einen Namen als engagierter Ausbildungsbetrieb gemacht. Für Karin Kromer, Geschäftsführerin des Unternehmens, ist Ausbildung ein zentraler Bestandteil der Firmenphilosophie.
Ausbildung als Antwort auf den Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel begleitet das Elektrohandwerk seit vielen Jahren. Um langfristig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern, setzt der Betrieb konsequent auf den eigenen Nachwuchs. Bereits seit 1968 werden bei Nägele junge Menschen ausgebildet. Damit gehört das Unternehmen zu den Betrieben in der Region, die dem Thema Ausbildung seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert einräumen.
Ausgebildet wird in verschiedenen elektrotechnischen Berufen, darunter Elektronikerinnen und Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie für Gebäudesystemintegration und Informationselektronik. Ziel ist es, die Auszubildenden gezielt auf die Anforderungen im eigenen Betrieb vorzubereiten und ihnen eine langfristige Perspektive zu bieten. Entsprechend intensiv ist die Betreuung während der gesamten Ausbildungszeit. Schulische Inhalte werden regelmäßig wiederholt und vertieft, ergänzt durch gezielte Prüfungsvorbereitung und eine eigene Ausbildungswerkstatt, die einmal pro Woche stattfindet.
Moderne Ausstattung

Zur Ausbildung gehören außerdem moderne Arbeitsmittel, zusätzliche Förderangebote und gemeinsame Aktivitäten im Team. Auch Auslandsaufenthalte sind möglich. Alle damit verbundenen Kosten übernimmt der Betrieb. Auszubildende profitieren zudem von den gleichen Zusatzleistungen wie die übrigen Mitarbeitenden.
Auszeichnungen als Beleg für Ausbildungsqualität
Dass dieses Ausbildungskonzept erfolgreich ist, zeigt sich an den Ergebnissen. In den vergangenen Jahren stellten die Auszubildenden mehrfach Jahrgangsbeste, sowohl auf Landkreisebene als auch im Kammerbezirk Stuttgart. Auszeichnungen wie die Ausbildungspyramide der Handwerkskammer im Jahr 2001 und oder auch aktuell die PrimAQ-Zertifizierung der Kammer beweisen das. Nach erfolgreichem Abschluss werden alle Auszubildenden übernommen. Die Anforderungen an die Ausbildung haben sich im Laufe der Jahre spürbar verändert. Der Unterstützungsbedarf sei heute größer als früher, insbesondere bei den theoretischen Grundlagen. Entsprechend investiert der Betrieb verstärkt in Förderung, Infrastruktur und individuelle Begleitung. Ziel ist es, den Nachwuchs fachlich wie persönlich auf die Zukunft vorzubereiten.
Breites Leistungsspektrum im Gebäudebereich
Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst heute sämtliche elektrotechnischen Arbeiten im Gebäude, von der klassischen Installation über Daten- und Kommunikationstechnik bis hin zu Sicherheits- und Brandmeldetechnik. Dabei legt der Betrieb großen Wert auf saubere, ordentliche und termingerechte Ausführung.
Geschäftsführerin
Ausbildung als Schlüssel für den langfristigen Erfolg
Auch in Zukunft soll die Ausbildung eine tragende Rolle spielen. „Kompetenz entsteht nicht von selbst, sie muss aufgebaut werden“, betont Kromer. Der eigene Nachwuchs bleibe deshalb ein zentraler Erfolgsfaktor für das Unternehmen - und davon profitieren am Ende die Kunden. Selina Esslinger
Verband fordert weitere Förderung
„PV-Anlagen auf Gebäuden müssen weiterhin gefördert werden.“ Das fordern 13 Verbände, darunter der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), in einem Appell an die Regierung. Strom aus Photovoltaik-Anlagen (PV) trägt zur Preisdämpfung an der Strombörse bei und sichert Wirtschaftsunternehmen sowie Verbrauchern dauerhaft günstige Strompreise. Darüber hinaus ermöglichen Solaranlagen Millionen Bürgern eine aktive Teilnahme an der Energiewende.
Ein breites Verbändebündnis aus Verbänden des Mittelstands, der Wohnungswirtschaft, des Verbraucherschutzes, der Umwelt, der Elektro- und Digitalindustrie, der Elektrohandwerke, der Energiedienstleistungen und des Contractings, der Bürgerenergie und Energiegenossenschaften sowie der Erneuerbaren Energien (EE) und Speicherbranche appelliert daher an die Bundespolitik, die Errichtung von Solarstromanlagen auf Gebäuden weiter zu fördern und die Förderung neuer Solardächer nicht, wie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche Mitte September 2025 angekündigt, zu streichen. Die Erstunterzeichner und ihre Mitgliedsvereine vertreten zusammen über 20 Millionen Einzelmitglieder, darunter über 50000 Unternehmen.
Die Verbände sprechen sich für eine Beibehaltung der EE-Ausbauziele, für eine Nachjustierung anstelle von Einschnitten im Photovoltaik-Förderrahmen und für die Schaffung geeigneter Voraussetzungen für einen systemdienlichen Solarausbau aus. Ohne einen attraktiven Förderrahmen, so das Argument, dürfte sich der PV-Zubau im Heimsegment mehr als halbieren. Dies würde die Klimaziele gefährden und die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern verlängern. Analysen des BSW-Solar, Zahlen der Bundesnetzagentur und auch die Installationszahlen der E-Handwerke zeigen, dass die private Nachfrage nach Solardächern 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um rund 25 Prozent gesunken ist. pm