Präsentiert von
Sonderveröffentlichung

Erstkommunion & Konfirmation 2026 Vom Wert der Freundschaft!

Gedanken von Utta Hahn: Kommt, lasst uns Freunde werden sich einladen lassen und sich einlassen! 

Kinder feiern gemeinsam das Fest der Erstkommunion. Foto: Goran Jakus/adobe.stock.com

05.03.2026

Hallo, macht ihr mit bei der Vorbereitung zur Erstkommunion? – Klar doch, alle machen mit, da wollen wir nicht außen vorbleiben! – Ich weiß nicht, unser Kind ist das einzige katholische in der Klasse; viele Extratermine und die Freunde aus der Schule haben gar nix damit zu tun; das klingt nach Stress und ist anstrengend …

Also, wir kennen hier im Ort und von der Kirche, ob wir da willkommen sind?

Manchmal ist die Zeit der Vorbereitung bis zur Feier der Erstkommunion eine große Herausforderung – für Familien, für Kinder, für Freundinnen und Freunde, die entweder gemeinsam dabei sein oder gemeinsam wegbleiben wollen. Umso wichtiger, dass es Menschen gibt, die einladen können und dies auch tun. Gerade wenn es eben nicht alle Kinder betrifft, weil die Vielfalt an Konfessionen und Lebenseinstellungen auch schon in den Klassen der Grundschule sichtbar ist. Ja, und da kann der Weg hin zur Erstkommunion ein spannendes und besonderes Abenteuer sein. Vielleicht mit neuen Freundinnen und Freunden; mit Kontakten zu Familien, die man bis dahin kaum oder gar nicht kannte; und mit Zeiten der Begegnung, in denen es um Gott und die Welt, Jesus und mich, Freundschaft, Gastfreundschaft, Freundlichkeit, Gerechtigkeit, Gemeinschaft und Vertrauen geht. Wenn all das einen Platz hat, dann können die Kinder und Familien mit der Zeit auch gemeinsam Gottesdienst feiern und die Erstkommunion wird dann der festliche Höhepunkt sein; wir feiern miteinander unseren Glauben – dass wir Freundinnen und Freunde Jesu sind und mit ihm gemeinsam an einer liebevolleren und gerechteren Welt mitwirken.

Unternehmen aus der Region
Utta Hahn, Dekanatsreferentin im katholischen Dekanat Schwäbisch Hall. Foto: privat
Utta Hahn, Dekanatsreferentin im katholischen Dekanat Schwäbisch Hall. Foto: privat

Jesus kennenlernen – Geschichten mit Jesus, über Jesus, von Jesus kennenlernen und gemeinsam darüber nachdenken, was das für unser Leben als Kinder, als Familien, als Freundinnen und Freunde bedeutet – das ist Inhalt und Teil des Weges hin zur Erstkommunion. 

Einander kennenlernen und über den Wert der Freundschaft nachsinnen. Gemeinschaft erleben und spüren, dass auf Freundschaft Verlass ist. Freundschaft beruht auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Freundschaft lässt sich nicht erzwingen und lässt sich nicht einfordern. Freundschaft braucht immer die Freiheit der anderen Person, sonst kippt sie in Abhängigkeit.

Nun ist die Freundschaft Jesu ein etwas abstrakter Begriff – das wird erst lebendig, wenn wir einander Freundschaft erlebbar machen. Das passiert nicht „von allein“. Wir Erwachsenen in den Gemeinden müssen freundschaftlich miteinander umgehen, mit den Kindern, mit den Familien und mit denen, die zu Gast sind. Nur wir können zeigen, was die Freundschaft Jesu bedeutet: dass es Orte gibt, wo Menschen willkommen sind, wo Kinder und Familien gefragt sind und wo wir Gemeinschaft erleben und von Jesus und seinen Freundinnen und Freunden aus der Bibel erfahren und von ihnen lernen.

Jesus hat seine Mitstreiter Freundinnen und Freunde genannt. Es war ihm am allerwichtigsten, dass sie, dass wir in aller Freiheit und in vollem Vertrauen mit ihm am Tisch sitzen, mit ihm durchs Leben gehen und aus dieser Freundschaft Kraft und Vertrauen, Mut und Zuversicht schöpfen – das alles wünsche ich den Erstkommunionkindern und ihren Familien auf dem Weg der Vorbereitung und in der Feier der Erstkommunion und auf dem weiteren Lebensweg – hoffentlich in Kontakt mit der Gemeinde.