Mehr als 1,4 Millionen Ladepunkte in Europa, transparente Preise in Echtzeit und intelligente Steuerung für Flotten: Mit der neuen App „TE Charge“ bringt das Heininger Unternehmen Team EMobility GmbH frischen Schwung in den Ladealltag von E-Autofahrern und setzt auf Innovationen wie Smart Meter Integration und Vehicle to Grid. Elektromobilität soll einfach, transparent und zuverlässig sein. Mit diesem Anspruch hat das Unternehmen Team eMobility seine neue Lade App TE Charge“ auf den Markt gebracht. Die Anwendung richtet sich an Privatkunden, Unternehmen und Flottenbetreiber und will mit deutlich verbesserter Stabilität, intuitiver Bedienung sowie einem europaweit stark erweiterten Ladenetz überzeugen.
Ladepunkte in Europa
Über 1,4 Millionen öffentliche Ladepunkte sind laut Unternehmen inzwischen in Europa integriert, rund 400 000 mehr als zuvor. Damit zählt TE Charge nach eigenen Angaben zu den führenden Anwendungen in diesem Bereich. Nutzer können nahezu jede öffentliche Ladestation ansteuern, Verfügbarkeiten in Echtzeit prüfen und sich direkt per App dorthin navigieren lassen. Ist eine Station belegt oder defekt, werden unmittelbar Alternativen angezeigt.
Transparenz, flexible Tarife, intelligente Ladeintegration
„Unser Ziel war es, Elektromobilität so einfach wie möglich zu machen, ohne Abo Zwang, ohne versteckte Kosten und mit maximaler Transparenz für den Kunden“, erklärt Geschäftsführer Sebastian Pascal Scheffel. Ein zentrales Merkmal der neuen App ist die Preistransparenz. Über eine preissensitive Suchfunktion lassen sich Ladepunkte gezielt nach Kosten filtern. Während des Ladevorgangs behalten Nutzer sämtliche entstehenden Gebühren im Blick.

Eine monatliche Grundgebühr oder ein verpflichtendes Abo gibt es nicht. Die App steht kostenlos in den gängigen App Stores zum Download bereit. Doch TE Charge geht über die reine Ladesäulensuche hinaus. Auch private Wallboxen lassen sich eigenständig in die App integrieren. Zudem kann das Fahrzeug direkt mit der Anwendung verbunden werden. Dadurch werden Fahrzeugdaten übermittelt, was insbesondere auf Firmenparkplätzen Vorteile bringt. Der Ladezustand fließt ins Lastmanagement ein, die Ladeleistung kann intelligent gesteuert und Netzanschlusskosten reduziert werden. Nutzer können individuelle Ladepräferenzen festlegen, etwa Abfahrtszeit, gewünschten Ladezustand oder ob preissensitiv, CO₂ neutral oder mit Ökostrom geladen werden soll. Perspektivisch spielt die Integration von Smart Metern eine wichtige Rolle. Geplant ist, Strom künftig direkt am Spotmarkt zu beziehen. Dadurch sollen sich die durchschnittlichen Stromkosten deutlich senken lassen.
Die nächste Lade-Generation mit Kl und Vehicle to Grid
Ein weiterer Innovationsschritt ist Vehicle to Grid. Fahrzeuge, die technisch dafür geeignet sind, können künftig als mobile Stromspeicher dienen. Geladene Energie lässt sich bei Bedarf wieder ins Netz einspeisen, sofern Fahrzeug, Ladeinfrastruktur und Netz die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen.
„Wir denken Ladeinfrastruktur ganzheitlich, von der privaten Wallbox bis zur intelligent gesteuerten Unternehmensflotte. Digitalisierung und KI helfen uns dabei, Prozesse effizienter zu machen und Kosten spürbar zu senken“, so Scheffel. Auch für Unternehmen bietet Team EMobility GmbH erweiterte Funktionen wie Flottenmanagement, Ladeprofile für Pool und Dienstfahrzeuge sowie KI gestützte Unterstützung bei Störungen. Eine integrierte Ersthilfe Funktion analysiert gemeldete Fehler automatisiert und verkürzt nach Unternehmensangaben die Entstörungszeit erheblich.
Geschäftsführer
Mit der neuen App positioniert sich das Heininger Unternehmen klar als Innovationsmotor im Bereich Ladeinfrastruktur. Ziel ist es, Elektromobilität nicht nur nachhaltiger, sondern vor allem alltagstauglicher und wirtschaftlicher für Privatnutzer ebenso wie für große Fahrzeugflotten zu gestalten.
Selina Esslinger
Politik setzt Fragezeichen
Ende Februar haben die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD die Eckpunkte zur Novelle des Gebäudemodernisierungsgesetz veröffentlicht, das dem Gebäudeenergiegesetzes (GEG) nachfolgen soll. Die politische Motivation ist erkennbar, die Umsetzung in vielen Punkten noch fraglich. Klar ist dabei: Der Trend bei den Betriebskosten für fossile Energieträger beim Heizen zeigt nach oben. Die E-Handwerker werden daher auch weiterhin für die dezentralen, regenerativen Lösungen werben. Allein schon aus der Überlegung heraus, die Abhängigkeit von teuren Importenergien so schnell, wie möglich zu beenden.
Die aktuellen Krisen zeigen die Risiken der Abhängigkeiten beim Öl und Gas deutlich. Angesagt sind also Eigenstromerzeugung- und bestmögliche Nutzung für Wärmepumpe, Speicher, E-Fahrzeuge und Gebäude. Die angekündigten Änderungen beim Erneuerbaren Energien Gesetz und das sogenannte „Netzpaket“ deuten auf weitere weitgehende Änderungen hin - aus unserer Sicht eher zum Nachteil der Energiewende.
Dass in manchen Bereichen nachgesteuert werden muss, ist klar. Bei den immer noch hinterherhinkenden Bereichen Gebäude und Verkehr die Zielvorgaben zu lockern, hilft der Wirtschaft, nicht dem Klimaschutz. Beide Aspekte sind wichtig, schließen sich aber auch nicht aus. Was klar erkennbar ist: alle politisch angekündigten Gesetzesänderungen führen erneut zu Verunsicherung und Abwarten - Anfragen nach PV-Systemen werden wieder mehr auf Rentabilität, als auf bürgerschaftliches Engagement, mehr als notwendig zu tun, ausgerichtet. Woran liegt's? Auch in diesem Fall am Infrastrukturausbau, konkret bei den Stromnetzen. Wir würden vorschlagen, dort mehr Engagement und Energie reinzustecken, als den Ausbau der Erneuerbare immer weiter zu verzögern.
Jürgen Taxis
Obermeister der Elektro-Innung Göppingen